Okt
04

Siebrand Rehberg – Berliner – Signale des Aufbruchs 1971-1976

Siebrand Rehberg , Plausch in der Görlitzer Straße, 1975
© Siebrand Rehberg

 

 

Die Collection Regard von Marc Barbey präsentiert Photos von Siebrand Rehberg: Nachdem wir uns an das globalisierte, helle und von Millionen Touristen jährlich besuchte vereinigte Berlin gewöhnt haben, führen uns die Momentaufnahmen aus den 1970er Jahren zurück in diese damals ganz eigenwillige Stadt.

 

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Sep
26

Jacques Rivière – Der Deutsche

Jacques Rivière
© Sammlung Alain Rivière

 

 

Jacques Rivière, Der Deutsche.
Erinnerungen und Betrachtungen eines Kriegsgefangenen.
208 Seiten, geb. mit Schutzumschlag und Leseband, Lilienfeld Verlag 2014, 19,90 Euro.

 

 

Der französische Literaturkritiker und Autor Jacques Rivière (1886-1925) ist in Deutschland nahezu unbekannt. Dabei war er es, der André Gide und damit die damals bedeutendste französische Literaturzeitschrift, Nouvelle Revue Française (NRF), von Marcel Proust überzeugte. Nun erscheint erstmals Rivières provozierender Traktat Der Deutsche.


Jacques Rivière war ein hochbegabter Literaturkritiker. Bereits als Student arbeitete er für die NRF und schrieb brillante Studien über Baudelaire, Andé Gide, Proust, Paul Valéry und andere einflussreiche Schriftsteller. Vor seiner Einberufung in den Ersten Weltkrieg veröffentlichte die NRF den ersten Teil seines Essays zu Rimbaud. Der Sorbonne-Professor René Etiemble hat in jahrzehntelanger Akribie über 3000 Publikationen über Rimbaud untersucht und kam zu dem Ergebnis, Rivières Untersuchung sei – fast als einzige – »un bel essai«.

 

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Sep
21

Leonard Cohen – Happy Birthday!

Leonard Cohen on tour
© LeonardCohen.com

 

 

 

Der kanadische Singer-Songwriter Leonard Cohen wird heute 80 Jahre alt. Der DANDY-CLUB gratuliert dem Ausnahme-Musiker, der sich stets allen möglichen Vereinnahmungen entzog.

Eigentlich wollter er Schriftsteller werden. Inspiriert vor allem von Bob Dylan entschied er sich für die Musik.

Es lohnt sich, seine Texte zu Gemüte zu führen.

Hier ein Link zur neuen Langspielplatte, die hochgelobt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=DUIXj9X57dw

Der Geburtstag ist ein Anlass, sich mit dem Musiker und seiner Message zu beschäftigen.


 

 



Sep
20

Bettina Rheims: Bonkers – A Fortnight in London

© Bettina Rheims, Bonkers – A Fortnight in London
Arabella Drummond, Pirat and Fire Artist

 

 

 

Die Berliner Photogallerie Camera Work präsentiert das neueste Projekt von Bettina Rheims: Bonkers  –  A  Fortnight  in London. Es widmet sich wiederum ihren künstlerischen Leitthemen Weiblichkeit, Selbstdarstellung und Sexualität und entstand 2013 in London.

 

Die Porträtserie zeigt 23 Frauen, deren Erscheinung in der Öffentlichkeit zu polarisierenden Reaktionen führt. Die Ausstellung ist eine weltweite Premiere.

 

Bettina Rheims schuf bereits Serien in Shanghai und Paris, die international großes Lob erfuhren.

 

 

 

© Bettina Rheims, Bonkers – A Fortnight in London
Amber le Bon has lost… her car keys

 

 

 

Die großformatigen Inszenierungen nehmen das bewusste Spiel mit Körperlichkeit und Öffentlichkeit auf. So werden erwartete Typisierungen als absurd entlarvt.

 

Bettina Rheims arbeitete unter anderen zusammen mit Amber Le Bon, Harriet Vernet, Mary Charteris, Portia Freeman und Morwenna Lytton Cobbold.

 

Zur Ausstellung erscheint im Steidl Verlag der Photoband Bonkers! A Fortnight in London.

 

 

© Bettina Rheims, Bonkers – A Fortnight in London
Georgie Bee wearing her own amazing shoes

 

 

CAMERA WORK

Kantstr. 149, 10623 Berlin
T +49 (0)30 3100773
info@camerawork.de
www.camerawork.de
Di-Sa 11-18 Uhr CAMERA WORK

 

 

 

 



Sep
18

Exotica – im me Collector’s Room Berlin

Marina Abramovic, Selfportrait with skull, 2005
© Marina Abramovic

 

 

Me Collector’s Room Berlin – Exotica… and 4 other cases of the self
Ausstellung bis 22. Februar 2014

 

 

Der me Collector’s Room Berlin/ Stiftung Olbricht präsentiert im Rahmen der Berlin Art Week 2014 Wunderkammer-Objekte aus Renaissance und Barock kombiniert mit Werken der Gegenwarts-Kunst.

 

Entsprechend der historischen Kategorisierung werden die Objekte in fünf verschiedenen Gruppen gezeigt:
- Exotica
- Artificialia (kostbare Kunstwerke)
- Naturalia (seltene Naturalien)
- Scientifica (wissenschaftliche Instrumente) und
- Mirabilia (unerklärliche Dinge).

 

So spiegelt die Wunderkammer in der Berliner Auguststraße das Bestreben über die Jahrhunderte wider, das Wissen der Welt zusammenzutragen.

 

 

Stephan Zick, Anatomisches Modell einer schwangeren Frau mit Original-Begleitbuch,
Nürnberg, um 1680
Elfenbein, Schildpatt, Samt, Pergament

 

 

 

Me Collector’s Room Berlin/ Stiftung Olbricht
Auguststraße 68
10117 Berlin
www.me-berlin.com
Geöffnet Di-So, 12.00-18.00 Uhr.

 

 

Sep
02

Charles-Louis de Montesquieus Reise-Notizen

Charles-Louis de Montesquieu (1689-1755):
Staatstheoretiker, Aufklärer, Ironiker von Rang

 

 

 

Charles-Louis de Montesquieu,
Meine Reisen in Deutschland 1728-1729.
Ausgewählt, hrsg. und eingeleitet von Jürgen Overhoff.
216 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Cotta 2014, 22 Euro.

 

 

Charles-Louis de Montesquieu (1689-1755) wurde berühmt durch seine verfassungsrechtlichen Standardwerke. In Deutschland kaum bekannt ist er als neugieriger Deutschland-Reisender und Autor von stilistischer Raffinesse. Jürgen Overhoff und der Klett-Cotta-Verlag bringen nun seine Reisenotizen erstmalig in Deutsch.

 

 


Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu, wie er mit vollem Namen hieß, ist Verfasser der beiden in der Verfassungstheorie bedeutenden Standardwerke Betrachtungen über die Ursachen der Größe der Römer und ihres Niedergangs (1734) und Vom Geist der Gesetze (1748), an dem er zwölf Jahre arbeitete.

 

 

 

Montesquieu konnte diese Werke, die in ihrer Zeit Maßstäbe setzten, nur verfassen, weil er stets von ungeheurer Neugier war – und ohne jedwede Vorurteile. Dies macht auch seine Reisenotizen aus den Jahren 1728/ 29 so spannend. Der Adlige reiste vom April 1728 aus Paris nach Wien. Nach einem kurzen Abstecher nach Ungarn fuhr er im August nach Italien, wovon im vorliegneden Buch allerdings nicht die Rede ist. Da es ihm hier so gut gefiel, blieb er entgegen seiner ursprünglichen Planung beinahe ein Jahr. Er besuchte Venedig, Mailand, Turin, Genua, Florenz, Siena, Rom und Neapel. Danach fuhr er zurück ins deutsche Reich, zu dem damals das heutige Österreich gehörte. Im Oktober 1729 kam er zurück auf das Schloss in Deventer.

 

 

 

 

Ein Dandy auf Reisen: Cotta veröffentlicht erstmals die Reise-Notizen in Deutsch.
© Klett-Cotta 2014

 

 

 

 

Erstaunlich, dass seine inhaltlich wie stilistisch bemerkenswerten Notizen zuvor keinen deutschen Verleger gereizt haben. Die Deutschen hält Montesquieu mehr oder weniger für gutmütige Trottel:
Die Deutschen sind gute Leute. Auf den ersten Blick wirken sie wild und grob. Sie sind den Elefanten vergleichbar; zunächst wirken sie schrecklich, doch sobald man sie gestreichelt hat und ihnen schmeichelt, werden sie sanftmütig. Dann braucht man nur noch die Hand auf ihren Rüssel zu legen, und sie lassen einen willig auf ihren Rücken klettern.

 

 


Doch hatte die Reise einen durchaus seriösen Hintergrund: Montesquieu, von Grund auf liberal eingestellt und früher Aufklärer, war sehr interessiert zu erfahren, wie in Deutschland das föderale System funktioniert. Schließlich war Frankreich zentralistisch organisiert. Durch seinen Stand, seine Bildung und wohl nicht zuletzt seine Empathie bekam er Zugang zu vielen regionalen Herrschern. Er wurde empfangen von Kurfürsten und Prinzen, die ihm teils bereitwillig erläuterten, wie ihr jeweiliges Fürstentum organisiert ist, woher das Geld kommt und was vom Herrscher zu halten ist.

 

 

 

Der Kurfürst von Bayern drangsaliert seinen Adel wegen seiner Privilegien sehr. Die Adligen können das gern in Wien monieren – Wien sagt dazu nichts. Und der Kurfürst, der seine Ansprüche mit militärischen Mitteln verteidigt, behauptet, dass Wien dazu auch gar nichts zu sagen hat.

 

 


Herausgeber Jürgen Overhoff ist seit 2013 Professor für Historische Bildungsforschung an der Universität Münster. Sein Verdienst ist, die Reisenotizen des ironischen Aufklärers und wissbegierigen Staatstheoretikers für uns Leser entdeckt zu haben. Der Verlag hat daraus ein wunderbares Buch gemacht, das stilvoll unter dem alten Verlagsnamen Cotta erscheint.

 

 

 




Aug
29

Maurice Weiss – Facing People

© Maurice Weiss, Junge Frau auf einem Flohmarkt, Moskau 1990

 

 

 

Maurice Weiss, Facing People.
128 Seiten mit 55 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, Hirmer Verlag 2014, 39,90 Euro.

 

 

Der Photograph Maurice Weiss dokumentiert seit einem Vierteljahrhundert das Zeitgeschehen. Seine Aufnahmen gaben Reportagen in Spiegel, GEO oder der Wochenpost erst das visuelle Gewicht. Ein Buch präsentiert zu seinem 50. Geburtstag einen Ausschnitt aus seinem Werk.


Mit dem Fall der Mauer zieht der 1964 in Südfrankreich Geborene 1989 nach Berlin. In dem damaligen Wende-Chaos war es ihm möglich, in der Tucholsky-Straße eine leere Wohnung für sich in Beschlag zu nehmen. Er geht mit seiner Leica durch die Stadt, die so voller Euphorie, Leben, Freude und Veränderung ist. Hier entstehen seine ersten publizierten Schwarz-Weiß-Bilder vom Feuerwerk am Brandenburger Tor und den Menschen, die aus der DDR nach West-Berlin strömen.

 

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Aug
23

Elliott Erwitt – Regarding Women

Elliott Erwitt, Jacqueline Kennedy, Arlington, Virginia, USA, 1963
Photo © 2014 Elliott Erwitt/Magnum Photos. All rights reserved.

 

 

 

Elliott Erwitt, Regarding Women.
304 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, ca. 300 Duplex-Photographien, teNeues Verlag 2014, 79,90 Euro.


Elliott Erwitt zählt zu den bekanntesten Magazin-Photographen der USA. Nun erscheint aus seinem über 60 Jahre währenden Werk ein Buch, das er nur den Frauen gewidmet hat.

 


Regarding Women heißt das großformatige Buch, in dem es ausschließlich um das sogenannte schöne Geschlecht geht. 300 Schwarz-Weiß-Photos bilden auf etwa 300 Seiten eine einzige Hommage an die Damen.

 

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Aug
16

Die Reisen des Casanova

Auguste Leroux, Giacomo Casanova mit Madame Baret,
aus: Giacomo Casanova, Histoire de ma vie, Bd. IV, Paris 1932, S. 298
© 2014. Mary Evans / Scala, Florence / Florenz

 

 

Die Reisen des Casanova.
Mit Abbildungen von Auguste Leroux, teilweise handkoloriert, 33 x 48 cm, 128 Seiten, geb. in Seide. Deutsch/ Englisch.
Hatje Cantz Verlag 2014, 98,- Euro.

 

 

Giacomo Casanova (1725-1798) führte ein Ausnahmeleben, schrieb das auch noch auf und schuf damit eine noch heute bedeutende Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts. Doch damit nicht genug: Er gab einem ganzen Lebensstil seinen Namen. Ein in seiner Opulenz verschwenderisch-schönes Buch frönt nun diesem genialischen Libertin.


Die Reisen des Casanova heißt der Band, der die unglaublichen Ausmaße von 33 x 48 cm hat. Auf weit über 100 Seiten werden einige der damals bedeutendsten Metropolen präsentiert, die Casanova aufsuchte: Venedig, Wien, Paris, London, Berlin oder St. Petersburg.

 

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Aug
12

Dimitri Soulas – Augenblicke

© Dimitri Soulas, Kaufingerstrasse, München 1968
(Gunter Sachs)

 

 

Dimitri Soulas hat nur in der Zeit zwischen 1967 und 1974, also während der griechischen Militär-Diktatur als Presse-Fotograf in München gearbeitet. Davor und danach war der Grieche im Marketing tätig.

Seine Photos wurden damals von großen Agenturen, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.

Die Würzburger Galerie Immagis präsentiert 30 Aufnahmen dieser Serie besonderer Bilder als Gelatin Silver Prints in einer limitierten Edition von je 20 Stück. Format: 30 x 45 cm (mit Passepartout 50 x 65 cm) · jeweils vom Künstler signiert und nummeriert.

 

IMMAGIS – FINE ART PHOTOGRAPHY

Franziskanergasse 1 · D – 97070 Würzburg
T +49 (0)931 467 959 07
welcome@immagis.de
www.immagis.de
Mo-Fr 10-18 Uhr · Sa 11-14 Uhr

IMMAGIS | FINE ART PHOTOGRAPHY

 

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