Jun
18

Claire Waldoff – Erinnerungen

Claire Waldoffs Erinnerungen sind wieder erschienen im L.S.D. Verlag
© L.S.D. Verlag/ Karl Lagerfeld 2013

 

 

Claire Waldoff, Weeste noch…! Aus meinen Erinnerungen.
L.S.D. Verlag, Göttingen 2013, 192 Seiten, gebunden in Leinen mit einer Titelvignette von Karl Lagerfeld, 18 Euro.

 

»Als ich geboren wurde – ein rothaariger Schreihals – fühlte sich der Vater so stark und stolz, daß er in feuchtfröhlicher Laune einen Ringkampf mit einem Nachbarn wagte«, erzählt die berühmte Kabarettistin Claire Waldoff in ihren Erinnerungen. Woraufhin »der neugebackene Vater mit einem gebrochenen Bein auf einem Tisch zur Mutter ans Bett gebracht« wurde.

Diese launischen Erinnerungen von Claire Waldoff (1884 – 1957) waren lange Jahre nicht mehr lieferbar. 1953 zum ersten Mal erschienen, war das Buch ein gesuchtes Liebhaberobjekt. Dem feinen L.S.D. Verlag und wohl der profunden Bildung von Karl Lagerfeld ist es nun zu verdanken, dass es in wohlfeiler Ausstattung wieder vorliegt.

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Jun
14

Camera Work rocks

© Anton Corbijn, Johnny Cash

 

 

100 der bekanntesten Portraits von Rock- und Pop-Musikern präsentiert die Photo-Galerie Camera Work am Berliner Bahnhof Zoo in einer fulminanten Schau.

Sie sind alle vertreten: Richard Avedon, Anton Corbijn, Annie Leibovitz, Gered Mankowitz oder Albert Watson haben mit ihren Photographien mitgestrickt am Image der Stars. Die weltberühmten Musiker wären niemals das, was sie heute sind, ohne diese Aufnahmen.

Die Gruppenausstellung CAMERA WORK rocks ist eine Auswahl der einflussreichsten Photos von über 30 Musikern und Bands, die das kollektive Pop-Gedächtnis prägen. Ob die legendäre Beatles-Serie von Richard Avedon, berühmte Portraits von Johnny Cash oder Tom Waits von Anton Corbijn, eines der bekanntesten Jimi-Hendrix-Porträts von Gered Mankowitz – diese Zusammenstellung ist wahrlich erstklassig und wird so kaum je wieder zu sehen sein. Noch bis zum 17. August 2013.

 

 

© Olaf Heine, Iggy Pop, Miami 2001

 

 

© Steve Schapiro, David Bowie

 

 

Camera Work rocks
Noch bis 17. August 2013.
Kantstr. 149. 10623 Berlin
T +49 (0)30 3100773
info@camerawork.de
www.camerawork.de
www.facebook.com/cameraworkberlin
Di-Sa 11-18 Uhr

CAMERA WORK

Jun
12

Gregory Peck – 10. Todestag

Gregory Peck (1916 – 2003)

 

 

Am 12. Juni 2003 – also vor 10 Jahren – starb der US-amerikanische Filmschauspieler Gregory Peck.

Wir erinnern an den Hollywood-Gentleman, der einmal den Oscar gewann, viermal dafür nominiert war und in über 50 Filmen mitspielte, häufig eine Hauptrolle.

Hier eine schöne Zusammenstellung von Szenen Gregory Pecks:

 




Dank an K.W. für den Hinweis!



 

Jun
12

Cleopatra

Ein weiblicher Mythos: Elisabeth Taylor als Cleopatra

 

 

Am 12. Juni 1963 – also heute vor 50 Jahren – hatte der aufwendige Kostümfilm Cleopatra in den USA Premiere.


Elisabeth Taylor spielte die Cleopatra. Sie wurde vom Publikum geliebt und von den Kritikern zerrissen. Bei den Dreharbeiten turtelte sie mit einem anderen Hauptdarsteller herum: Richard Burton und sie wurden dann das Traumpaar der 1960er Jahre.


Kleopatra VII. lebte von 69 bis 30 vor Christi. Sie war die Geliebte von Julius Cäsar und Gefährtin von Marc Anton. Gebildet, verführerisch – und machtbewusst. Das begründet bis heute ihren ungeheuren Mythos.


Hier der Trailer des Kostümfilms, der vier Oscar erhielt:




Jun
11

Octavio Ocampo – Arte Metarmorfico

© Octavio Ocampo, Siddartha, 2012

 

 

Octavio Ocampo, Arte Metarmorfico. Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, 160 Seiten mit 140 großformatigen Farbabbildungen auf Photopapier. Edition Olms, Zürich 2013, 39,95 Euro.

 

Octavio Ocampo hat das Samenkorn seiner Metamorphischen Kunst vielleicht von der Mutter eingepflanzt bekommen: Um den kleinen Jungen während einer Autofahrt zu beschäftigen, sagte sie ihm damals, er solle zum Himmel schauen und die Wolken beobachten. Octavio tat es. In einer Wolke sah er einen Baum. Eine andere schien für ihn das Auto zu verfolgen.

Heute ist Octavio Ocampo einer der bekanntesten Maler Mexikos. Seine Bilder haben alle eine zweite oder gar dritte Ebene. Schaut man nur einmal kurz auf ein Bild, so sieht man eine liegende Frau, oder das Portrait des US-Präsidenten Jimmy Carter. Lässt der Betrachter das Auge einige Sekunden länger verweilen, so ergibt sich ein Aha-Erlebnis: Der demokratische Präsident besteht nun aus Häusern der amerikanischen Geschichte. Seine Hand aus Lastwagen und Autos. Weiterlesen »

Jun
07

Margherita Versari – Figuren der Zeit in der Dichtung Stefan Georges

Der Augenblick und die Vergänglichkeit bei Stefan George:
Margherita Versaris Studie über die Zeit im Werk des Dichters

 

 

Margherita Versari, Figuren der Zeit in der Dichtung Stefan Georges. Aus dem Italienischen übersetzt von Stephan Oswald. 121 Seiten, Paperback, Verlag Königshausen & Neumann 2013, 19 Euro.

 

Die großen Kirchenväter des dandysme eint neben ihrem Streben nach Formvollendung vor allem eines: Sie suchten mit ihrem Werk und ganzen Sein aus der Zeit herauszutreten, die sie umgab wie die Wellen des Meeres.

Dies haben Charles Baudelaire, Stefan George und Ernst Jünger gemein – bei allen erheblichen Unterschieden ihrer je eigenen Flucht aus der Zeit. George hat sich mit zeitgenössischen Philosophen auseinandergesetzt, so mit Friedrich Nietzsche und Oswald Spengler und wollte dennoch in der Reflexion von historischen Entwicklungen nicht verfangen bleiben. Vielmehr schien bei ihm der rasende technische und wissenschaftliche Fortschritt als Antrieb zu wirken, ein poetisches Gegenbild zu entwickeln. Der Modalität von Zeiterfahrung wollte er eine mythologische Vision entgegenstellen. Er sah das menschliche Leben nicht in historisch-materialistischer Entwicklungslogik eingebettet. George interpretierte das Leben dagegen integriert in einen Zyklus, dessen Plan in den Sternen stehe. Weiterlesen »

Jun
06

Vincent Fournier – Post Natural History

© Vincent Fournier, Carrion Crow  [Memoria Eidética Corvus]
Vogel der Erinnerungen

 

 

Das neueste Projekt des in Paris lebenden Photographen Vincent Fournier zeigt die Ravestijn Galerie in Amsterdam noch bis zum 30. Juni 2013.

Post Natural History ist motiviert durch aktuelle Forschung an Stammzellen und der Möglichkeit, in die Biologie nach freiem Willen einzugreifen. Der 1970 geborene Künstler schuf ein futuristisches Kabinett von Arten.

Nach dem Photographieren von ausgestopften Tieren zeigte Fournier seine Bilder einem Spezialisten für evolutionäre Genetik. Nach den Gesprächen mit dem Forscher stellte er sich vor, wie diese Arten sich weiterentwickeln könnten, um sich an die verändernde Umwelt anzupassen. Weiterlesen »

Jun
05

Robert Doisneau in Amsterdam

Robert Doisneau, Der Kuss am Hôtel de Ville, Paris, 1950
© Atelier Robert Doisneau

 

 

Heute wird viel von Ikonen in der Photographie gesprochen – doch seine Bilder kennt wirklich jeder. Auch wenn nicht jeder weiß, dass die Photos von Robert Doisneau (1912-1994) sind.

Bis zum 1. September 2013 zeigt das Fotomuseum der Niederlande eine große Retrospektive des französischen Photographen. Gezeigt werden 143 Photographien und Dokumente, darunter das so berühmte Bild Der Kuss am Hôtel de Ville von 1950.

Doisneau portraitierte Paris von den 1930er Jahren, der Zeit der großen Wirtschaftskrise, bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Pariser nach dem Ende der Besetzung ein neues Leben begannen.

Robert Doisneaus Photos zieren heute noch immer unzählige Kalender und Poster. Er ist einer der einflussreichsten Photo-Reporter nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa gewesen. 1984 lud ihn die französische Regierung ein, noch einmal die Pariser Vororte zu photographieren.

 

Robert Doisneau, Die Brüder, Paris 1954
© Atelier Robert Doisneau

 

 

Robert Doisneau, Hölle, Paris 1952
© Atelier Robert Doisneau

 

 

 

Nederlands Fotomuseum

Las Palmas building
Wilhelminakade 332
3072 AR Rotterdam
The Netherlands
+31 (0)10 2030405
info@nederlandsfotomuseum.nl

http://www.nederlandsfotomuseum.nl

Tue- Fri 10 a.m.- 5 p.m., Sat & Sun 11a.m.- 5 p.m.

 



Jun
04

Edvard Munch in Oslo

Edvard Munch, Selbstpotrait mit Zigarrette, 1895
National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo
© Munch Museum/Munch-Ellingsen Group/BONO, Oslo 2013
Photo: © Børre Høstland, National Museum

 

 

Mit der größten Ausstellung seiner Bilder, die es jemals gegeben hat, feiert Norwegen den 150. Geburtstag von Edvard Munch.

 

220 Bilder zeigen die National Galerie und das Munch-Museum in Oslo in der gemeinsamen Schau bis zum 13. Oktober 2013. Die National Galerie zeigt Bilder aus der Zeit von 1882 bis 1903 und das Munch- Museum Gemälde von 1904 bis zu Munchs Tod 1944.

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Jun
01

Marek Poźniak – Berlin, London, New York

© Marek Poźniak, New York – Coney Island

 

 

Digitale Photographie und Bildbearbeitung scheinen zunehmend unseren Blick zu bestimmen. Damit einher geht eine Nivellierung individueller Ästhetik: Photoshop lässt aus jedem Menschen eine Barby modellieren.

Marek Poźniak hält dem eine radikal-gestrige Technik entgegen: Seine um 1896 gebaute englische Amateurkamera hat weder eine Entfernungseinstellung noch verschiedene Blenden. Ihr Verschluss lässt die Wahl zwischen Daueröffnung oder Momentbelichtung zu. Das Objektiv stammt aus der Steinzeit der Photographie. Weiterlesen »

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