Nov
26

Robert Frank – Books and Films

Katalog zur Ausstellung
© Steidl Verlag/ Süddeutsche Zeitung 2014

 

 

 

Robert Frank – Books and Films
Ausstellung in der Akademie der Bildenden Künste München, Foyer
noch bis zum 21. Dezember 2014
Katalog im Steidl Verlag/ Süddeutsche Zeitung

 

 

Die Akademie der Bildenden Künste München zeigt den US-amerikanischen Photographen Robert Frank auf eine ungewöhnliche Weise: In der Eingangshalle hängt sein Gesamtwerk (!) auf Zeitungspapier. Gerhard Steidl hatte eine grandiose Idee für den passenden Katalog.



Die Eingangshalle der Münchner Akademie der Bildenden Künste ist an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Es gibt keine Türkontrollen, kein Wachpersonal, keine Alarmanlage. Dafür viel Licht, hohe Räume und viele Studenten, die diesen Durchgangsbereich stundenlang frequentieren. Der ideale Ort – so dachten die Ausstellungsmacher –  um die teuersten Photos der Welt zu zeigen.

 

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Nov
23

Martin Schoeller – Portraits

© Martin Schoeller, Sean Combs Painting, 2010

 

 

 

Martin Schoeller – Portraits
Ausstellung in der CWC Gallery, Berlin-Mitte.
Buch bei teNeues, ca. 250 Seiten mit ca. 150 Photos, 98 Euro.

 

 

Die CWC Gallery in Berlin-Mitte präsentiert Portraits von dem seit 22 Jahren in den USA lebenden Photographen Martin Schoeller. Dem Deutschen gelingt es, die Portrait-Photographie ins 21. Jahrhundert zu transformieren.  Zugleich erscheint im teNeues Verlag ein Buch mit herausragenden Photos von US-Prominenten.

 


Martin Schoeller photographiert im 21. Jahrhundert. Das heißt, er erweitert den Rahmen dieser Kunstart und portraitiert Steve Carell mit einem mit Tesafilm verklebten und dadurch veränderten Gesicht. Dazu gehört Mut. Mut vom Photographen und vor allem vom Portraitierten. Der absolute Star bei der Vernissage war das Portrait eines geschminkten Micheal Douglas, in dem sowohl die Reifheit des Schauspielers wie auch dessen Schicksalsschläge der vergangenen Jahre ihre Spuren zeigen. Das Photo wurde am Eröffnungsabend gleich mehrmals verkauft.

 

 

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Nov
18

Donata Wenders

© Donata Wenders, The Sower, Naoshima 2005
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

 

Donata Wenders brach vor beinahe zehn Jahren mit ihrem Mann Wim Wenders nach Japan auf. Für eine Ausstellung in den Tokioer Omotesando Hills wollten sie das Gleiche sehen aber auf ihre je eigene Weise darstellen. Donata Wanders konzentrierte sich auf die scheinbaren Kleinigkeiten – in denen sich jedoch die Wahrheit des Lebens vielleicht am eindrücklichsten zeigt.

 

 

Ihre Serie Journey to Onomichi zeigt Details, Ausschnitte, ruhige Momente, die beim Betrachter eine geradezu kontemplative Aura erzeugen. Die renommierte Photo-Gallerie Johanna Breede zeigt in einer herausragenden Ausstellung daneben elf kleinformatige Silbergelatinedrucke aus der Serie In the Snow, die 2010 im Allgäu entstand.

 

 

Die kleine, sehr feine Ausstellung von Werken, »die die Welt re-poetisieren helfen« (Ralf Hanselle) läuft noch bis zum 17. Januar 2015.

 

 

 

© Donata Wenders, In the snow III, Allgäu 2010
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

 

Johanna Breede PHOTOKUNST

Fasanenstr. 69, 10719 Berlin
T +49 (0)30-889 13 590
kunsthandel@breede.de
www.johanna-breede.com
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr
Johanna Breede PHOTOKUNST

 

Nov
17

Degas – Klassik und Experiment

Edgar Degas, Das Baumwollkontor in New Orleans, 1873
© Musée des Beaux-Arts de Pau, Foto: Jean Christophe Poumeyrol

 

 

 

Degas – Klassik und Experiment
Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 8. November 2014 – 1. Februar 2015
Katalog im Hirmer Verlag, 300 Seiten, 339 Abbildungen in Farbe
24 × 30 cm, gebunden, 45 Euro (D).

 

 

Edgar Degas (1834-1917) gilt als einer der bedeutendsten Impressionisten. Eine große Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe will nun dieser Sichtweise entgegenwirken und den Pariser in der Opposition zu den Impressionisten verstanden wissen.

 


Unter dem Titel Edgar Degas – Klassik und Experiment zeigt das renommierte Museum neben den sieben eigenen Bildwerken 120 hochkarätige Leihgaben aus der ganzen Welt. Darunter sind essenzielle Hauptwerke Degas‘ wie auch Studien, Zeichnungen und Pastelle. Ergänzt wird die umfassende Werkschau durch Werke berühmter Zeitgenossen und von Vorbildern, durch die sich der Künstler sein Leben lang inspirieren ließ: Rembrandt, Ingres, Manet, Gaugin, Cézanne.

 

 

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Nov
06

Till Brönner – Faces of Talent

Markus Lüpertz
Photo: © 2014 Till Brönner. All rights reserved.

 

 

 

Till Brönner, Faces of Talent.
Gebunden mit Schutzumschlag, 208 Seiten, ca. 120 Duplex-Photographien auf auf Photopapier, teNeues Verlag 2014, 98 Euro.

 

 

Till Brönner ist einer der bekanntesten Musiker Deutschlands – vielleicht der Jazz-Musiker, dessen Namen die meisten kennen. Aber wussten Sie, dass er auch photographiert? Ein riesiger Photoband zeigt nun erstmals in Buchform eine Auswahl aus seinen Schwarz-Weiß-Portraits.

 


Zum Photographieren kam Brönner durch etwas, was gemeinhin als Zufall bezeichnet wird. Im Jahr 1999 traf er den Regisseur Julian Benedikt. Daraus entstand die Zusammenarbeit bei Benedikts Dokumentarfilm Jazz Seen über das Leben und Wirken des Photographen William Claxton, zu dem Brönner die Musik beisteuerte. Dem inzwischen verstorbenen Claxton gefiel die Musik so gut, dass er Kontakt zu dem deutschen Komponisten aufnahm und ihn letztlich portraitierte.

 

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Okt
30

Pücklers Parklandschaften

Schloss Muskau, Radierung, um 1850.
Abbildung aus dem Buch

 

 

 

Dino Heicker, Pücklers Parklandschaften.
Spaziergänge in Muskau, Branitz und Babelsberg.
121 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Plänen, Deutscher Kunstverlag 2014, 14,90 Euro.

 

 

Deutschland ist nicht reich an Dandys. In der deutschen Geschichte mangelt es am Königlichen Hof, wo sich ein verschwenderisch-opulentes Leben entwickeln konnte. Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau (1785-1871) ist einer der wenigen deutschen Dandys. Ein Führer lädt ein, die von ihm maßgeblich gestalteten Parks zu besuchen.

 


Fürst Pückler, wie der Adlige heute kurz genannt wird, ist mittlerweile anerkannt als Park-Gestalter von Rang. Jahre bevor Lenné sich in England von der dortigen Landschaftsarchitektur inspirieren ließ, war der Branitzer Fürst dort und sah, wie er seine Besitztümer sehen wollte: Fest vorgegebene Wege, die zu verschiedenen Punkten führen. Sichtachsen, Aussichtspunkte. Die Natur sollte zum Kunstwerk gestaltet werden. Er studierte die wenigen bedeutenden Bücher der damals einflussreichen englischen Landschaftsgestalter und suchte, Mitstreiter zu infizieren.

 

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Okt
27

Wilhelm Rosenkranz – Ernst Jünger

Wilhelm Rosenkranz, Ernst Jünger bei der Subtilen Jagd
© Sammlung Baumert

 

 

 

Wilhelm Rosenkranz, Die andere Seite.
Begegnungen mit Ernst Jünger in Kirchhorst. Hrsg.von Thomas Baumert, Eisenhut Verlag, Hagen-Berchum 2014, 114 Seiten, 12,90 Euro.

 

 

Es gibt keine Zufälle. In einem Antiquariat in Norddeutschland findet der Ernst Jünger-Leser und Bücher-Sammler Thomas Baumert einige Vorzugsausgaben Jüngers und den dazugehörigen Nachlass von Wilhelm Rosenkranz, einem passionierten Jünger-Leser. Dies ermöglichte ein nun erschienenes kleines Büchlein über die Beziehung von Jünger und Rosenkranz.



Wilhelm Rosenkranz, Jahrgang 1901, arbeitete über viele Jahre in einer leitenden Position bei den Leunawerken. Als passionierter Leser von Ernst Jünger nahm er kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zu dem von ihm verehrten Schriftsteller Kontakt auf. Das erste Treffen zwischen Dichter und Bewunderer fand am 30. Dezember 1944 in Kirchhorst bei Hannover, zu Hause bei den Jüngers, statt.

 

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Okt
20

Luxury Toys for Men

Custom Safes von Dötling
© Luxury Toys for Men – The Ultimate Collection, published by teNeues
Photo © by Dino Eisele/courtesy of Dötling GmbH

 

 


Luxury Toys for Men. The Ultimate Collection.
304 Seiten mit zahlreichen Photographien, ca. 30 x 38 cm, teNeues Verlag 2014, 98 Euro.

 

Es gibt Dinge von Schönheit, Perfektion und Luxus, von deren Existenz Sie nichts wissen. Vielleicht noch nicht einmal ahnen. Der opulente Bildband Luxury Toys For Men präsentiert solche Sachen: Automobile, Yachten, Uhren – aber auch Dienstleistungen, die wirklich vom Feinsten sind.

 

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Okt
16

Oscar Wilde – 160. Geburtstag

Oscar Wilde (16. Oktober 1854 – 30. November 1900)

 

 

 

Heute jährt sich der Geburtstag von Oscar Wilde zum 160. Mal. Der Ire wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren und starb am 30. November 1900 in Paris.

 

Oscar Wilde schrieb den wohl meist gedruckten Roman überhaupt: The Picture of Dorian Gray.  Dabei schrieb er vor allem Theaterstücke und war ein Erzähler von Gnaden. Der große Dandy zelebrierte sein Leben und starb verarmt und einsam in einem billigen Hotel in Paris. Das Haus beherbergt heute ein Luxus-Hotel und erinnert im Eingangsbereich liebevoll an den Dichter.

Auf unserer Seite finden sich viele Artikel über Wilde, seine Stücke und Bücher.

 

 

Okt
12

Bashing vom Feinsten

Die ultimative Vollverarsche für einen noch amtierenden Ministerpräsidenten
© Deutsche Münze

 

 

 

Die Staatliche Münze Berlin, die Ausgabestelle der Bundesrepublik Deutschland für die offiziellen Hartgeld-Münzen und Gedenkmünzen bringt in der nächsten Woche eine neue Gedenkmünze heraus. Bereits die Ankündigung war an Süffisanz nicht zu übertreffen:

 

Die Münze enthält nicht nur Zitate des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, die wohl kaum auf eine Gedenkmünze gehören wie: “Berlin ist arm aber sexy.” oder “Ich bin schwul, und das ist auch gut so.” Noch krasser war das Pressefoto der Medaille, das die Behörde am vergangenen Freitag verschickte. Darauf war ein weiteres dubioses Zitat auch noch fehlerhaft: “sparen bis es quitscht” anstatt “bis es quietscht”.

 

Herrlich! Congratulations vom DANDY-CLUB für diese staatliche Anarchie!

 

 

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