Mai
22

Lee Miller

Lee Miller und David E. Scherman,
Lee Miller in Hitlers Badewanne, München, Deutschland, 1945

© Lee Miller Archives England 2015. All Rights Reserved. www.leemiller.co.uk

 

 

 

Lee Miller.
Ausstellung in der Albertina Wien, 8. Mai – 16. August 2015.
Katalog im Hatje Cantz Verlag 2015, Deutsch/ Englisch, 160 Seiten mit 70 Abbildungen, Broschur, 29,80 Euro (D).

 

 

 

Lee Miller (1907-1977) begann ihre Laufbahn als Photographin im Kreis der Surrealisten im Paris der 1930er Jahre. 70 Jahre nach ihrem Einzug in Wien als Kriegsreporterin der Amerikaner widmet die Albertina der ungewöhnlichen Frau eine Ausstellung. Das begleitende Katalog-Buch präsentiert  frühe Photos, die bislang selten gezeigt wurden.

 

 


Lee Miller hatte sich schon immer für die Photographie interessiert. Als kleines Mädchen posierte sie für ihren Vater vor der Kamera. Später arbeitete sie als Photomodell in New York. Kein Geringerer als Edward Steichen empfahl sie einem gewissen Man Ray, der in Paris als Mode- und Portraitphotograph tätig war. So wurde sie seine wissbegierige Schülerin – und wohl rasch seine Geliebte.

 

 

 

Leider vernichtete Lee Miller die meisten ihrer eigenen Photos selbst. Von vielen erhaltenen Bildern ist strittig, wie hoch der Anteil von Man Ray und der ihre ist. Darüber sollen die beiden sich selbst schon damals gestritten haben.

 

 

 

Im April 1945 reiste Lee Miller für die US-amerikanische und britische Vogue nach Europa. Sie photographierte München, die so genannte Hauptstadt der Bewegung, wo sie sich vor allem für Hitlers und Eva Brauns private Räumlichkeiten interessierte. Wohl am 30. April 1945, dem Tag von Hitlers Selbstmord, gelangt Lee Miller in dessen Wohnung im Münchner Bezirk Bogenhausen. Sie belässt es nicht bei objektiv anmutenden Dokumentations-Aufnahmen der Privatwohnung, sondern steigt in die Badewanne des Führers, wo sie sich auch wirklich ein heißes Bad gönnt. Um die Ironie auf die Spitze zu treiben – oder vielleicht auch nur, um das ästhetische Mittelmaß der Nazis zu verballhornen – stellt sie für die Aufnahme noch ein Portrait Hitlers auf den hinteren Badewannenrand. Ihre schmutzigen Armeestiefel auf dem hellen Badezimmerteppich lassen keinen Zweifel mehr daran, wer nun Herr im Haus ist.

 

 

 

 

Man Ray, Porträt von Lee Miller, Paris, Frankreich, 1929
© MAN RAY TRUST /ADAGP, Paris /Bildrecht Wien 2015 Courtesy Lee Miller Archives, England 2015.
All rights reserved. www.leemiller.co.uk

 

 

 

Lee Millers Photos sind von zweifelsfreier Subjektivität und scheinen stets eine Aussage transportieren zu wollen. Sie war eine der ersten Photographinnen, die mit den US-Truppen die KZs Buchenwald und Dachau öffnete. Ihre Photos sind sehr nah an den Opfern. Sie zeigen die ausgemergelten Gesichter hautnah. Die Leser der Vogue werden nicht verschont von Leichenbergen. Lee Miller hat das dokumentiert, was kein anderer festgehalten hat. Dazu gehören die verstörenden Photos von deutschen Wachleuten des Konzentrationslagers Buchenwald, die nach ihrer versuchten Flucht gefasst und von den Amerikanern misshandelt wurden.

 

 

 

Das begleitende Katalog-Buch aus dem Hatje Cantz Verlag dokumentiert bislang kaum gezeigte frühe Photos von Lee Miller, die sie zusammen mit Man Ray machte, Reportage-Aufnahmen aus Wien und München 1945 und last but not least Lee Miller in des Führers Badewanne. Ein photo-historisches Ereignis.

 

 

 

Lee Miller,  Irmgard Seefried, Opernsängerin, singt eine Arie aus Madame Butterfly,
Wiener Opernhaus, Wien, 1945

© Lee Miller Archives England 2015. All Rights Reserved. www.leemiller.co.uk

 

 

 

 



Mai
20

Alexandra Harris – Virginia Woolf

Virginia Woolf – Portrait von George Charles Beresford

 

 

 

Alexandra Harris, Virginia Woolf.
231 Seiten, Leinen mit Leseband, L.S.D. im Steidl Verlag 2015, mit einer Titelvignette von Karl Lagerfeld, 24 Euro (D.).

 

 

Virginia Woolf (1882-1941) war eine herausragende Schriftstellerin. Ihr schweres Leben zwang sie dazu, genau zu beobachten und das Glück im Augenblick zu suchen. Das war es, war sie letztlich in ihren Texten festhielt. Der L.S.D. Verlag bringt die in England vielgelobte Biographie von Alexandra Harris jetzt erstmals in Deutsch.

 

 

Marcel Proust war wohl nicht zufällig eines ihrer großen literarischen Vorbilder. Auch der Autor von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit schuf sein genialisches und riesiges Werk vor der Drohung seines immer näher kommenden Todes und in kräftezehrendem Ringen mit seinem zerfallenden Körper.

 

 

Virginia Woolf ist als junge Frau wohl über längere Zeit von ihrem Stiefbruder missbraucht worden. Alexandra Harris sagt nichts Genaueres darüber, aber der Leser ahnt es aus ihren Sätzen. Das hatte ihr Leben lang starke gesundheitliche und nervliche Probleme nach sich gezogen. Auch war sie zwar lange verheiratet – und sehr glücklich, wie sie noch in ihrem Abschiedsbrief schrieb – doch fühlte sie sich sexuell zu Männern wohl weniger hingezogen.

 

 

Alexandra Harris schrieb eine Biographie, eine Skizze eigentlich, die ambivalent ist. Die 1981 in Sussex geborene Autorin rast förmlich durch das Leben der Schriftstellerin. Und eigentlich handelt es sich bei ihrem Buch eher um eine Werkbiographie, sind die Bücher und andere Texte von Virginia Woolf das zentrale Bindeglied ihrer Schilderung. Ambivalent ist ihre Lebensbeschreibung, weil sie vorgibt, Virginia Woolfs Leben zu schildern. In Wahrheit hangelt sich harris aber an den Büchern und vor allem Briefen ihres Subjektes entlang. Sie zitiert Schlüssel-Aussagen aus Briefen von Virginia Woolf, um diese dann – quasi in einem Umkehrschluss – auf ihr Leben zu projizieren.

 

 

Angenehm an der Skizze ist, dass die Autorin, die englische und amerikanische Literatur an der Universität von Liverpool lehrt, psychologisierende Interpretationen vermeidet, die noch in den 1980er Jahren üblich waren, wo die Biographen stets genau wussten, wie ihr Subjekt getickt hat und welche Ursachen aus der Kindheit das hatte.

 

 

Dennoch würde man sich mehr Griffigkeit in der Schilderung von Harris wünschen. Meist bleiben ihre Schilderungen ein wenig unpräzise; als Leser bekommt man Virginia Woolf nicht richtig zu fassen. Ein Beispiel:

 

 

»Um dem Gefühl, dass sie alt wurden und die Freunde ihnen wegstarben, zu begegnen, waren Virginia und Leonhard äußerst aktiv. Sie unternahmen lange Ausflüge mit ihrem neuen Wagen, es gab neue Freunde, beispielsweise Elizabeth Bowen, und auch die eigenartigen, einnehmenden Sitwells wuchsen Virginia zusehends ans Herz. Das Verhältnis zu T. S. Eliot war herzlicher geworden.«

 

Das Buch eignet sich als Einstieg zu Werk und Person von Virginia Wolf. Wer nach der Lektüre mehr Interesse hat, sollte unbedingt ihre Briefe lesen. Hier zeigt sich die große sensible Beobachterin von ihrer offensten Seite.

 

 

 


Mai
15

Ulrich Horstmann – Mit Todesengelszungen

Nicht nur für Suizidenten empfehlenswert: Die intelligente Anthologie von Ulrich Horstmann
© Königshausen & Neumann 2015

 

 

 

 

Ulrich Horstmann, Mit Todesengelszungen.
Freisprüche für Selbstmörder von Seneca bis Cioran nebst einem Plädoyer gegen die neue Zwangsjacke.
156 Seiten, Ppb., Königshausen & Neumann 2015, 18,- Euro (D).

 

 

 

 

»Le suicide fait partie du capital de l‘humanité«, waren die Abschiedsworte des französischen Schriftstellers Henry de Montherlant, als er sich 1972 erschoss. Er hatte dies in Anlehnung an einen Aphorismus Ernst Jüngers notiert, um sich darüber zu erschießen. Diese Aussage bekämpfen seit Jahrhunderten Kirchenvertreter, Staatsbedienstete und Mediziner mit den unterschiedlichsten Begründungen. Ulrich Horstmann tritt seit langem für einen selbstbestimmten Abgang ein. Sein neuestes Buch ist eine Anthologie mit bedeutenden Texten.

 


Bereits der griechische Philosoph Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.) war ein Vertreter des Menschenrechts auf Suizid: Der Weise lebe so lange, so argumentierte der Gelehrte, »wie es die sittliche Pflicht verlangt, nicht solange er kann […] Tritt ihm zuviel entgegen, was ihn belastet, was die Seelenruhe ihm stört, dann wirft er des Lebens Fesseln ab.«

 


Montaigne (1533-1592) argumentierte, frei sei ein Mensch letztlich erst dann, wenn er den Tod verachte, das heißt, wenn er sich vor ihm nicht mehr fürchtet. Die beiden Philosophen begründen den Reigen der in der Anthologie Mit Todesengelszungen – Freisprüche für Selbstmörder von Seneca bis Cioran nebst einem Plädoyer gegen die neue Zwangsjacke versammelten Suizid-Verteidiger.

 

 

Konsequent philosophiert Montaigne, niemand bräuchte sich über sein Leben und die Unbill der Welt zu beschweren. Schließlich könne er sich jederzeit verabschieden: »Zum Sterben braucht man nichts, als es zu wollen.«

 


Die Texte in diesem intelligenten Buch sind chronologisch sortiert. Danach folgen John Donne und Robert Burton. David Hume (1711-1776) legt sich massiv mit der Kirche an, indem er ihre Argumentation, der Suizident stelle Gottes Schöpfung infrage und sei damit für sein Leben undankbar, sucht ad absurdum zu führen.

 

 

Georg Christoph Lichtenberg und Ludwig Feuerbach präsentieren zwei große Vertreter des Menschenrechts auf Freitod im 18. und 19. Jahrhundert. Neben Schopenhauer und Nietzsche fehlt der großartige Paul Valéry nicht, der sich ein literarisches Leben lang mit den Grenzbereichen des menschlichen Daseins beschäftigte.

 

 

Zwei Autoren und deren Schlüsselwerke zum selbstbestimmten Aus-dem-Leben-Scheiden haben wir vor kurzem an dieser Stelle genannt aus Anlass des Suizides von Fritz J. Raddatz: Jean Amérys grandiosen Essay Hand an sich legen – Diskurs über den Freitod (1976) und Hermann Burgers Tractatus Logico-Suicidalis – Über die Selbsttötung (1988). Beides sind nicht nur literarisch grandiose Bücher. Sie lassen den Entschluss zur Selbsttötung absolut unausweichlich erscheinen. Beide Bücher wurden durch die Ausführung der Tat ihrer Autoren gekrönt.

 

 

In seiner ausführlichen Einleitung zitiert Ulrich Horstmann den Schweizer Schriftsteller Jean Améry:

 

»Der Suizidant ist ein Mensch. Schon gehört er der Erde, aber noch gehört die Erde ihm – und sie ist schön. Und der Andere, mein Gott, er war, gesehen nun aus der Perspektive des Scheidenden, so schrecklich nicht […] Du wirst mich, Anderer, der du mir die Hölle warst, aber auch die Seligkeit, nicht oder nicht lange beklagen: Aber ich beklage dich und in dir mich selber. Und damit: gute Nacht.«

 


Doch ist es Herausgeber Ulrich Horstmann um mehr gelegen: Auf die gesamten Facetten seiner vielgliedrigen Argumentation können wir hier nicht eingehen. Seine Absicht ist, den Suizid von  jedweder Verdammung und Verurteilung zu befreien. Er sei ein Menschenrecht und sollte auch nicht durch Argumentationen wie der Sterbehilfe für Altersschwache oder unheilbar Kranke verwässert werden.

 

 

Sowohl die Einführung wie auch Horstmanns »Schlußplädoyer« verdienen eine aufmerksame Lektüre – und eine ehrliche und grundlegende Debatte über die wissenschaftlichen Fachgrenzen hinweg.

 





Mai
06

Fassbinder – JETZT

Rainer Werner Fassbinder und El Hedi ben Salem am Set von Händler der vier Jahreszeiten, 1971
© Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Photo: Peter Gauhe

 

 

 

Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder wäre am 31. Mai 2015 runde 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Deutsche Filmmuseum Frankfurt am Main die Ausstellung Fassbinder – JETZT im Martin-Gropius-Bau Berlin.

 

Die Präsentation will zu einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit einem bedeutenden deutschen Regisseur anregen.

 

Neben der Arbeitsweise des Filmemachers will Fassbinder – JETZT die Kohärenz des filmischen Werks und dessen Einfluss auf die zeitgenössische Kunstproduktion verdeutlichen.

 

Die Präsentation beginnt mit der Gegenüberstellung von Innen und Außen: Schlagzeilen und Texte spiegeln die damalige Rezeption der Persona Fassbinder und seines Werks in der Öffentlichkeit wider. Auf neun Monitoren mit Ausschnitten aus Fernsehinterviews, erläutert Fassbinder sein Filmverständnis. Hierdurch kann der Besucher auch Methoden von Fassbinders Selbstinszenierung nachvollziehen.

 

Originaldokumente und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass gewähren detaillierte Einblicke in das Lebensumfeld und die Projekte des Regisseurs. Gezeigt werden daneben Notizen, Briefe, Kalkulationen, Skripte, Drehbücher und –pläne.

 

 

Rainer Werner Fassbinder: Die bitteren Tränen der Petra von Kant, 1972
© Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin

 

 

 

Fontane Effie Briest, 1972-74
Arbeitsphoto Hanna Schygulla und Kostümbildnerin Barbara Baum
© Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Photo: Peter Gauhe

 

 

 

Fassbinder – JETZT
6. Mai bis 23. August 2015
Berliner Festspiele
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Tel. (030) 25 48 6-0
Öffnungszeiten: Mi-Mo 10.00-19.00 Uhr

Apr
27

Vogue Special Karl Lagerfeld – Modemethode

Das Vogue Special zur Ausstellung zeigt das Netztwerk des Karl Lagerfeld
© Condé Nast Verlag 2015

 

 

Karl Lagerfeld – Modemethode.
Vogue Special in Zusammenarbeit mit dem Steidl Verlag.
Katalog zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn. Beilage zur deutschen Vogue Mai 2015. 8,- Euro.

 

 

Karl Lagerfeld – Modemethode heißt eine Ausstellung über den Modemacher Karl Lagerfeld in der Bundeskunsthalle Bonn. Doch der ist viel mehr als reiner Modemacher. Ein Vogue Special ist der Mai-Ausgabe der deutschen Vogue beigelegt: der Katalog zur Schau.

 


Dieses Sonderheft hat es wahrlich in sich. Interviews mit Lagerfelds engsten Weggefährten zeigen, wer dieser Arbiter elegentiarum wirklich ist. Karl Lagerfeld ist Ästhet, Sammler und eine Art artifiziell-kulturhistorischer Katalysator, der das Beste aus der Vergangenheit nicht nur für die Gegenwart aufnimmt, sondern für eine aktuelle Formensprache adaptiert. Das macht Lagerfeld nicht nur mit der Mode für seine eigenen Marken namens Lagerfeld und neuerdings in den hippen Karl-Stores. Das Arbeitstier tut es auch seit vielen Jahren für Fendi, und er tat es eine Zeit lang für Chloé. Das Traditionshaus Chanel hat er mit seiner Genialität des Bewahrens und Erneuerns tatsächlich reanimiert.

 

 

Das Vogue Special interviewt Gerhard Steidl, Lagerfelds Verleger. Lagerfelds Verleger ist wieder so ein Wort, das nicht ausreicht, den Tatbestand zu bezeichnen. Denn Steidl ist wie Lagerfeld biblioman, das heißt vom Machen schöner Bücher besessen. Gerhard Steidl sagt in dem Gespräch: »Ein Buch, auf dem ‚Steidl‘ steht, wurde immer komplett in Göttingen, Düstere Straße 4 gemacht.« Beide lernten sich in den 1990er Jahren kennen, als Lagerfeld, seit dieser Zeit auch leidenschaftlicher Photograph, mit der Produktion seines ersten Photobuches nicht zufrieden war. Steidl bewies dem Perfektionisten, dass es auch anders, nämlich besser geht. Seitdem druckt und produziert der Göttinger nicht nur Lagerfelds eigene Bücher, sondern auch die Kataloge von Chanel und Fendi nebst den Einladungskarten zu den Modeschauen. Zusammen gründeten sie das Imprint L.S.D. Verlag. Hier kann sich Lagerfeld als Cheflektor austoben und eigene Entdeckungen veröffentlichen.

 

 

Dieses Vogue-Special ist allen kulturell Interessierten wärmstens ans Herz zu legen. Zeigt es doch ein Netzwerk von herausragenden Fachleuten, die jeder an seiner Stelle – ohne falsche Geziertheit oder ein zur Schau getragenes Ego  – seinen Job einfach nur exzellent machen. Da ist der Papierhersteller Florian Kohler, der die 1829 von einem Lumpensammler gegründete Firma Gmund führt. Seitdem produziert das Familienunternehmen eines der weltweit besten Papiere. Da ist der bereits genannte Gerhard Steidl, der weltweit die besten Kunst- und vor allem Photobücher macht und einige andere, die am Gesamtkunstwerk Karl Lagerfeld so ihren Anteil haben.

 

 

Dies Heft gibt einen guten Einblick in das genialische Unternehmen Karl Lagerfeld, das eben weit mehr ist, als ‚Mode‘.

 

 

Zum Schluss in diesem dandyesken Vogue Special bedankt sich der Modemacher, Buchgestalter, Designer, Photograph, Katzennarr, Biblioman &C.  &C. Karl Lagerfeld bei seinen Weggefährten.

 

 

 

Apr
25

Russell James – Angels

© Russell James, Erin Brim Hat, New York, 2012

 

 

 

Die Photo-Galerie Camera Work am Berliner Zoo zeigt ab heute die Ausstellung Angels von  Russell  James. Die Einzelausstellung in dem schönen ruhige Hof inmitten des pulsierenden westlichen Berlin zeigt teils noch nicht ausgestellte Akt-  und Porträtphotographien von Models wie Alessandra Ambrosio, Gisele  Bündchen, Heidi Klum, Karolína Kurková, Adriana Lima und Candice Swanepoel.

 

 

Das gleichnamige Photo-Buch mit den ästhetischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen ist bei teNeues erschienen.

 

 

Russell  James  zählt  zu  den  weltweit  renommiertesten  Mode-  und  Celebrity-Photographen.  Seine Photographien erscheinen in Zeitschriften wie Vogue, W, American Photo oder GQ. Der 1962  geborene  Australier war zuvor Polizist in einer  Spezialeinheit und Photomodel.

 

 

 

© Russell James, Abbey Lee,
Angels Cover, New York, 2010

 

 

 

© Russell James, Doutzen Kroes, Miami, 2014

 

 

 

Ausstellung vom 25. April bis 6. Juni 2015

CAMERA WORK ⋅ Kantstraße 149 ⋅ 10623 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag ⋅ 11–18 Uhr




Apr
22

Sebastião Salgado – Genesis

Sebastião Salgado: Elephants are hunted by poachers in Zambia,
so they are scared of humans and vehicles.
When they see an approaching car, they usually run quickly into the bush.

Kafue National Park. Zambia. 2010.
© Sebastião Salgado /Amazonas images

 

 

 

Die Photo-Stiftung C/O Berlin präsentiert den französisch-brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Erstmals wendet der Photograph sich von den Menschen ab und widmet sich der unberührten Natur.

 

Genesis will er verstanden wissen als bewusste Anklage gegen den immer weiter fortschreitenden Raubbau an der noch intakten Natur. Archaische Vulkanlandschaften, arktische Eismassen, mäandernde Fluss-Canyons, nebelumhüllte Gebirgsketten, archaische Regenwälder und endlose Sanddünen – Genesis ist eine visuelle Hommage an den blauen Planeten.

 

46 Prozent der Landmasse auf der Erde sind immer noch so unberührt wie am Tag der Schöpfung und haben sich in der Erdgeschichte bisher kaum verändert. Innerhalb von acht Jahren hat Sebastião Salgado 32 Reisen in diese Gebiete unternommen – in kleinen Propellerflugzeugen, zu Fuß, mit dem Schiff, im Faltkanu und im Fesselballon. Er war unterwegs in klimatischen Extremen und unwegsamen Gebieten fernab jeglicher Zivilisation.

 

Zum ersten Mal in Deutschland präsentiert C/O Berlin Sebastião Salgados Zyklus mit 245 Fotografien.

 

 

Sebastião Salgado . Genesis

Ausstellung bis 16. August 2015

Öffnungszeiten täglich 11 bis 20 Uhr
Eintritt 10 Euro. Ermäßigt 5 Euro.

Ort C/O Berlin. Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24. 10623 Berlin
www.co-berlin.org

 

 

Apr
18

Wim Wenders’ Photographien in Düsseldorf

Wim Wenders, Lounge Painting # 1, Gila Bend, Arizona, 1983
© Wim Wenders / Courtesy Blain | Southern

 

 

Wim Wenders – 4 REAL & TRUE 2
Landschaften. Photographien.

 

 

Anlässlich des 70. Geburtstages von Wim Wenders zeigt das Museum Kunstpalast in Kooperation mit Wenders Images und der Wim Wenders Stiftung eine Auswahl von 80 großformatigen Photographien. Sie entstanden alle analog, ohne Kunstlichtund und ohne Stativ.

 

Das Spektrum reicht von den frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen über die monumentalen Landschaftspanoramen bis hin zu erst im vergangenen Jahr entstandenen Photographien.

 

Die Photos entstanden beim Umherstreifen – häufig in Vorbereitung auf einen Film.

 

Wim Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren und ist vor allem bekannt durch seine brillanten Filme wie Der Himmel über Berlin. Daneben schafft der Künstler auch ein Photographisches Werk. Es sind Aufnahmen von Orten, die Geschichten erzählen.

 

Das Buch Places, strange and quiet mit Photographien von Wim Wenders erschien bei Hatje Cantz.

 

 

18. April bis 16. August 2015

Museum Kunstpalast

Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf
+49 (0)211-566 42 100
info@smkp.de
www.smkp.de
Di-So 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr Museum Kunstpalast

 

Apr
14

Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine

© Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine – herausgegeben von Ralf Frenzel.
CHÂTEAU CANTENAC BROWN © 2015 Tre Torri Verlag GmbH, Photo © Johannes Grau für FINE Das Weinmagazin

 

 

Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine. Herausgegeben von Ralf Frenzel, 224 Seiten mit 200 Farbphotographien, gebunden mit Schutzumschlag, teNeues 2015, 59,90 Euro (D).

 

 

Wer Bordeaux sagt, meint selten die Universitätsstadt im Südwesten Frankreichs. Meist ist damit das berühmteste Weinbaugebiet der Welt gemeint. Ein großformatiger Bildband präsentiert die bekanntesten Châteaux, ihre Weine und nicht zuletzt deren Erzeuger.

 


Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine ist ein Schatzbuch für Rotwein-Liebhaber. Der Bordeaux gilt bei Rotweinen als der weltweit berühmteste. Er zeichnet sich aus durch seine Trockenheit und Langlebigkeit. Qualität ist sein weiteres Merkmal, was der Verbraucher daran merkt, dass eine Flasche Bordeaux, die er für unter fünf Euro im Supermarkt zu kaufen bekommt, meist nicht trinkbar ist.

 

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Apr
08

Ernst Jünger – Die Schere

Der letzte Essay: Ein philosophisches Sprachkunstwerk
© Klett-Cotta 2015

 

 

 

Ernst Jünger, Die Schere.
Mit Adnoten von Detlev Schöttker. Paperback, 193 Seiten, Klett-Cotta 2015, 14,95 Euro (D).

 

 

Ernst Jüngers letzter Essay Die Schere von 1990 hat heute – 25 Jahre später – noch an Sprengkraft gewonnen. Klett-Cotta bringt das Buch zusammen mit den später erschienenen Ergänzungen im Rahmen der Taschenbuch-Ausgabe des Werkes.

 


»Jedermann«, schreibt Jünger, »ist auch der Autor seines eigenen Lebenslaufes, sein Autobiograph. Er ist sein Romancier und ist sich dieser Aufgabe bewußt. Daraus erklärt sich, daß fast jeder einen Roman zu schreiben zum mindesten einmal begonnen hat.« Dieser Beginn der Sentenz Nr. 3 von insgesamt 284 (plus der Ergänzungen) könnte als Motto spirituell über dem gesamten Text stehen. Der Autor, der fünf Jahre nach Erscheinen seinen hundertsten Geburtstag beging, fasst zusammen, schließt die Kreise bisheriger Argumentationen und Ausführungen.

 

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