Jun
25

Ute Mahler – Zusammenleben

Ute Mahler, unbekannt, Aue, 1972.
Aus der Werkgruppe Zusammenleben, 1972-1984
© Ute Mahler

 

 

Ute Mahler, Zusammenleben. Mit einem Text von Sibylle Berg.
144 Seiten mit 78 Duplex-Abbildungen.
Hatje Cantz Verlag 2014, 35 Euro.

 

 

Die Photographin Ute Mahler dokumentierte über vier Jahrzehnte das Leben in der DDR: lebensnah, ungeschönt und ungestellt. Ein Buch präsentiert ihre Serie Zusammenleben erstmals vollständig.

 


Der Verdienst von Photographinnen und Photographen der damaligen DDR ist, uns heute noch ein Gefühl für das Leben in diesem nun seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr bestehenden Staat zu geben. Die Schwarz-Weiß-Photographien von Ute Mahler haben dabei einen ganz eigenen Stand. Sie beschönigen nichts, wie die offiziellen, die Propaganda-Photos. Sie sind noch nicht einmal gestellt, weil sie die Protagonisten nicht aufforderte, so oder so zu posieren.

 

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Jun
21

Cool Cities Berlin

Ein Torpedo im Restaurant: © Cool Cities Berlin, Pauly Saal,
Photo © by Stefan Korte/courtesy of Pauly Saal

 

 

Cool Cities Berlin. Buch und weiterführende App.
220 Seiten mit ca. 350 Farbphotographien, teNeues Verlag 2014, Deutsch und Englisch, 49,90 Euro.

 

 

Cool Cities Berlin – ein neuer Stadtführer im Bildband-Format mit weiterführender App präsentiert einige der angesagtesten Locations der coolsten Stadt Deutschlands.

 

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Jun
17

Sergio Larrain

Sergio Larrain, Bar, Valparaíso, Chile, 1963
© Sergio Larrain/Magnum Photos

 

 

Sergio Larrain, hrsg. von Agnès Sire, ca. 400 Seiten mit ca. 200 Abbildungen, gebunden in Leinen, Hatje Cantz Verlag 2014, 58,- Euro.

 

Sergio Larrain (1931-2012) war ein herausragender Photograph – und drohte beinahe dem Vergessen anheim zu fallen. Ein aufwendiges Photobuch zeigt nun 200 Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Chilenen.


Henri Cartier-Bresson ist heute als bedeutender Wegbereiter des anspruchsvollen Photo-Journalismus  anerkannt. Das war bis vor wenigen Jahrzehnten nicht so. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitbegründer der inzwischen berühmten Photagentur Magnum.

 

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Jun
13

Michael Ruetz – Die absolute Landschaft

© Michael Ruetz, Die absulute Landschaft ’817-189′
Courtesy Johanna Breede Photokunst

 

Michael Rutz – Die absolute Landschaft
Ausstellung Johanna Breede Photokunst

 

14. Juni bis 26. Juli 2014

 

Vernissage: Freitag, 13. Juni 2014, 18 – 21 Uhr
Zur Eröffnung spricht Prof. Christoph Stölzl

 

 

Michael Rutz erläutert diesen Photo-Zyklus:
“Der Zyklus DIE ABSOLUTE LANDSCHAFT ist wie ein Theaterstück, in dem das Licht der Hauptdarsteller, die Zeit der Autor, die Landschaft nur noch Bühne und Kulisse ist. Der unsichtbare Autor versucht darin, sich durch das Licht, als einer Analogie der Zeit, sichtbare Präsenz zu schaffen. Die Aufführung dieses Lichttheaters dauert ein Vierteljahrhundert…


Mit seinen im Zeitraum von 1989 bis 2012 gemachten 3000 Phasenbildern ist der Zyklus ABSOLUTE LANDSCHAFT eine Art von Zeitlupenfilm. Er macht deutlich, dass man nicht von Pol zu Pol zu reisen hat, um Blizzards und Tornados, Nebelmeere, Wolkenschlösser, Hitzeflimmern und vereiste Weite, Föhn und Hundewetter, Tagnächte und Mondkometen, Feuerstürme und Eclipsen zu erleben. The world in a nutshell. Einige der gezeigten Lichterscheinungen sind für das bloße Auge unsichtbar. Diese Bilder machen bisher nur Geahntes sichtbar. Die gezeigte Landschaft heisst absolut, weil sie nicht geographisch definiert und letztlich eine Ideallandschaft ist. Ihre Charakteristika – Berg und Tal und Haus und Kirche, Bach und Baum und Busch, Wald und Wiese – könnten überall vorkommen. Spezifisch ist in diesen Bildern ausschließlich das Licht.
Seit der industriellen Revolution ist man auf Beschleunigung versessen, auf sogenannte Zeit-Ersparnis. Zeit kann man hingegen weder sparen noch verbrauchen; sie ist immer knapp und immer reichlich da. Der Zyklus DIE ABSOLUTE LANDSCHAFT bildet absichtslos eine Antithese zur schnellen Presse- und Reisefotografie. Slow food, slow photography … –”

 


Johanna Breede PHOTOKUNST

Fasanenstr. 69, 10719 Berlin
T +49 (0)30-889 13 590
www.johanna-breede.com
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr
Johanna Breede PHOTOKUNST

 


Jun
05

Let’s talk about: Nietzsche

Ein Ironiker vom Feinsten: Friedrich Nietzsche arrangierte dieses Bild mit Lou von Salomé und Paul Ree 1882

 

 

Rüdiger Schmidt-Grépály, Zur Rückkehr des Autors.
Gespräche über das Werk Friedrich Nietzsches.
128 Seiten, Leineneinband mit Acetatumschlag, L.S.D. Verlag 2014, 16 Euro.

 

Friedrich Nietzsche gilt als der bedeutendste deutsche Denker. Auf jeden Fall ist er der wichtigste Philosoph des 19. Jahrhunderts. Dennoch gibt es bislang keine Edition seiner Werke letzter Hand, also so, wie der Autor selbst sie wollte und bestimmte.


Das wollen der Göttinger Steidl Verlag und das Nietzsche-Kolleg in Weimar ändern und kündigen ein ungeheures Projekt an: Die Herausgabe des Gesamtwerks Nietzsches ‚letzter Hand‘. Doch damit nicht genug: Die bibliophile Edition wird in der ersten Abteilung sämtliche handschriftlichen Druckmanuskripte faksimiliert in Originalgröße bringen.

 

Zur Einstimmung auf das Projekt ist bereits Lernt mich gut lesen! erschienen. Nun kommt Zur Rückkehr des Autors. Ein Band, der vier Gespräche enthält, die der Gründer und Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar, Rüdiger Schmidt-Grépály, führte. Er unterhielt sich mit Johannes Korngiebel, Lehrbeauftragter an der Uni Jena, Peter Sloterdijk, Renate Raschke, Inhaberin des Lehrstuhls für die Geschichte des ästhetischen Denkens an der Humboldt-Universität zu Berlin und mit Bazon Brock, der nun einen intellektuellen Think Tank in Berlin-Kreuzberg leitet.

 

In der Neu-Ausgabe des Werkes gehe es darum, so schreibt Schmidt-Grépály, quasi Nietzsches philosophisch-literarisches Testament zu vollstrecken. Nietzsche ahnte vor seinem Tod, dass es ihm nicht mehr gelingen würde, das Werk in seinem Sinne zu vollenden. Den Ecco Homo konnte er selbst nicht mehr herausgeben, das autobiographische Buch erschien erst 1908 – acht Jahre nach seinem Tode. Die Editionsgeschichte von Nietzsches Werk ist die Geschichte von Zensur, Manipulationen und Interpretationen.

 

Der Gesprächsband zeigt verschiedene Facetten von Nietzsche, der eben nicht nur Denker, Philosoph oder Pessimist gewesen ist. So stellt ihn Bazon Brock in eine Reihe mit Baudelaire, Verlaine, Rimbaud und Lautréamont, die sich ebenso früh aus dem irdischen Leben verabschiedet haben: »Ich für meinen Teil halte das«, sagt Brock, »was sich da als Widerruf oder Bekehrung oder wie auch immer abzeichnet, weder für eine außerordentliche Entgleisung noch für eine merkwürdige Abirrung, sondern für das Resultat des Selbstversuchs«.

 

Kaum ein Autor nötigt seinen Leser so intensiv zum Selbstversuch wie Nietzsche. Dieser kleine Gesprächsband ist ein intellektuell wohlfeiler Appetizer für die da kommende Nietzsche-Ausgabe Letzter Hand.




Jun
01

Olaf Heine – Brazil

© Olaf Heine, Taynara (Close Up),
Rio de Janeiro, 2013

 

 

Olaf Heine, Brazil
Buch: teNeues Verlag 2014, 26 x 35 cm, ca. 150 Duotone-Photographien, gebunden mit Schutzumschlag, 79,90 Euro.
Ausstellung: CWC Gallery, Auguststraße 11-13, 10117 Berlin-Mitte.

 

 

Wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien präsentiert der deutsche Photograph Olaf Heine das Land in einem fulminanten Photobuch. Brazil misst 26 x 35 Zentimeter und zeigt den von der Bevölkerung fünftgrößten Staat der Erde in seiner Vielfältigkeit und all seinen Widersprüchen.

 

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Mai
27

Bettina Pousttchi – Schloss Wolfsburg

Bettina Pousttchi, The City 2014, Photoinstallation, Fassade Schloss Wolfsburg
© Bettina Pousttchi, Photo: Norbert Miguletz

 

 

The City – die Photoinstallation von Bettina Pousttchi ist nun an der Fassade des Schlosses Wolfsburg gehängt. Bettina Pousttchi ist die diesjährige Preisträgerin des Wolfsburger Kunstpreises Junge Stadt sieht Junge Kunst.

 

Auf 2.150 Quadratmetern und 33 Metern Höhe gibt die Photomontage dem altehrwürdigen Schloss ein neues Aussehen: Die Photomontage zeigt zehn Hochhäuser, die jeweils zu ihrer Zeit das höchste Gebäude der Welt waren.

 

Die Installation hängt bis zum 28. September 2014 und wird begleitet durch ein umfangreiches Rahmenprogramm.

 

Die Entstehungsgeschichte zeigt die Künstlerin auf ihrer Website: www.blog.bettinapousttchi.de

 

Städtische Galerie Wolfsburg im Schloss Wolsburg
Schlossstraße 8
38448 Wolfsburg

 

Mai
19

David Bowie – Ausstellung in Berlin

Held der Avantgarde: Bowie-Ausstellung in Berlin
© Photo: DANDY-CLUB 2014

 

 

David Bowie – die internationale Ausstellung ist vom 20. Mai bis zum 10. August 2014 in Berlin zu sehen.

 

Der Martin-Gropius-Bau zeigt die vom Victoria and Albert Museum, London kuratierte Schau zum zweiten Mal in Europa. Gezeigt werden etwa 300 Gegenstände, – eingebettet in ein multimediales Ereignis, zu dem diverse Vidoes und Konzert-Ausschnitte gehören.

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Mai
16

The Aston Martin Book

Eines von vielen brillanten Photos aus dem Buch von René Staud
Photo © René Staud Studios GmbH, Leonberg, Germany

 

 

The Aston Martin Book. Photographs by René Staud.
304 Seiten, Hardcover, 160 Farbphotographien, teNeues Verlag 2014, 128,- Euro.

 

 

Aston Martin wird von den meisten verbunden mit James Bond. Und das ist auch kein Zufall: Sean Connery mit seinem Aston Martin DB5 ist heute 60-er-Jahre-Ästhetik at it’s best. Hier passt alles zusammen. Ein durchtrainierter, intelligenter Agent fährt DEN britischen Sportwagen seiner Zeit. Den ungezügelten, handgeschmiedeten und stilistisch gelungenen Traumwagen. Exklusiver als ein Jaguar E-Type.

 

 

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Mai
14

Max Liebermann – Die Heckengärten

© Max Liebermann, Das Rondell im Heckergarten, 1927
Privatbesitz

 

 

Der originale Heckengarten der Max Liebermann-Villa am Berliner Wansee wurde nun nach seiner Wiederherstellung eröffnet. Aus diesem Anlass zeigt das Haus die Sonderausstellung Die Heckengärten.


Die Heckengärten befinden sich auf einem etwa 15 Meter breiten Streifen am nördlichen Rand des Grundstücks und lagen zu einem Drittel auf einem Weg, den Max Liebermann beim Kauf seines Grundstücks dazu pachtete. Nachdem Martha Liebermann das Haus 1940 an die Deutsche Reichspost verkaufen musste, wurde dieser Weg vom Grundstück wieder abgetrennt und als Löschwasserweg genutzt. Durch die jahrzehntelange Fremdnutzung des Anwesens wurden die Heckengärten fast völlig zerstört. Seit 1972 war der Weg an einen Wassersportverein verpachtet.



Die Ausstellung zeigt viele Bilder Liebermanns von diesem Gartenteil und macht anschaulich, welche Rolle er dem Areal innerhalb der gesamten Garten.-Konzeption zumaß.


Ausstellung Die Heckengärten noch bis 31. August 2014
Liebermann-Villa am Wannsee
Colomierstraße 3
14109 Berlin
www.liebermann-villa.de

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