Apr
12

Ulf Poschardt – 911 – Paperback

Porsche 911 (1963-1973)
© Porsche AG

 

 

 

 

 

Ulf Poschardt: 911
294 Seiten, broschiert, durchgehend illustriert,
Klett-Cotta 2019, 12 €

 

 

Aus Anlaß des Erscheinens von Ulf Poschardts schönem und klugem Buch über den Porsche 911 als Paperback hatte der DANDY-CLUB Gelegenheit, dem Autoren und 911-Enthusiasten einige Fragen zu stellen.

 

 

 

DANDY-CLUB: Herr Poschardt, luftgekühlt oder wassergekühlt?
Ulf Poschardt: Luftgekühlt aus Romantik, wassergekühlt aus Hang zur Raserei. 911 GT2RS wassergekühlt zauberhaft. Luftgekühlt gerne den 993 Turbo.

 

D-C: Sollten Porsche 996 von Treffen klassischer 911er ausgeschlossen werden?
UP: Nein, er ist der hässliche Bruder, der trotzdem zur Familie gehört und viele innere Werte hat, um die ihn schönere Geschwister beneiden.

 

D-C: Wendelin Wiedeking, Porsche-Chef in den 1990er Jahren und ,Vater‘ des unsäglichen 996, bekam eine Abfindung in Höhe von 50 Millionen Euro, dafür dass er den charakterlosesten 911er aller Zeiten zu verantworten hatte und Porsche beinahe gegen die Wand gefahren hatte. Wieviel hätten sie ihm gezahlt?
UP: Keine Ahnung. Ich gönne allen erfolgreichen Managern jeden Euro, wenn es betriebswirtschaftlich Sinn macht. Seine Rosskur, im Buch genau nachzulesen in deren dramatischer Konsequenz, war absolut richtig, weil radikal.

 

 

Porsche 911 (1974-1989)
© Porsche AG

 

 

 

D-C: Sind ein 911-Cabrio und ein Heckflügel miteinander vereinbar?
UP: Nein, geht gar nicht. Deprimierend, wenn darin alte reiche Säcke ihre Gelangweiltheit spazieren fahren.

 

D-C: In Ihrem Buch über den Porsche 911 schreiben Sie: »In der Symphonie der Übertreibungen bleiben die feinen Töne des Elfers ungehört.« (S. 281) Begeht nicht Porsche den Fehler, durch immer höhere Leistung, höheres Gewicht und größere Abmessungen, sich vom Mythos 911 immer weiter zu entfernen? Die früheren Baureihen waren ja eher spartanisch und sprachen gerade dadurch Connaisseurs ohne Geltungssucht an.
UP: Ja, diese Gefahr ist gegeben. Der minimalistische Kern des Elfers ist bedroht, und gleichzeitig sind die radikalen Baureihen mit Nachnamen GT2, GT3, GT2RS, GT3RS etc. trotz absurder Ausmaße jene kompromisslosen Fahrmaschinen,die jeder Petrolhead will.

 

 

Porsche 911 (1993-1996)
© Porsche AG

 

 

 

D-C: Sieht man Sie auch mal bei einem Porsche-Treffen?
UP: Auf gar keinen Fall. Fahren will ich nur mit den Jungs von Curves um Stefan Bogner und meinen Genossen vom Maranello Underground. Letzteres ist aber total geheim und ultrakrass.

 

D-C: Welchen 911 fahren Sie am liebsten?
UP: Aktuell mein Traum: Ein schwarzmetallic 911 GT3 touring mit goldenen Felgen.

 

Allzeit gute Fahrt, Herr Poschardt!

© DANDY-CLUB 2019/ Matthias Pierre Lubinsky

 

 

 

 

 

 


 

Apr
01

Peter Bialobrzeski – No Buddha in Suburbia

© Peter Bialobrzeski
Photo aus dem Buch No Buddha in Suburbia, Hartmann Books 2019

 

 

 

 

Peter Bialobrzeski: No Buddha in Suburbia
168 Seiten mit 75 Farbabbildungen
auf 100g Fly-Papier.
Hartmann Books 2019, € 34.

 

 

 

Der in Wolfsburg geborene Photograph Peter Bialobrzeski ist weltweit bekannt geworden durch seine Aufnahmen von Mega-Cities in Asien. Nun reiste er auf Einladung des Goethe Institutes nach Mumbai. Das Ergebnis ist ein Photo-Buch, das erschreckt – wie nachdenklich macht: No Buddha in Suburbia.

 

 

 

Peter Bialobrzeski hat mittlerweile etwa 20 Photo-Bücher veröffentlicht. Der 1961 in Wolfsburg geborene Photograph ist zugleich Professor an der Hochschule der Künste Bremen. Seine Aufnahmen sind Dokumente des Gestern und Morgen. Es sind Zeugnisse eines Sozialismus, der in Indien in den 1990er Jahren unterging. Und es sind Zeugnisse eines völlig ungehemmten Kapitalismus, den keine Stadtplanung oder Umweltschutz-Auflagen in Bahnen zu lenken versuchen.

 

 

 

Weiterlesen »

Mrz
19

Serge Ramelli – New York

Die Freiheitsstatue von Brooklyn aus gesehen im Sonnenuntergang
Photo © 2019 Serge Ramelli

 

 

 

 

 

Serge Ramelli: New York
176 Seiten mit 110 Farbphotographien
Texte in Deutsch, Englisch und Französisch,
teNeues 2019, 39,90 €.

 

 

 

Der Franzose Serge Ramelli ist einer der bekanntesten Photographen zu Beginn des digitalen Zeitalters. Sein neuestes Photobuch New York vermag sogar der wohl berühmtesten Metropole der Welt neue Perspektiven zu entlocken.

 

 

 

Der in Frankreich geborene Photograph Serge Ramelli nutzt die technischen Veränderungen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, als einer der Konsequentesten. Er verwendet viel mehr Zeit auf die Nachbearbeitung seiner Aufnahmen am Rechner als beim Shooting selbst. Neben der professionellen Vermarktung seiner Photos bei YellowCorner und durch Bücher veranstaltet er Kurse und Wanderungen durch die Metropolen, in denen er Photographie-Interessierten nicht nur bekannte Ecken der Stadt zeigt, sondern auch den ein oder anderen Trick verrät, der zum außergewöhnlichen Photo führt.

 

 

 

Weiterlesen »

Mrz
01

Alexander Pechmann – Die Nebelkrähe

Dieses frühe Portrait-Photo einer später berühmten irischen Persönlichkeit
spielt in dem Roman eine Schlüsselrolle

 

 

 

 

Alexander Pechmann: Die Nebelkrähe
176 Seiten, gebunden, Steidl Verlag 2019, 18 €.

 

 

 

Im Jahre 1924 erschütterte eine Nachricht London: Hester Dowden veröffentlichte ein Buch, in dem sie minutiös darlegte, dass sich in mehreren spirituellen Sitzungen der 1900 gestorbene Oscar Wilde gemeldet habe. Alexander Pechmann spinnt aus diesem Stoff einen aufregenden Roman.

 

 

1924 erschien in London das Buch Psychic Messages from Oscar Wilde (Außersinnliche Botschaften von Oscar Wilde) von Hester Travers Smith, die vor ihrer Heirat Hester Dowden hieß und später wieder unter ihrem Familiennamen firmierte. Dieses Buch erlebte in kürzester Zeit viele Auflagen und bestimmte das Gespräch nicht nur in den literarischen Kreisen Londons.

 

 

Bei dem Buch handelt es sich eigentlich um Skripte: Den wesentlichen Inhalt machen Aufzeichnungen aus, die ein bei der Sitzung als Medium anwesender Mann machte, der unter leichter Anleitung von Hester Dowden Kontakt zur Seele Oscar Wildes aufgebaut haben soll. In einer deutschen Ausgabe umfassen die originalen Aussagen Oscar Wildes etwa 30 Buchseiten. Nach anfänglichen zweifeln, ob es sich bei dem Äußernden wirklich um den ehemals so berühmten Schriftsteller und Gesellschaftsschreck handelt, überwog bei den Beteiligten bald eine Art von Gewißheit. Direkt nach der ersten Sitzung verglich Hester Dowden die vom Medium aufgezeichnete Handschrift mit einem Faksimile Oscar Wildes und stellte bis in Details eine erstaunliche Ähnlichkeit fest. Auch Sprache und Duktus erinnern auffällig an den irischen Dichter, der ebenso wie die Spiritistin in Dublin geboren worden war.

 

 

Alexander Pechmann erzählt die Geschichte dieses erstaunlichen Empfangs von Nachrichten des Autors von Das Bildnis des Dorian Grey so, dass der Leser das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das wird noch durch die Erzählperspektive verdichtet, wird die wahre Begebenheit doch von dem Medium geschildert. Und dieser junge Mann gerät anfangs eher durch Zufall denn aus gierigem Interesse in die spiritistischen Sitzungen…

 

 

Nach anfänglich zweifelnden Fragen und stockenden kurzen Antworten Oscar Wildes wird dieser gefragt, warum er hier sei. Er antwortet unvermittelt:
»Die Welt soll erfahren, dass Oscar Wilde nicht tot ist. Seine Gedanken leben in den Herzen derjenigen, die in einem barbarischen Zeitalter die Flötenmelodie der Schönheit auf den Hügeln vernehmen oder erkennen, wo ihr weißer Fuß den Morgentau von den Schlüsselblumen streift. Von der Erinnerung an die Schönheit der Welt bleibt nur ein süßer Schmerz. Ich war immer schon einer von denen, für die die sichtbare Welt real ist. Ich bete am Schrein des Sichtbaren…

 

 

Dieser spannende Roman bringt essenzielle Teile der von Hester Dowden überlieferten Aussagen zum ersten Mal in Deutsch. Über eine gelungene Unterhaltung hinaus lädt er jeden Leser ein, sich mit Dingen jenseits des alltäglich Wahrgenommenen zu befassen.

 

Hier geht’s zum Buch.

 

Feb
04

Rüdiger Schmidt-Grépály – Das eine bin ich, das Andere sind meine Schriften

Friedrich Nietzsche im Jahr 1882

 

 

 

 

 

Rüdiger Schmidt-Grépály:
Das eine bin ich, das Andere sind meine Schriften
Nietzsches Werk im Spiegel seiner Briefe.
248 Seiten, gebunden in Leinen mit eingelassenem Faksimile, L.S.D. Verlag, Göttingen 2018, 20 €.

 

 

 

 

Rüdiger Schmidt-Grépály veröffentlicht eine Auswahl von Briefen Friedrich Nietzsches als chronologische Begleitung von dessen Werk. Als wäre diese Lektüre nicht schon interessant genug, – ist Das eine bin ich, das Andere sind meine Schriften – Nietzsches Werk im Spiegel seiner Briefe gedacht als Einstimmung auf die angekündigte Werkausgabe im L.S.D.-Verlag.

 

 

 

Rüdiger Schmidt-Grépály, Gründer und bis Februar 2018 Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche in Weimar, wird im L.S.D.-Verlag erstmals die Werkausgabe Friedrich Nietzsches so herausbringen, wie der Philosoph sie sich vorgestellt hat. Denn bis heute krankt die Perzeption des Philosophen der ewigen Wiederkehr an Auswahl und Reihenfolge der in seinen verschiedenen Werkausgaben enthaltenen Texte. Seit dem Tod von Nietzsche (1844-1900) ist die Veröffentlichung seiner Schriften gekennzeichnet durch Streitereien unter den Beteiligten und massive Kritik von außen.

 

 

 

Rüdiger Schmidt-Grépály hat nun Karl Lagerfeld, Programm-Gestalter des L.S.D.-Verlags,  für das Projekt gewinnen können, Nietzsches Werk so zu veröffentlichen, wie der Denker aus Röcken im heutigen Sachsen-Anhalt das wohl wollte. So wird die 12-bändige Ausgabe mit dem Titel Nietzsches Nietzsche nur die Texte enthalten, die sie nach dem Wunsch ihres Urhebers enthalten sollte. Nach aktueller Auskunft des Verlags soll diese nun 2021 erscheinen.

 

 

 

»Ich bin nicht intellektuell, nur ziemlich kultiviert«, antwortete Karl Lagerfeld einem Reporter auf die Frage, wie er zu Friedrich Nietzsche stehe. Seine geistigen Vorlieben sollten eine Privatangelegenheit bleiben. Selbstverständlich habe er den gesamten Text der neuen und nach dem Anspruch ihrer Macher, ultimativen Ausgabe gelesen: »Ich schreib doch meinen Namen nicht auf Dinge, die ich nicht selbst gelesen habe«, sagte er dem Zeit Magazin online.

 

 

 

Die ausgewählten Briefe, die Nietzsches Werk begleiten wie eine geistige Perlenschnur, sind sowohl für Nietzsche-Anfänger lesenswert wie auch für fortgeschrittene Kenner des Werkes lehrreich. Wer sich mit dem Autor von Also sprach Zahatustra oder Der Antichrist noch nicht eingehender befasst hat, kann diese kleine Briefauswahl wie eine Art Einführung in Nietzsches Philosophie lesen, erfährt er doch vieles zur Motivation und den geistigen Anregern.

 

 

 

Das eine bin ich, das Andere sind meine Schriften – Nietzsches Werk im Spiegel seiner Briefe ist der letzte Band einer Trilogie, zu der die hier ebenfalls vorgestellten Bücher gehören. Lernt mich gut lesen (2012) und Zur Rückkehr des Autors – Gespräche über das Werk Friedrich Nietzsches (2013).

 

© Matthias Pierre Lubinsky 2019

 

 

 

Das Buch versandkostenfrei bestellen.

 

 

Jan
21

Stefan George – Von Kultur und Göttern reden

Stefan George im Jahr 1910. Portrait von Jacob Hilsdorf

 

 

 

 

Stefan George: Von Kultur und Göttern reden.
Aus dem Nachlass. Ergänzungen zu Georges Sämtlichen Werken.
459 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Klett-Cotta Verlag 2018, 48 €.

 

 

 

 

Stefan George war einer der bedeutendsten deutschen Dichter des vorigen Jahrhunderts. 150 Jahre nach Georges Geburt und 85 Jahre nach seinem Tod werden nun Texte aus seinem Nachlass veröffentlicht. Ein nicht ganz ungewagtes Unterfangen.

 

 

 

Kaum ein Dichter in deutscher Sprache war derart ästhetisch anspruchsvoll und auf seine Wirkung bedacht wie der in Bingen am Rhein geborene Stefan George (1868-1933). Er zelebrierte seine Texte gern mit asketischer Geste vor gebildetem Publikum. Er versuchte gar eine eigene Sprache zu erschaffen, da ihm die deutsche in ihren Ausdrucksmöglichkeiten zu begrenzt erschien. Aber sein geistiger Anspruch ging noch weiter, schuf er um sich einen Kreis von jungen Männern, die sorgfältigst ausgewählt wurden und eine geistige Erneuerung Deutschlands herbeiführen sollten. Seinem Nachruhm konnte es nicht schaden, dass einer seiner talentiertesten Novizen, Claus Schenk Graf Stauffenberg, zwölf Jahre nach seinem Tod ein Attentat auf Hitler beging. Der Wehrmachtsoffizier soll bei seiner Hinrichtung am nächsten Tag ausgerufen haben: Es lebe das geheime Deutschland!, – was ein direkter Verweis auf das Geistige Deutschland Georges gewesen wäre.

 

 

 

Weiterlesen »

Jan
15

Fragments of Metropolis East

Das Haus zur Schwarzen Mutter Gottes, Prag, Tschechien
© Niels Lehmann. Photo aus dem Buch.

 

 

 

 

Niels Lehmann/ Christoph Rauhut:
Fragments of Metropolis East
Das expressionistische Erbe in Polen, Tschechien und der Slowakei.
Text: Deutsch/ Englisch,
300 Seiten, 170 Abbildungen in Farbe, 40 Planzeichnungen und Kartenmaterial, gebunden, Hirmer Verlag 2018, 29,95 €.

 

 

 

 

In ihrer so verdienst- wie historisch wertvollen Buchreihe Fragments of Metropolis präsentieren Niels Lehmann und Christoph Rauhut die noch erhaltenen Gebäude der Architektur des Expressionismus. Der dritte Band zeigt nun den Osten.

 

 

 

Nach den ersten beiden Bänden mit den expressionistischen Häusern in der Region Berlin und dem zweiten über das Rhein-Ruhr-Gebiet wird das Gesamtprojekt nun rund. Auch wenn noch weitere Bücher folgen sollten, ist erst durch die Einbeziehung der expressionistischen Architektur in den heutigen Staaten Polen, Tschechien und Slowakei eine Vollständigkeit erreicht. Dies ist wichtig, weil sich die jeweiligen Architekten aufeinander bezogen haben.

 

 

Weiterlesen »

Dez
18

Corrado Hoorweg – Stefan George und Maximin

Maximilian Kronberger (1888-1904)

 

 

 

 

 

Corrado Hoorweg: Stefan George und Maximin
Königshausen & Neumann, Würzburg 2018
130 Seiten, Paperback, 24,80 €.

 

 

 

 

Corrado Hoorweg schildert in seinem Buch Stefan George und Maximin die Begegnung des Dandy-Schriftstellers mit dem 20 Jahre jüngeren Nachwuchsdichter. Ein Zeugnis der tiefen Zerrissenheit der George-Jünger.

 

 

 

An einem Samstagmorgen Anfang 1902 begegnete der junge Maximin zum ersten Mal dem Schriftsteller Stefan George. Maximin stand mit seiner Schwester und deren Freundin vor dem Elternhaus, als besagter Herr auf sie zuschritt. Unvermittelt fragte der ungewöhnliche Herr den Jungen um Erlaubnis, »meinen Kopf, den er sehr interessant finde, abzeichnen zu dürfen«. So jedenfalls schrieb es der Angesprochene anschließend in sein Tagebuch.

 

 

 

Maximilian Kronberger wurde 1888 in Berlin geboren. Sein Vater war ein Geschäftsmann, der sich im Jahr 1900 aus dem Geschäftsleben zurückzog und mit seiner Frau, zwei Töchtern und dem Sohn nach München zog. Der Schüler soll bereits mit zehn Jahren zu Dichten begonnen haben. Kurze Zeit, nachdem er wusste, dass der ihn angesprochene George Dichter ist, zeigte er diesem einige selbst verfasste Gedichte. Sie zeugten bereits von erheblichem Talent und einer für sein Alter ungewöhnlichen Bildung.

 

 

 

Weiterlesen »

Dez
05

Frank M. Orel – The Porsche Book

Frank M. Orel, Porsche 936/81 (1981).
Dieser Gebrauchtwarenhandel ist nur eine Inszenierung, aber eine mit Hintergrund:
Der 936/81 wurde nach zwei Le Mans Siegen nochmal erfolgreich aktiviert.

Photo © 2018 Fotografie Frank M. Orel. All rights reserved. www.studio-orel.com

 

 

 

 

 

Frank M. Orel: The Porsche Book, Extended Edition
Text von Elmar Brümmer.
29 x 37 Zentimeter, gebunden,
368 Seiten mit 195 Farb- und 11 Schwarz-Weiß-Photographien.
Text in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Chinesisch,
teNeues 2018, 100 €.

 

 

 

Der Mythos der Sportwagen-Marke Porsche wird von vielen Photographen und Photo-Büchern zelebriert. Mit der nun erschienenen erweiterten Ausgabe von Frank. M. Orels The Porsche Book liegt das wohl exzessivste vor.

 

 

 

Könnten Photos Geräusche von sich geben, so würde Frank M. Orels neues The Porsche Book röhren wie ein Rennwagen beim Verlassen der Boxengasse. Bisher schon ein bibliophiler Klassiker unter Porsche-Enthusiasten, ist das riesige Table-Book nun noch einmal um über 60 Seiten erweitert worden.

 

 

 

Weiterlesen »

Nov
30

Harry Graf Kessler – Das Tagebuch – 1. Band

Mit diesem Tagebuch-Band ist die Edition nach 14 Jahren vollständg.
© Klett-Cotta 2018

 

 

 

 

Harry Graf Kessler: Das Tagebuch 1880-1891
Erster Band des 9-bändigen Gesamt-Tagebuchs 1880-1937
879 Seiten, Leinen mit eingelassenem Titelschild, fadengeheftet, Bildteil, Lesebändchen, im Schuber, Klett-Cotta 2018, 65 €.

 

 

 

Ein unermesslich wertvolles Publikations-Projekt wird am 30. November 2018 abgeschlossen. Mit dem letzten zu veröffentlichenden Band liegt nun das gesamte neunbändige Tagebuch von Harry Graf Kessler vor, das der adlige Diplomat, Verleger, Ästhet und Dandy über 57 Jahre führte. Eine Eloge auf ein publizistisches Mammutwerk.

 

 

 

 

Am 30. September 1887 gesteht Harry Graf Kessler nach über sieben Jahren intensiven Tagebuch-Führens seinem Diarium: »I often think what a fool I am for keeping this diary«. Frustriert notiert der engagierte Schreiber, wen sollte das alles interessieren? Wahrscheinlich wären seine Aufzeichnungen gerade gut genug, um darin Wurst einzuwickeln. Gott sei Dank hat er in doppelter Hinsicht Unrecht behalten. Erstens hat sich seine Frustration offenbar schnell gelegt, denn Kessler schreib unverzüglich weiter. Und zweitens gilt dieses Mammutwerk heute – acht Jahrzehnte nach seinem Tod – als einzigartiges historisches Zeugnis.

Weiterlesen »

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge