Jul
26

Franz von Stuck in Wien – Sünde und Secession

Franz von Stuck, Die Sünde, um 1893
Sammlung Galerie Katharina Büttiker, Zürich
Photo: © Galerie Katharina Büttiker, Zürich

 

 

 

Sünde und Secession – Franz von Stuck in Wien
Ausstellung bis 9. Oktober 2016
Unteres Belvedere,  Wien.

Katalog im Hirmer Verlag, 304 Seiten mit 250 Farbabbildungen, gebunden, 45 Euro (D.).

 

 

Das Wiener Belvedere präsentiert das grafische, malerische und plastische Werk des Malerfürsten sowie die als Vorlage verwendete Photographie unter dem besonderen Fokus seiner Beziehung zur Stadt Wien.


Franz von Stücks Bild Die Sünde half dem talentierten Maler (1863-1928) berühmt zu werden: Auf Ausstellungen regelmäßig vom Publikum neugierig umlagert, wurde es von der Presse und damals konservativen Kunstkritik angeprangert. Dies konnte nicht verwundern, stellte Stuck doch als ‚Sünde‘ betitelt eine halbentblößte erotische Frau dar, die in einem starken Lichtkontrast die Inkarnation der Verführung und damit die Femme fatale zum Ende des 19. Jahrhunderts war.

 

 

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Jul
18

Isa Marcelli – Le laboratoire des rêves

© Isa Marcelli: Jardin 2014
Courtesy Johanna Breede Photokunst

 

 

Die französische Photographin Isa Marcelli schafft Bilder, die jedes für sich märchenhaften Erzählungen gleichen. Sie sind still, leise – und nur in Schwarz-Weiß. Da steht ein alter Stuhl einsam inmitten eines verwunschenen Gartens. Wer hat wohl schon auf ihm gesessen? Urgroßvater und Enkel? Welch rauschende Feste mag er erlebt haben?

 

Die in einem Dorf bei Paris lebende Künstlerin arbeitet ausschließlich mit (alter) Analog-Technik. Ihre Werke sind das genaue Gegenteil von Digital-Photos, bei denen mehr Zeit bei der Nachbearbeitung am Coputer aufgewendet wird als bei der Aufnahme.

 

Die feine Galerie Johanna Breede Photokunst in der Berliner Fasanenstraße zeigt nun erstmals eine Auswahl aus dem Werk der Autodidaktin.

 

 

Ausstellung bis 16. September 2016
Johanna Breede PHOTOKUNST
Fasanenstraße 69, 10719 Berlin
T +49 (0)30-889 13 590
kunsthandel@breede.de
www.johanna-breede.com
www.facebook.com/Johanna-Breede
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr


Johanna Breede PHOTOKUNST

 

Jul
08

Am I Dandy? – Der Katalog

Der Katalog zur Ausstellung
© Hentrich & Hentrich 2016

 

 

 

Am I Dandy? Anleitung zum extravaganten Leben.
Katalog zur Ausstellung.
184 Seiten mit 54 Abbildungen, Broschur, Hentrich & Hentrich 2016, 19,90 Euro.

 

 

Am I Dandy? fragt eine kleine Ausstellung im Schwulen Museum in Berlin und versucht mit etwa 100 Ausstellungsstücken die Besucher zu animieren, sich dieser Sozialfigur zu nähern. Verstehen kann der Interessierte Dandys wie Oscar Wilde oder Beau Brummell jedoch erst mithilfe des begleitenden Katalogbuches.


Die Ausstellung in Berlin-Schöneberg ist gegliedert in die nach Auffassung der Kuratoren wesentlichen Lebensräume des Dandys: Straße, Ankleidezimmer, Club und Laufsteg. Diese Gliederung ist fraglich. Der Dandy will zwar bewundert werden und legt äußersten Wert auf sein Äußeres. Das Geistige, das der Entscheidung zum Dandydasein zugrunde liegt, wird in den Räumen nicht angedeutet.

 

Wer sich nach dem Besuch der Schau für das Dandytum interessiert, sollte sich unbedingt den Katalog kaufen. In Form eines kleinen Handbuches werden hier für den Dandy essenzielle Begriffe erläutert. Die Kuratoren, die auch die Autoren sind, erweitern nun die Orte des Dandys und gehen stärker in die Tiefe. Aura, Dilettantismus, Kälte und Müßiggang sind einige der Begriffe, die umrundet werden. Gelungen ist die Einbettung von wichtigen Zitaten aus Geschichte und Forschung zum dandysme. Hier erfährt der Leser, wie der heute als Ur-Dandy angesehene George ‚Beau‘ Brummell erst durch die Literatur zu dem gemacht worden war, was man heute in ihm sieht. Ohne die berühmte Schrift von Barbey d’Aurevilly, die in einer kongenialen Neuübersetzung vorliegt, hätte Brummell post mortem seinen Siegeszug über England hinaus kaum angetreten.

 

Schön ist auch die Gestaltung des Katalogs: In der Dandyfarbe Königsblau gehalten mit goldgeprägter Schrift führt das Buch auch ästhetisch passend ins Thema ein. Witzig die Idee, ein Stück in Form einer Krawatte aus dem Deckel auszuschneiden und als Lesezeichen ins Buch einzulegen.

 

Weiter gefällt an dem Paperback, dass man sich die Mühe gemacht hat, ein Namensregister anzufügen. Es ist äußerst hilfreich, will man in den Stoff tiefer eindringen und später etwas nachschlagen. Dazu dient auch die umfassende Literaturliste. Schmerzlich allerdings ist das Fehlen einiger weniger, aber für die Theorie des Dandytums bedeutender Werke, wie die erste große Brummell-Biographie von William Jesse von 1844. Die meisten späteren Biographien basieren auf diesem zweibändigen Werk. Dass die Kuratoren sich für das geistige Fundament des Dandys weniger interessierten als für sein Äußeres wird deutlich durch das Fehlen von Albert Camus‘ Der Mensch in der Revolte. In dem 1951 erschienenen Essay widmet Camus einige Seiten dem Dandy: »Der Dandy erschafft sich seine eigene Einheit mit ästhetischen Mitteln.« Auch der kurze Text von Virginia Woolf über Brummell gehörte in die Literaturliste. Ursprünglich als Radiosendung der BBC 1929 ausgestrahlt und erst danach in gedruckter Form veröffentlicht, bringt die Schriftstellerin zwar wenig Neues. Ihre Beschreibung des Ur-Dandys hatte aber großen Einfluss auf das Brummell-Bild der folgenden Jahre.





Jul
06

Anderson & Low – Spectre

Anderson & Low, Palazzo, Rome
© Anderson & Low All Rights Reserved. Photo aus dem Buch.

 

 

Anderson & Low, On the Set of James Bond’s Spectre.
64 Seiten mit 37 Abbildungen auf 170 g LuxoArt Samt. Englisch. Hatje Cantz Verlag 2016, 38 Euro (D).

Ausstellung Welcome to the World of Anderson & Low
noch bis 27. August 2016
CWC Gallery, Auguststraße 11-13, 10117 Berlin.

 

 

Das britische Künstlerduo Anderson & Low hat animiert durch den aktuellen James Bond-Film Spectre eine kongeniale Photo-Serie geschaffen. Sie dokumentiert die atemberaubenden Film-Kulissen der Pinewood Studios und damit zugleich die technisch hochgerüstete Welt der Traum-Schmiede.


Doch durch die frontale Kollision der phantastischen Szenarien mit den völlig schmucklosen Studiowänden entsteht eine eigene Photo-Gattung: Die Traumwelt von James Bond ist auf einmal eingebettet in ihre moderne Studio-Technik, die sie tatsächlich erst möglich macht.

 

So ist der Betrachter der höchst artifiziellen Aufnahmen plötzlich konfrontiert mit der Kollision von Phantasie und Wirklichkeit. Die Photos sind jeweils für sich enigmatische Kompositionen, die die märchenhaften Tableaux in ihrem Panoramablick und gleichzeitig ihrer Detailfülle festhalten.

 

Das Photo-Buch im Hatje Cantz-Verlag präsentiert im Querformat auf 64 Seiten 37 der großformatigen Aufnahmen, die jeden James Bond-Fan begeistern dürften. Wer den letzten Bond-Film Spectre gesehen hat,  kann hier noch einmal so manche Szene nachempfinden und den cineastischen Tricksereien ein wenig auf die Spur kommen. So wird der außergewöhnliche Band auch zu einem Photobuch, das jede Sammlung bereichert.

 

Die Photographien sind in der Ausstellung Welcome to the World of Anderson & Low in der CWC Gallery in Berlin-Mitte zu sehen.

 

Seit 1990 arbeiten Jonathan Anderson und Edwin Low als Künstlerduo Anderson & Low zusammen. Ihr photographisches Schaffen umfaßt die Sujets Portrait, Architektur, Abstraktion, Reportage und Landschaft, wovon die CWC Gallery mit etwa 100 Werken einen Querschnitt zeigt.

 

 

 


Jun
30

Ausstellung Am I Dandy?

Starpostkarte der Herrenimitatorin Vesta Tilley im hellen Gehrock;
handkoloriert, Ph. Brown, Barnes & Bell, Liverpool ca. 1900 © Schwules Museum*

 

 

 

Am I Dandy?
Ausstellung Schwules Museum Berlin
24. Juni – 20. November 2016

 

 

Am I Dandy? fragt das Schwule Museum in Berlin-Schöneberg in seiner Ausstellung. In mehreren kleinen Räumen wird versucht, die Sozialfigur den Besuchern näher zu bringen. Die Räume sind betitelt mit Straße, Ankleidezimmer, Club/Salon und Laufsteg, um die wesentlichen Lebensräume des Dandys zu thematisieren.

 

Es sind insgesamt nur 100 Ausstellungsstücke. Sie genügen jedoch, um uns diesen Typus ein wenig deutlich werden zu lassen.

 

Natürlich bringt das kleine Museum die historischen entwürfe von Beau Brummell und Oskar Wilde keinesfalls »erstmals« »mit aktuellen Erscheinungsformen des Dantytums zusammen«, wie in der Ankündigung zu lesen.

 

Was in der Ausstellung leider völlig fehlt, ist ein Hinweis auf die Geisteshaltung des Dandys. Was macht denn einen Dandy essentiell aus? Seine Kleidung ist eben allenfalls ein erstes Erkennungsmerkmal. Und die in der Schau integrierte Möglichkeit, sich zu verkleiden und auf einem verspiegelten Laufsteg zu präsentieren, täuscht darüber hinweg, dass Beau Brummell gerade durch seine Zurückhaltung in der Kleidung zum arbiter elegentiarum wurde.

 

Das interessante Begleitprogramm verspricht hier eine inhaltliche Vertiefung.

www.schwulesmuseum.de

Jun
27

Markus Lüpertz – Arkadien oder Die Abstraktion hat noch nicht begonnen

© Markus Lüpertz, Seite aus dem Buch
VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

 

 

Markus Lüpertz, Arkadien oder Die Abstraktion hat noch nicht begonnen.
272 Seiten auf 150g Munken Fly 02, gebunden mit Leseband und Schutzumschlag, Hirmer Verlag, München 2016, 24,90 Euro (D).

 

 

 

Arkadien oder die Abstraktion hat noch nicht begonnen heißt das neueste Buch von Markus Lüpertz. Es enthält die poetische Auseinandersetzung mit ‚Arkadien‘ des vor allem als Maler und Bildhauer bekannten Künstlers.


Aber wofür steht der Begriff ‚Arkadien‘ überhaupt? Arkadien bezeichnet eine recht karge Landschaft in Griechenland, ein von Bergen umschlossenes Hochland in der Mitte des Peloponnes. Doch heute verbinden wir damit die Vorstellung einer blühenden Landschaft, wo die Menschen glücklich und in Einklang mit der Natur leben. Vergil ist schuld. Um 42 v. Chr. schrieb er seine Hirtengedichte. Seine Hirten waren schöne Menschen, die sich zeitloser Jugend erfreuten. Als Sehnsuchtsfiguren der Poesie harrten sie dem verlorenen Paradies. Sie waren Vergils Antwort auf die tiefe geistig-moralische Krise, in die das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Ausdehnung fiel und die letztlich zu dessen Untergang führen sollte.

 

Was will uns Markus Lüpertz sagen, wenn er einerseits den Namen Arkadiens wählt und andererseits hinzufügt, die Abstraktion habe noch nicht begonnen? Denselben Untertitel trug die Ausstellung im Bode Museum im vergangenen Jahr, wo Zeichnungen und Bronzeplastiken zu sehen waren, die Lüpertz geschaffen hatte inspiriert von Ludwig Münstermanns Apollo aus dem frühen 17. Jahrhundert.

 

Markus Lüpertz weigert sich, seine Kunst zu kommentieren, zu erläutern oder zu erklären. Er geht eben nicht unter sein Niveau, wie Ernst Jünger gesagt hätte. Einem Interviewer sagte er nur, er habe sich »immer mit der Antike auseinandergesetzt, die ja zum Bildungsstandard in der bildenden Kunst gehört; unsere ganze Kultur hat dort ihre Wurzeln«.

 

Lüpertz kritische Haltung zum Staat und zu der Zeit, in der er lebt, ist bekannt. In Interviews sagte der Maler, wir lebten in einer »bildungsmäßig langsam verblödenden Zeit«. Er sieht unsere aktuellen Gesellschaften als »verwalteten Kriegs-Frieden«, in welchem die Politik versuche, »die Menschen in einem Zustand der Angst und Verzweiflung zu halten«, um ihre individuellen Rechte und Freiheiten immer weiter zu beschneiden.

 

So kann Markus Lüpertz Auseinandersetzung mit dem Mythos Arkadien nicht nur gelesen werden als Kritik am Kunstbetrieb. In einem Bild des Buches im Schlußkapitel Manifest heißt es:

 

Ein ganz bescheidenes Verlangen ist Arkadien
Verlangen nach Hoffnung

 

 

 

 


Jun
21

Billy Sullivan – Still, Looking. Works 1969 – 2016

© Billy Sullivan, Still, Looking. Works 1969 – 2016, Edition Patrick Frey, 2016

 

 

 

Billy Sullivan – Still, Looking. Works 1969 – 2016.
Gebunden, 296 Seiten mit 396 Farbabbildungen, Englisch, Edition Patrick Frey, 2016, 70 Euro.

 

 

Seit 1969 portraitiert der New Yorker Künstler Billy Sullivan seine Freunde, Bekannten und Partys. Seine Szene ist das, was man in den 1970er Jahren als underground bezeichnete. Die kleine und feine Schweizer Edition Patrick Frey legt nun einen Band mit Bildern von damals bis heute vor.



Billy Sullivan treibt sich in der New Yorker Bohème herum: In der Underground-, Künstler- und Mode-Szene. Er photographiert seine Bekannten oder Situationen auf den ausschweifenden Partys und verwendet diese vor allem als Vorlage für Ölbilder, Pastellzeichnungen oder aufwendige, mehrteilige Diainstallationen.

 

 

Seine Bilder zeigen dabei auch ungeschönt die Kehrseite des Sich-dem-Mainstreams-Entziehens. Wer nicht zu den Normalos gehören will, die vom alles beherrschenden Materialismus komplett korrumpiert sind, zahlt bisweilen einen hohen Preis. Drogenkonsum, lange Nächte und ausschweifender Sex zollen ihren Tribut.

 

 

Beeindruckend an Billy Sullivans Bilder-Tagebuch ist die Auflösung der chronologisch dahinschreitenden Zeit. Dadurch, dass der Künstler zum einen die Stile, nämlich Ölbild, Pastell und Photographie respektlos mischt, zum anderen genauso das Entstehungsdatum ignoriert, wird jedwede Chronologie negiert. Was bleibt, sind die für den Schaffenden bedeutenden Momente.

 

 

Billy Sullivans Bilder sind wahrhaft intim, weil die Portraitierten ihm offensichtlich vertrauen. Und dennoch hat die manchmal vorgeführte Schamlosigkeit nichts von der heute so üblich gewordenen Selbstdarstellung. Die Intimität der Bilder reicht bisweilen bis zum Exhibitionismus. So entsteht ein Existentialismus des 21. Jahrhunderts.

 

www.editionpatrickfrey.com

Jun
13

Markus Lüpertz – Arkadien – Sammlereditionen

Seite aus der SammlerEdition II
© Markus Lüpertz. VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

 

Markus Lüpertz, Arkadien.
SammlerEdition II und III.
Von Markus Lüpertz signiert, limitiert auf je 19 Exx. Hirmer Verlag, München 2016.

 

Markus Lüpertz ist nicht nur Maler, sondern verfasst auch Gedichte und veröffentlicht Tagebuchbände. Außerdem gibt er die Zeitschrift für kursives Denken mit dem Titel Frau und Hund heraus.

 

Der Münchner Hirmer Verlag publiziert nach der ersten – schnell vergriffenen – SammlerEdition nun noch zwei weitere dieser sehr bibliophilen Bücher. Die Verlagsbeschreibung:
»Et in Arcadia ego« – unter diesem Sehnsuchtsmotto haben Künstler seit Jahrhunderten Idyllen des Einklangs von Mensch und Natur geschaffen. Auch Markus Lüpertz begibt sich seit Jahrzehnten auf die Suche. Der Band spiegelt seine Auseinandersetzung mit der Antike in eindringlichen Formulierungen und kraftvollen Zeichnungen.


Jede der beiden Editionen hat acht in das Buch eingebundene, mehrfarbige nicht signierte Originallithografien, gedruckt auf Zerkall Alt Bern 150 g/qm, sowie eine in das Buch eingelegte, signierte und nummerierte Originallithografie, gedruckt auf Zerkall Alt Bern 150 g/qm. Die Bücher sind  limitiert auf nur 19 Exemplare, signiert und nummeriert.



Markus Lüpertz
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016 

 

www.hirmerverlag.de

 

 

Jun
08

Magnum – Große Radrennen im Visier berühmter Magnum-Fotografen

© 2016 Robert Capa/Magnum Photos
Aus: Magnum. Große Radrennen im Visier berühmter Magnum-Fotografen,
Sieveking Verlag 2016

 

 

Magnum. Große Radrennen im Visier berühmter Magnum-Fotografen.
224 Seiten mit ca. 200 Abbildungen, Sieveking Verlag 2016, 49,90 Euro (D).

 

 

Robert Capa war vor dem Zweiten Weltkrieg noch kein bekannter Photograph. Im Dezember 1938 veröffentlichte das britische Wochenmagazin Picture Post eine Reportage vom spanischen Bürgerkrieg mit 26 Photos des Photoreporters und untertitelte: »Der größte Kriegsfotograf der Welt.«


Das war Capa zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht. Aber der Artikel in dieser auflagenstarken Zeitschrift verhalf ihm dazu, tatsächlich sehr erfolgreich zu werden. So schickte ihn die Zeitschrift Match anschließend nach Frankreich, um die Tour de France photographisch zu dokumentieren.

 

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Mai
30

Harry Graf Kessler – Flaneur durch die Moderne – Katalog

Das Katalogbuch zur Ausstellung im Liebermann Haus
© Nicolai Verlag 2016

 

 

Harry Graf Kessler – Flaneur durch die Moderne.
Katalog zur Ausstellung im Liebermann Haus.
248 Seiten mit 48 Abbildungen, gebunden in Halbleinen, Nicolai Verlag 2016, 24,95 Euro.

 

 

»Er ist wieder da«, schreibt Christoph Stölzl im Ausstellungs-Katalog der feinen kleinen Kabinett-Ausstellung Harry Graf Kessler – Flaneur durch die Moderne im Liebermann-Haus am Pariser Platz im Zentrum Berlins. Dass der adlige Mäzen, Kunst-Sammler, Verleger, Museumsdirektor und was er noch alles war, nun »zurückgekehrt« ist, wie Stölzl, Kurator der Schau behauptet, ist natürlich nicht wahr. Aber es ist ein schönes Bild.

 

Denn hier am Brandenburger Tor waren viele der wichtigsten Wirkungsorte Kesslers. Im Wohnhaus der Liebermanns fand er den ersten Ansprechpartner für Fragen der Kunst, Qualität und Ästhetik, nachdem er nach Berlin gekommen war. Und mit dem Maler Max Liebermann war er sich in vielen Ansichten einig.

 

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