Mai
06

Fassbinder – JETZT

Rainer Werner Fassbinder und El Hedi ben Salem am Set von Händler der vier Jahreszeiten, 1971
© Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Photo: Peter Gauhe

 

 

 

Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder wäre am 31. Mai 2015 runde 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Deutsche Filmmuseum Frankfurt am Main die Ausstellung Fassbinder – JETZT im Martin-Gropius-Bau Berlin.

 

Die Präsentation will zu einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit einem bedeutenden deutschen Regisseur anregen.

 

Neben der Arbeitsweise des Filmemachers will Fassbinder – JETZT die Kohärenz des filmischen Werks und dessen Einfluss auf die zeitgenössische Kunstproduktion verdeutlichen.

 

Die Präsentation beginnt mit der Gegenüberstellung von Innen und Außen: Schlagzeilen und Texte spiegeln die damalige Rezeption der Persona Fassbinder und seines Werks in der Öffentlichkeit wider. Auf neun Monitoren mit Ausschnitten aus Fernsehinterviews, erläutert Fassbinder sein Filmverständnis. Hierdurch kann der Besucher auch Methoden von Fassbinders Selbstinszenierung nachvollziehen.

 

Originaldokumente und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass gewähren detaillierte Einblicke in das Lebensumfeld und die Projekte des Regisseurs. Gezeigt werden daneben Notizen, Briefe, Kalkulationen, Skripte, Drehbücher und –pläne.

 

 

Rainer Werner Fassbinder: Die bitteren Tränen der Petra von Kant, 1972
© Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin

 

 

 

Fontane Effie Briest, 1972-74
Arbeitsphoto Hanna Schygulla und Kostümbildnerin Barbara Baum
© Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main, Photo: Peter Gauhe

 

 

 

Fassbinder – JETZT
6. Mai bis 23. August 2015
Berliner Festspiele
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Tel. (030) 25 48 6-0
Öffnungszeiten: Mi-Mo 10.00-19.00 Uhr

Apr
27

Vogue Special Karl Lagerfeld – Modemethode

Das Vogue Special zur Ausstellung zeigt das Netztwerk des Karl Lagerfeld
© Condé Nast Verlag 2015

 

 

Karl Lagerfeld – Modemethode.
Vogue Special in Zusammenarbeit mit dem Steidl Verlag.
Katalog zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn. Beilage zur deutschen Vogue Mai 2015. 8,- Euro.

 

 

Karl Lagerfeld – Modemethode heißt eine Ausstellung über den Modemacher Karl Lagerfeld in der Bundeskunsthalle Bonn. Doch der ist viel mehr als reiner Modemacher. Ein Vogue Special ist der Mai-Ausgabe der deutschen Vogue beigelegt: der Katalog zur Schau.

 


Dieses Sonderheft hat es wahrlich in sich. Interviews mit Lagerfelds engsten Weggefährten zeigen, wer dieser Arbiter elegentiarum wirklich ist. Karl Lagerfeld ist Ästhet, Sammler und eine Art artifiziell-kulturhistorischer Katalysator, der das Beste aus der Vergangenheit nicht nur für die Gegenwart aufnimmt, sondern für eine aktuelle Formensprache adaptiert. Das macht Lagerfeld nicht nur mit der Mode für seine eigenen Marken namens Lagerfeld und neuerdings in den hippen Karl-Stores. Das Arbeitstier tut es auch seit vielen Jahren für Fendi, und er tat es eine Zeit lang für Chloé. Das Traditionshaus Chanel hat er mit seiner Genialität des Bewahrens und Erneuerns tatsächlich reanimiert.

 

 

Das Vogue Special interviewt Gerhard Steidl, Lagerfelds Verleger. Lagerfelds Verleger ist wieder so ein Wort, das nicht ausreicht, den Tatbestand zu bezeichnen. Denn Steidl ist wie Lagerfeld biblioman, das heißt vom Machen schöner Bücher besessen. Gerhard Steidl sagt in dem Gespräch: »Ein Buch, auf dem ‚Steidl‘ steht, wurde immer komplett in Göttingen, Düstere Straße 4 gemacht.« Beide lernten sich in den 1990er Jahren kennen, als Lagerfeld, seit dieser Zeit auch leidenschaftlicher Photograph, mit der Produktion seines ersten Photobuches nicht zufrieden war. Steidl bewies dem Perfektionisten, dass es auch anders, nämlich besser geht. Seitdem druckt und produziert der Göttinger nicht nur Lagerfelds eigene Bücher, sondern auch die Kataloge von Chanel und Fendi nebst den Einladungskarten zu den Modeschauen. Zusammen gründeten sie das Imprint L.S.D. Verlag. Hier kann sich Lagerfeld als Cheflektor austoben und eigene Entdeckungen veröffentlichen.

 

 

Dieses Vogue-Special ist allen kulturell Interessierten wärmstens ans Herz zu legen. Zeigt es doch ein Netzwerk von herausragenden Fachleuten, die jeder an seiner Stelle – ohne falsche Geziertheit oder ein zur Schau getragenes Ego  – seinen Job einfach nur exzellent machen. Da ist der Papierhersteller Florian Kohler, der die 1829 von einem Lumpensammler gegründete Firma Gmund führt. Seitdem produziert das Familienunternehmen eines der weltweit besten Papiere. Da ist der bereits genannte Gerhard Steidl, der weltweit die besten Kunst- und vor allem Photobücher macht und einige andere, die am Gesamtkunstwerk Karl Lagerfeld so ihren Anteil haben.

 

 

Dies Heft gibt einen guten Einblick in das genialische Unternehmen Karl Lagerfeld, das eben weit mehr ist, als ‚Mode‘.

 

 

Zum Schluss in diesem dandyesken Vogue Special bedankt sich der Modemacher, Buchgestalter, Designer, Photograph, Katzennarr, Biblioman &C.  &C. Karl Lagerfeld bei seinen Weggefährten.

 

 

 

Apr
25

Russell James – Angels

© Russell James, Erin Brim Hat, New York, 2012

 

 

 

Die Photo-Galerie Camera Work am Berliner Zoo zeigt ab heute die Ausstellung Angels von  Russell  James. Die Einzelausstellung in dem schönen ruhige Hof inmitten des pulsierenden westlichen Berlin zeigt teils noch nicht ausgestellte Akt-  und Porträtphotographien von Models wie Alessandra Ambrosio, Gisele  Bündchen, Heidi Klum, Karolína Kurková, Adriana Lima und Candice Swanepoel.

 

 

Das gleichnamige Photo-Buch mit den ästhetischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen ist bei teNeues erschienen.

 

 

Russell  James  zählt  zu  den  weltweit  renommiertesten  Mode-  und  Celebrity-Photographen.  Seine Photographien erscheinen in Zeitschriften wie Vogue, W, American Photo oder GQ. Der 1962  geborene  Australier war zuvor Polizist in einer  Spezialeinheit und Photomodel.

 

 

 

© Russell James, Abbey Lee,
Angels Cover, New York, 2010

 

 

 

© Russell James, Doutzen Kroes, Miami, 2014

 

 

 

Ausstellung vom 25. April bis 6. Juni 2015

CAMERA WORK ⋅ Kantstraße 149 ⋅ 10623 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag ⋅ 11–18 Uhr




Apr
22

Sebastião Salgado – Genesis

Sebastião Salgado: Elephants are hunted by poachers in Zambia,
so they are scared of humans and vehicles.
When they see an approaching car, they usually run quickly into the bush.

Kafue National Park. Zambia. 2010.
© Sebastião Salgado /Amazonas images

 

 

 

Die Photo-Stiftung C/O Berlin präsentiert den französisch-brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Erstmals wendet der Photograph sich von den Menschen ab und widmet sich der unberührten Natur.

 

Genesis will er verstanden wissen als bewusste Anklage gegen den immer weiter fortschreitenden Raubbau an der noch intakten Natur. Archaische Vulkanlandschaften, arktische Eismassen, mäandernde Fluss-Canyons, nebelumhüllte Gebirgsketten, archaische Regenwälder und endlose Sanddünen – Genesis ist eine visuelle Hommage an den blauen Planeten.

 

46 Prozent der Landmasse auf der Erde sind immer noch so unberührt wie am Tag der Schöpfung und haben sich in der Erdgeschichte bisher kaum verändert. Innerhalb von acht Jahren hat Sebastião Salgado 32 Reisen in diese Gebiete unternommen – in kleinen Propellerflugzeugen, zu Fuß, mit dem Schiff, im Faltkanu und im Fesselballon. Er war unterwegs in klimatischen Extremen und unwegsamen Gebieten fernab jeglicher Zivilisation.

 

Zum ersten Mal in Deutschland präsentiert C/O Berlin Sebastião Salgados Zyklus mit 245 Fotografien.

 

 

Sebastião Salgado . Genesis

Ausstellung bis 16. August 2015

Öffnungszeiten täglich 11 bis 20 Uhr
Eintritt 10 Euro. Ermäßigt 5 Euro.

Ort C/O Berlin. Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24. 10623 Berlin
www.co-berlin.org

 

 

Apr
18

Wim Wenders’ Photographien in Düsseldorf

Wim Wenders, Lounge Painting # 1, Gila Bend, Arizona, 1983
© Wim Wenders / Courtesy Blain | Southern

 

 

Wim Wenders – 4 REAL & TRUE 2
Landschaften. Photographien.

 

 

Anlässlich des 70. Geburtstages von Wim Wenders zeigt das Museum Kunstpalast in Kooperation mit Wenders Images und der Wim Wenders Stiftung eine Auswahl von 80 großformatigen Photographien. Sie entstanden alle analog, ohne Kunstlichtund und ohne Stativ.

 

Das Spektrum reicht von den frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen über die monumentalen Landschaftspanoramen bis hin zu erst im vergangenen Jahr entstandenen Photographien.

 

Die Photos entstanden beim Umherstreifen – häufig in Vorbereitung auf einen Film.

 

Wim Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren und ist vor allem bekannt durch seine brillanten Filme wie Der Himmel über Berlin. Daneben schafft der Künstler auch ein Photographisches Werk. Es sind Aufnahmen von Orten, die Geschichten erzählen.

 

Das Buch Places, strange and quiet mit Photographien von Wim Wenders erschien bei Hatje Cantz.

 

 

18. April bis 16. August 2015

Museum Kunstpalast

Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf
+49 (0)211-566 42 100
info@smkp.de
www.smkp.de
Di-So 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr Museum Kunstpalast

 

Apr
14

Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine

© Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine – herausgegeben von Ralf Frenzel.
CHÂTEAU CANTENAC BROWN © 2015 Tre Torri Verlag GmbH, Photo © Johannes Grau für FINE Das Weinmagazin

 

 

Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine. Herausgegeben von Ralf Frenzel, 224 Seiten mit 200 Farbphotographien, gebunden mit Schutzumschlag, teNeues 2015, 59,90 Euro (D).

 

 

Wer Bordeaux sagt, meint selten die Universitätsstadt im Südwesten Frankreichs. Meist ist damit das berühmteste Weinbaugebiet der Welt gemeint. Ein großformatiger Bildband präsentiert die bekanntesten Châteaux, ihre Weine und nicht zuletzt deren Erzeuger.

 


Bordeaux – Legendäre Châteaux und ihre Weine ist ein Schatzbuch für Rotwein-Liebhaber. Der Bordeaux gilt bei Rotweinen als der weltweit berühmteste. Er zeichnet sich aus durch seine Trockenheit und Langlebigkeit. Qualität ist sein weiteres Merkmal, was der Verbraucher daran merkt, dass eine Flasche Bordeaux, die er für unter fünf Euro im Supermarkt zu kaufen bekommt, meist nicht trinkbar ist.

 

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Apr
08

Ernst Jünger – Die Schere

Der letzte Essay: Ein philosophisches Sprachkunstwerk
© Klett-Cotta 2015

 

 

 

Ernst Jünger, Die Schere.
Mit Adnoten von Detlev Schöttker. Paperback, 193 Seiten, Klett-Cotta 2015, 14,95 Euro (D).

 

 

Ernst Jüngers letzter Essay Die Schere von 1990 hat heute – 25 Jahre später – noch an Sprengkraft gewonnen. Klett-Cotta bringt das Buch zusammen mit den später erschienenen Ergänzungen im Rahmen der Taschenbuch-Ausgabe des Werkes.

 


»Jedermann«, schreibt Jünger, »ist auch der Autor seines eigenen Lebenslaufes, sein Autobiograph. Er ist sein Romancier und ist sich dieser Aufgabe bewußt. Daraus erklärt sich, daß fast jeder einen Roman zu schreiben zum mindesten einmal begonnen hat.« Dieser Beginn der Sentenz Nr. 3 von insgesamt 284 (plus der Ergänzungen) könnte als Motto spirituell über dem gesamten Text stehen. Der Autor, der fünf Jahre nach Erscheinen seinen hundertsten Geburtstag beging, fasst zusammen, schließt die Kreise bisheriger Argumentationen und Ausführungen.

 

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Apr
01

Fritz J. Raddatz – Jahre mit Ledig

Der fulminante Schluss:
Kurz nach Raddatz’ Freitod publizierte Rowohlt das Erinnerungsbuch
© Rowohlt Verlag 2015

 

 

 

Fritz J. Raddatz, Jahre mit Ledig.
Eine Erinnerung.
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015, 159 Seiten, geb. in Leinen, Leseband, 16,95 Euro (D).

 

 

Fritz J. Raddatz beendet sein Gesamtkunstwerk namens Leben mit einem Erinnerungsbuch an seinen langjährigen Verleger und Seelen-Freund Heinrich Maria Ledig-Rowohlt. Jahre mit Ledig – Ein Erinnerungsbuch ist dabei viel mehr als das. Es ist deutsche Nachkriegsgeschichte, die emphatisch erzählte Geschichte zweier Männer, deren Freundschaft durch viele Umstände grausam scheiterte. Und es ist – ein wahrhaft grandioses Büchlein.

 


Wie kann man ein Buch, ein Leben mehr adeln als durch einen bewusst gewählten Freitod? Das meint nicht eine effekthascherische Marketing-Handlung, sondern die essenzielle, die letztgültige Tat. Das muss man heute leider wohl dazusagen. Unweigerlich muss man an zwei Bücher denken, die auch noch nicht so furchtbar als sind, jedoch vergessen scheinen. 1976 veröffentlichte Jean Améry sein ungeheures Buch Hand an sich legen – Diskurs über den Freitod. Sein späterer Suizid lässt den Leser noch stärker erschauern, wenn er nur die erste Kapitelüberschrift liest: Vor dem Absprung. 1988 dann Hermann Burgers Tractatus logico-suicidales, das genauso eine Logik aufbaut, die keinen anderen Entschluss mehr zulässt.

 

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Mrz
30

Beau Brummell – 175. Todestag

Beau Brummell. Portrait von Dighton, 1805

 

 

 

Wir erinnern an den Ur-Dandy, Beau Brummell, zu dessen 175. Todestag am 30. März 1840 in Caen.

 

 

 

 

1. Der Dandy ist ein Sozialtypus, wie es auch andere gibt: den Bohème, den Flaneur und den Snob beispielsweise. Dem Dandy näher ist der Punk als der Playboy. Denn im Gegensatz zu dem Frauenvernascher, der keinerlei Geist benötigt, ist auch Punk zu sein eine Lebenseinstellung. Diese wird nach außen kundgetan durch die zerrissene und schwarze Kleidung. Sie entspringt kultur-historisch dem britischen Zwang, Schuluniform zu tragen.

 

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Mrz
27

Karl Lagerfeld. Modemethode

CHANEL Ready-to-Wear
Frühling/Sommer 2011
Photo © Karl Lagerfeld

 

 

 

Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt vom 28. März 2015 an die Ausstellung Karl Lagerfeld. Modemethode.

Die Schau beschränkt sich auf Karl Lagerfeld als Modemacher, ist der Arbietr elegantiarum doch viel mehr als das: Photograph, Verleger, Buchgestalter, Designer, Provokateur…. Seit nunmehr 60 Jahren prägt er mit seiner Mode den Stil der Zeit maßgeblich mit. Ob in Haute couture und Prêt-à-porter für die Luxusmodehäuser Balmain, Patou, Fendi, Chloé, Karl Lagerfeld und Chanel oder der erschwinglichen Kollektion der Marke H&M – stets sind seine Entwürfe von klassischer Eleganz, die er in ihrem Geiste erneuert und an den jeweiligen Zeitgeist anpasst.

Die Ausstellung geht bis zum 13. September 2015.

 

 

CHANEL Studio Chanel
Pre-Collection
Frühling/Sommer 2012
Zeichnung © Karl Lagerfeld

 

 

 

Skizze von Karl Lagerfeld für FENDI
Frühling/Sommer 2012
Courtesy Fendi Archives, © Fendi Archives

 

 

 

 

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

Information
T +49 228 9171–200
F +49 228 234154

 

 

 

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