Dez
18

Bruce Weber – All American XIV

Die Atmosphäre des Italien der 1960er Jahre:
© All-American XIV – Affairs of the Heart by Bruce Weber.
Photo © Paolo Di Paolo

 

 

Bruce Weber, All American XIV – Affairs of the Heart.
Ca. 200 Seiten mit ca. 200 Abbildungen, Softcover im Schuber, teNeues 2014, 98 Euro (D).

 

 

Bruce Weber, US-Photograph und Filmemacher, publiziert seit nunmehr 13 Jahren seine aufwendige Buchreihe All-American, – ein umfassendes Kompendium des US-Alltages, seiner Künstler, Sportler und vieler, die das Leben schöner, bunter oder interessanter machen. In All-American XIV – Affaires of the Heart zeigt er einen Katalog der Facetten der Liebe.

 


Die neueste Ausgabe der hoch gelobten Buchreihe thematisiert das, was Menschen lieben in vielfältigen Formen. Bruce Weber steuert drei eigene Photo-Stories bei. Eine widmet sich den Tibet-Doggen, einer seltenen und in Europa kaum verbreiteten Hunderasse. Eine photographisch wie journalistisch gelungene Geschichte portraitiert den pensionierten New Yorker Detective William Fischer.

 

 

 

Eine Tibetdogge ruht sich standesgemäß aus:
© All-American XIV – Affairs of the Heart by Bruce Weber.
Photo © Bruce Weber

 

 

 

Überhaupt überzeugen das Gesamt-Konzept der ganzen Buchreihe wie das Niveau der einzelnen Beiträge. Wenn in der 14. Ausgabe Poppy de Villeneuve, die wie Weber selbst Photographin und Filmemacherin ist, nach Harbor Springs zurückkehrt, wo sie einen Teil ihrer Kindheit verbracht hat, dann entsteht eine Story, die ans Herz geht. Die Fülle der einzelnen Geschichten wie deren ungewöhnliche Ausführlichkeit lassen einen das Buch immer wieder zur Hand nehmen, – und sei es, um sich in den schönen Photostrecken zu verlieren.

 

 

Passend zum Inhalt ist die Gestaltung von Band XIV: Auf grobes Papier gedruckt, kommen die Photos bewusst journalistisch daher. Das Papier erinnert an eine Zeitung. Die Handhabung des Bandes wird durch das geringe Gewicht mit der geklebten Bindung erleichtert. Den bibliophilen Touch erhält das Buch durch den hochwertigen und haptisch ansprechenden Schuber.

 

 

Ein weiterer sammelwürdiger Band in dieser außergewöhnlichen Buchreihe, die ein Portfolio außergewöhnlicher Menschen des Landes ist, dessen Kultur immer stärker weltweit kopiert wird.

 

 

Pferdesport hat eine große Tradition an einem College
© All-American XIV – Affairs of the Heart by Bruce Weber.
Photo © Lisa Eisner

 

 

 

 

Journalismus de luxe: Das auf leichtes Papier gedruckte Softcover-Buch kommt in einem robusten Schuber daher.
© All-American XIV – Affairs of the Heart by Bruce Weber.
Photo © Flip Schulte





Dez
15

André Malraux und das imaginäre Museum

Kunstgeschichte spannend erzählt: Walter Grasskamps Studie über ein berühmtes Photo Malraux’
© C.H. Beck Verlag 2014

 

 

 

Walter Grasskamp, André Malraux und das imaginäre Museum
232 Seiten mit 65 Abbildungen, geb. mit Schutzumschlag und Leseband, C.H. Beck Verlag 2014, 29,95 Euro (D)

 

 

Die Etikettierung als Ikonografie wird in der Photographie gerade überstrapaziert. Eine Aufnahme des französischen Schriftstellers und einstmaligen Kultusministers André Malraux könnte diesen Titel wirklich verdienen. Eine lesenswerte Studie von Walter Grasskamp seziert das Photo, seine Bezüge und Geschichte.

 


Am 19.Juni 1954 erschien in Paris Match eine Reportage über den Autoren, Widerstandskämpfer und Aktivisten André Malraux, zu der Maurice Jarnoux Schwarz-Weiß-Aufnahmen beisteuerte. Eines dieser beeindruckenden Bilder sollte fortan Photo-Geschichte schreiben: Der 53jährige Malraux steht inmitten seines Salons, vor einem doppelten Flügel. Scheinbar konzentriert betrachtet er eine Doppelseite aus einem Photo-Buch. Die übrigen Doppelblätter liegen vor ihm sauber aufgereiht auf dem Boden. Malraux, der dandy, ist wie stets exzellent gekleidet, Hat ein bein leicht angewinkelt, was seine Konzentration noch größer erscheinen lässt.

 

 

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Dez
12

Saul Leiter – Retrospektive in Frankfurt

Saul Leiter, Straw Hat, etwa 1955
© Saul Leiter, Courtesy Howard Greenberg Gallery, New York

 

 

 

Das Fotografie Forum Frankfurt präsentiert die grandiose Saul Leiter Retrospektive. Die bedeutende Ausstellung macht nach Hamburg nun Station in Frankfurt am Main.

 

 

Nachdem die Schau in den Hamburger Deichtorhallen für Furore sorgte, gastiert sie nun am Main. Saul Leiter war ein Pionier der Photokunst, weil er der Farbphotographie bereits in den 1960er und 1970er Jahren einen künstlerischen Stellenwert beimaß, als diese noch Naserümpfen erzeugte.

 

 

Der 1923 in Pittsburgh Geborene sah sich früh als Maler an. Das ist auch seinen Photoarbeiten anzumerken, die teilweise großflächig übermalt oder umgestaltet sind. Bei Leiter verschwimmt jedweder Gegensatz von Malerei und Photographie. Begonnen hat Saul Leiter nach dem Zweiten Weltkrieg im künstlerischen Underground Manhattans, der damals tatsächlich noch avantgardistisch war. Er nutzte die Farbphotographie dann konsequent ab den 1970er Jahren für außergewöhnliche Straßenaufnahmen, die auf ganz unabhängige Art von der Urbanität New Yorks sprechen: Unscharfe

 

 

Bewegungen, angeschnittene Personen, die dem Bild nur seine Aura geben. Leiters Straßenphotographie steht wohl vor dem Durchbruch. Sie ist Photographie, intendiert dabei so viele Eigenschaften von Malerei, dass der Betrachter fasziniert ist von der Urbanität des Bildes, die über die Urbanität des abgebildeten Raumes noch hinausweist.

 


 

 

 

Saul Leiter, Harlem, 1960
© Saul Leiter, Courtesy Saul Leiter, Howard Greenberg Gallery, New York

 

 

Der begleitende Katalog erschien im Kehrer Verlag, Heidelberg. Herausgegeben von Ingo Taubhorn und Brigitte Woischnik. Festeinband mit Schutzumschlag, etwa 300 Seiten , 80 Farb- und 40 S/ W-Abbildungen., Deutsch/ Englisch, Euro 49,90.

 

 

Fotografie Forum Frankfurt

T +49 (0)69-291726

contact@fffrankfurt.org
www.fffrankfurt.org

Di-So 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr

FFF Fotografie Forum Frankfurt

 

Dez
02

Botho Strauß zum 70. Geburtstag

Ein großes Buch – so klein: Botho Strauß’ Herkunft
© Hanser Verlag 2014

 

 

 

Der DANDY-CLUB gratuliert Botho Strauß zum 70. Geburtstag.

 

Wir empfehlen sein jüngstes Buch:
Botho Strauß, Herkunft.
96 Seiten, geb. in Leinen mit Prägung. Hanser Verlag 2014, 14,90 Euro.

 

 

Eine kleine Sensation im an Herausragendem nicht armen Bücher-Herbst 2014: Botho Strauß erzählt in Herkunft von seinen Wurzeln: Entstanden ist ein kleines Büchlein voller Liebe zum toten Vater – und ohne eine Illusion, wie stark die Herkunft den Schriftsteller bis heute prägt.


Botho Strauß sollte vor zwanzig Jahren verfemt werden. Sein Essay Anschwellender Bocksgesang führte noch einmal zu den Reflexen der alten Bundesrepublik, deren lauteste Intellektuelle vor allem als ideologisch korrekte Nazi-Jäger wahrgenommen werden wollten.

 

Nun ist alles anders. In den vergangenen Monaten erschienen gleich zwei Anthologien von Botho Strauß, deren Herausgeber mit profunden Texten ihre Affinität zum Werk des Dichters erläutern. Wer als Journalist vom Dramatiker in sein Refugium in die Uckermark eingeladen wird, um von dessen Leben dort zu berichten, ist geadelt.

 

Einfühlsam, in seiner Wortwahl beinahe vorsichtig herantastend, ist es vor allem der Vater, den Botho Strauß mit dessen Habitus schildert. Ein aus dem Ersten Weltkrieg versehrter geradliniger Mann, der äußersten Wert auf Umgangsformen legte und dessen Tagesablauf von Ritualen bestimmt war. Der Vater, Jahrgang 1890, wirkte in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg in Bad Ems derart aus der Zeit gefallen, dass sich der jugendliche Sohn für ihn schämte.

 

Wie schimpflich aber, daß ich mich so genierte, wenn ich ihm mit meinem Kameraden auf dem Schulweg begegnete, wenn er mir entgegenkam auf dem Rückweg von seinem Morgenspaziergang und ich nicht wagte, ihn unbefangen zu grüßen.


So ist Herkunft auch zu lesen als eine späte Entschuldigung und als Dank für all das, was der Schriftsteller dem Vater zu danken hat.

 

Ohne Wertung schildert er die Summe der Gepflogenheiten, die den Tag der Eltern zusammenhielten. Berührend liest sich die Schilderung der Hände des Vaters:

 

Ich kenne sie nicht als Faust, und ich kenne seine zehn Finger nicht tief ineinander gefaltet oder verwunden. Wohl die Fingerspitzen leicht zusammengesteckt, wenn beide Hände über dem Bauch lagen beim Mittagsschlaf – so wie ich sie zum letzten Mal sah, auf dem Totenbett. Die Hand hat mich gestraft und liebkost; sie hat mir die ersten Blumen gewiesen und die erste Zeile im Buch.


In bemerkenswerter Offenheit schildert Botho Strauß, der in wenigen Wochen selbst 70 Jahre alt wird, wie ihn die Kindheitserfahrungen mit zunehmendem Alter umgreifen: Ich verwundere mich, wie diese frühe Prägung nun, da ich längst selbst ins »Alter des Vaters« eintrat, langsam, aber unerbittlich ihre Wirksamkeit entfaltet. An anderer Stelle formuliert Strauß die Einsicht, wie wenig tatsächlich auf unserem eigenen Mist wächst: Man hat im wesentlichen nach Mustern gelebt und nach Mustern sich verbraucht.


Offen auch bekennt sich Strauß zu seiner Misanthropie, die er – im Gegensatz zu sich selbst – beim Vater begründet sah: Begründet in reicher Erfahrung war seine spätere Misanthropie nach einem bewegten Leben, zu dem das meine keinen Vergleich bietet.


Ein stilles, ein leises Buch. In seiner Ehrlichkeit und Melancholie ein Ereignis.




Nov
26

Robert Frank – Books and Films

Katalog zur Ausstellung
© Steidl Verlag/ Süddeutsche Zeitung 2014

 

 

 

Robert Frank – Books and Films
Ausstellung in der Akademie der Bildenden Künste München, Foyer
noch bis zum 21. Dezember 2014
Katalog im Steidl Verlag/ Süddeutsche Zeitung

 

 

Die Akademie der Bildenden Künste München zeigt den US-amerikanischen Photographen Robert Frank auf eine ungewöhnliche Weise: In der Eingangshalle hängt sein Gesamtwerk (!) auf Zeitungspapier. Gerhard Steidl hatte eine grandiose Idee für den passenden Katalog.



Die Eingangshalle der Münchner Akademie der Bildenden Künste ist an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Es gibt keine Türkontrollen, kein Wachpersonal, keine Alarmanlage. Dafür viel Licht, hohe Räume und viele Studenten, die diesen Durchgangsbereich stundenlang frequentieren. Der ideale Ort – so dachten die Ausstellungsmacher –  um die teuersten Photos der Welt zu zeigen.

 

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Nov
23

Martin Schoeller – Portraits

© Martin Schoeller, Sean Combs Painting, 2010

 

 

 

Martin Schoeller – Portraits
Ausstellung in der CWC Gallery, Berlin-Mitte.
Buch bei teNeues, ca. 250 Seiten mit ca. 150 Photos, 98 Euro.

 

 

Die CWC Gallery in Berlin-Mitte präsentiert Portraits von dem seit 22 Jahren in den USA lebenden Photographen Martin Schoeller. Dem Deutschen gelingt es, die Portrait-Photographie ins 21. Jahrhundert zu transformieren.  Zugleich erscheint im teNeues Verlag ein Buch mit herausragenden Photos von US-Prominenten.

 


Martin Schoeller photographiert im 21. Jahrhundert. Das heißt, er erweitert den Rahmen dieser Kunstart und portraitiert Steve Carell mit einem mit Tesafilm verklebten und dadurch veränderten Gesicht. Dazu gehört Mut. Mut vom Photographen und vor allem vom Portraitierten. Der absolute Star bei der Vernissage war das Portrait eines geschminkten Micheal Douglas, in dem sowohl die Reifheit des Schauspielers wie auch dessen Schicksalsschläge der vergangenen Jahre ihre Spuren zeigen. Das Photo wurde am Eröffnungsabend gleich mehrmals verkauft.

 

 

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Nov
18

Donata Wenders

© Donata Wenders, The Sower, Naoshima 2005
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

 

Donata Wenders brach vor beinahe zehn Jahren mit ihrem Mann Wim Wenders nach Japan auf. Für eine Ausstellung in den Tokioer Omotesando Hills wollten sie das Gleiche sehen aber auf ihre je eigene Weise darstellen. Donata Wanders konzentrierte sich auf die scheinbaren Kleinigkeiten – in denen sich jedoch die Wahrheit des Lebens vielleicht am eindrücklichsten zeigt.

 

 

Ihre Serie Journey to Onomichi zeigt Details, Ausschnitte, ruhige Momente, die beim Betrachter eine geradezu kontemplative Aura erzeugen. Die renommierte Photo-Gallerie Johanna Breede zeigt in einer herausragenden Ausstellung daneben elf kleinformatige Silbergelatinedrucke aus der Serie In the Snow, die 2010 im Allgäu entstand.

 

 

Die kleine, sehr feine Ausstellung von Werken, »die die Welt re-poetisieren helfen« (Ralf Hanselle) läuft noch bis zum 17. Januar 2015.

 

 

 

© Donata Wenders, In the snow III, Allgäu 2010
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

 

Johanna Breede PHOTOKUNST

Fasanenstr. 69, 10719 Berlin
T +49 (0)30-889 13 590
kunsthandel@breede.de
www.johanna-breede.com
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr
Johanna Breede PHOTOKUNST

 

Nov
17

Degas – Klassik und Experiment

Edgar Degas, Das Baumwollkontor in New Orleans, 1873
© Musée des Beaux-Arts de Pau, Foto: Jean Christophe Poumeyrol

 

 

 

Degas – Klassik und Experiment
Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 8. November 2014 – 1. Februar 2015
Katalog im Hirmer Verlag, 300 Seiten, 339 Abbildungen in Farbe
24 × 30 cm, gebunden, 45 Euro (D).

 

 

Edgar Degas (1834-1917) gilt als einer der bedeutendsten Impressionisten. Eine große Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe will nun dieser Sichtweise entgegenwirken und den Pariser in der Opposition zu den Impressionisten verstanden wissen.

 


Unter dem Titel Edgar Degas – Klassik und Experiment zeigt das renommierte Museum neben den sieben eigenen Bildwerken 120 hochkarätige Leihgaben aus der ganzen Welt. Darunter sind essenzielle Hauptwerke Degas‘ wie auch Studien, Zeichnungen und Pastelle. Ergänzt wird die umfassende Werkschau durch Werke berühmter Zeitgenossen und von Vorbildern, durch die sich der Künstler sein Leben lang inspirieren ließ: Rembrandt, Ingres, Manet, Gaugin, Cézanne.

 

 

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Nov
06

Till Brönner – Faces of Talent

Markus Lüpertz
Photo: © 2014 Till Brönner. All rights reserved.

 

 

 

Till Brönner, Faces of Talent.
Gebunden mit Schutzumschlag, 208 Seiten, ca. 120 Duplex-Photographien auf auf Photopapier, teNeues Verlag 2014, 98 Euro.

 

 

Till Brönner ist einer der bekanntesten Musiker Deutschlands – vielleicht der Jazz-Musiker, dessen Namen die meisten kennen. Aber wussten Sie, dass er auch photographiert? Ein riesiger Photoband zeigt nun erstmals in Buchform eine Auswahl aus seinen Schwarz-Weiß-Portraits.

 


Zum Photographieren kam Brönner durch etwas, was gemeinhin als Zufall bezeichnet wird. Im Jahr 1999 traf er den Regisseur Julian Benedikt. Daraus entstand die Zusammenarbeit bei Benedikts Dokumentarfilm Jazz Seen über das Leben und Wirken des Photographen William Claxton, zu dem Brönner die Musik beisteuerte. Dem inzwischen verstorbenen Claxton gefiel die Musik so gut, dass er Kontakt zu dem deutschen Komponisten aufnahm und ihn letztlich portraitierte.

 

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Okt
30

Pücklers Parklandschaften

Schloss Muskau, Radierung, um 1850.
Abbildung aus dem Buch

 

 

 

Dino Heicker, Pücklers Parklandschaften.
Spaziergänge in Muskau, Branitz und Babelsberg.
121 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Plänen, Deutscher Kunstverlag 2014, 14,90 Euro.

 

 

Deutschland ist nicht reich an Dandys. In der deutschen Geschichte mangelt es am Königlichen Hof, wo sich ein verschwenderisch-opulentes Leben entwickeln konnte. Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau (1785-1871) ist einer der wenigen deutschen Dandys. Ein Führer lädt ein, die von ihm maßgeblich gestalteten Parks zu besuchen.

 


Fürst Pückler, wie der Adlige heute kurz genannt wird, ist mittlerweile anerkannt als Park-Gestalter von Rang. Jahre bevor Lenné sich in England von der dortigen Landschaftsarchitektur inspirieren ließ, war der Branitzer Fürst dort und sah, wie er seine Besitztümer sehen wollte: Fest vorgegebene Wege, die zu verschiedenen Punkten führen. Sichtachsen, Aussichtspunkte. Die Natur sollte zum Kunstwerk gestaltet werden. Er studierte die wenigen bedeutenden Bücher der damals einflussreichen englischen Landschaftsgestalter und suchte, Mitstreiter zu infizieren.

 

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