Jun
21

Blaise Reutersward

© Blaise Reutersward, AK1505

 

 

 

 

 

Blaise Reutersward
Text von Natalia Goldin Lundh, Gestaltung von Johan Svensson.
Deutsch, Englisch, Russisch.
Hatje Cantz Verlag 2018. 72 Seiten, 30 Abbildungen, Broschur, 30 €.

 

 

 

 

Der Schwede Blaise Reutersward ist der Romantiker unter den europäischen Mode- und Kunst-Photographen. Sein neues Buch präsentiert eine Auswahl der in den vergangenen Jahren entstandenen Werke. Eine Hommage an den Genius Loci des gerade so erschütterten Europa.

 

 

 

Blaise Reutersward photographiert Landschaften, Architektur-Details und Frauen. Dies allerdings auf eine wahrlich ungewöhnliche Weise. Er konzentriert sich auf Details von Gebäuden, die in ihrer Form bewusste Zitate von Hochkulturen wählen. Dann wird der Säulengang noch verschwommen dargestellt, was einen neuen Blick erlaubt.

 

 

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Jun
15

Mario Carnicelli – American Voyage

© Mario Carnicelli, South Pacific Restaurant, 1966

 

 

 

Mario Carnicelli: American Voyage
160 Seiten mit über 150 Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag,
Reel Art Press 2018, 39,95 €.

 

 

 

Mario Carnicelli war im Jahr 1966 ein international völlig unbekannter Dokumentar-Photograph in der Toskana. Bei einem Photo-Wettbewerb gewann er den ersten Preis: eine Reise nach Amerika. Sie gab ihm die Möglichkeit, die für ihn bis dahin völlig fremde Welt photographisch zu dokumentieren.

 

 

Fast 50 Jahre lagen tausende von Negativen von Mario Carnicelli vergessen in irgendwelchen Boxen. Nun – ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung – hat das Publikum die Möglichkeit, sich die Aufnahmen des 1937 geborenen Italieners in einem Buch anzuschauen. Zu verdanken ist dies der David Hill Gallery in New York und dem Verlag Reel Art Press, von dem wir schon so einige äußerst gelungene und kulturgeschichtlich bedeutende Photo-Bücher vorgestellt haben.

 

 

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Jun
11

Serge Ramelli – Los Angeles

Serge Ramelli, Hollywood Hills houses and someone jogging
Photo © 2018 Serge Ramelli. All rights reserved.www.photoserge.com

 

 

 

 

Serge Ramelli: Los Angeles.
176 Seiten, Hardcover
76 Farb- und 4 Schwarz-Weiß-Photographien
Texte in Deutsch, Englisch, Französisch.
teNeues 2018, € 60.

 

 

 

Der französische  Photograph und Filmproduzent Serge Ramelli hat bereits Bildbände über Paris, New York und Venedig herausgegeben. Da er neben der französischen Hauptstadt auch in Los Angeles lebt, war es nur eine Frage der Zeit, dass nun auch ein opulenter Photo-Band über die kalifornische Metropole erscheint.

 

 

 

Serge Ramellis Photo-Bücher über Paris, New York und Venedig haben einen eigenen Stil: Dem Photokünstler geht es weniger um irgendeine Objektivität, – als vielmehr um ein Optimum an Schönheit, Licht und Impression.

 

 

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Jun
07

Nicole Zepter – Der Tag, an dem ich meine Mutter wurde

Der Tag an dem ich meine Mutter wurde von Nicole Zepter

 

 

 

Nicole Zepter:
Der Tag, an dem ich meine Mutter wurde.
Tochtersein zwischen Liebe und Befreiung
240 Seiten, Paperback. Blessing Verlag 2018, 17 €.

 

 

 

Nicole Zepter ist bekannt geworden durch ihren Bestseller Kunst hassen, in dem sie vor fünf Jahren den Kunstbetrieb ironisch aber nicht überheblich auf die Schippe nahm. In ihrem neuen Buch widmet sich die Publizistin bemerkenswert offen sich selbst: Der Tag, an dem ich meine Mutter wurde.

 

 

Nicole Zepters Mutter verliebte sich in ihren Vater, wurde nach kurzer Zeit schwanger und brach die Beziehung zu ihm nach einem guten Jahr ab. Die Tochter wiederholt diese Beziehung »bis ins kleinste Detail«, wie sie in ihrem Buch schreibt. Das lässt die Autorin auf die Spurensuche gehen. Warum wiederholen wir das Leben unserer Eltern?

 

 

Sie spricht mit Psychoanalytikern, Familientherapeuten, Freunden und natürlich mit ihrer Mutter. Mögen die Herangehensweisen der Psychologen auch unterschiedlich sein. Nach all den zitierten Gesprächen mit Fachleuten kommen die Analysen doch alle zum ähnlichen Ergebnis: Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht; das Verhalten, die tief verwurzelten Verhaltensweisen unserer Eltern prägen uns. Und so sind diese auch schon geformt worden. Die wesentlichen Verhaltens- und Einstellungsmuster werden so von Generation zu Generation weitergereicht.

 

 

Die 1976 geborene Autorin macht es sich dabei nicht leicht und scheint wahrhaft bestrebt, den Marionettenfäden, die ihr Leben bestimmt zu haben scheinen, auf die Schliche zu kommen. Auf einer zweiten Ebene durchzieht das Buch das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter. Der Bruch zu ihr kam als Nicole Zepter achtzehn Jahre alt wurde. Da eröffnete ihr die Mutter, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. In dem erwachsen werdenden Mädchen entstanden Gefühle des Verrats und der Lüge. Warum erzählt sie mir das erst jetzt?

 

 

Ein Buch, das nicht nur bewundernswert offen ist. Auch kann sich jede Leserin und jeder Leser wiederfinden. Eine zutiefst berührende und anregende Lektüre – auch und gerade für diejenigen, die sich noch nie mit solchen Themen beschäftigt haben!

 

 

 

 

Apr
25

Klaus Modick – Keyserlings Geheimnis

Lovis Corinth, Eduard von Keyserling, 1901

 

 

 

 

Klaus Modick, Keyserlings Geheimnis. Roman
240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag und Leseband.
Kiepenheuer & Witsch 2018. 20 €.

 

 

 

Klaus Modick führt mit seinem Roman Keyserlings Geheimnis seine Kunstfertigkeit der lebensnahen Schilderungen auf ein neues Tableau. Der Leser wird Glauben gemacht, Modick sei tatsächlich dabei gewesen. – Dabei ist die geschilderte wunde Lücke in des Grafen Biographie fingiert.

 

 

 

Der 1855 auf Schloss Paddern bei Hasenporth in Kurland, heute Lettland, geborene Eduard Graf von Keyserling (1855-1918) war  ein erfolgreicher Schriftsteller und Dramatiker. Er wird dem Impressionismus zugerechnet. Bis vor einigen Jahren befand sich Keyserling nicht im so genannten Kanon – was immer das auch sein mag – der deutschen Literatur. Bis vor einigen Jahren Keyserlings schmales Buch Wellen neu veröffentlicht worden ist. Einige Kritiker sprudelten über vor Lob und hatten beinahe ein schlechtes Gewissen, weil sie den Balten bislang nicht auf ihrem Schirm gehabt hatten. Ein Kritiker der Zeit zog Keyserling gar Fontane vor.

 

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Apr
18

Danny Fields – My Ramones

Die Ramones mit Joeys Bruder Mitchell in London im April 1976
© Danny Fields
aus dem Buch My Ramones, Reel Art Press 2018

 

 

 

 

Danny Fields, My Ramones
176 Seiten mit über 250 Abbildungen,
gebunden, Sprache Englisch.
Reel Art Press 2018, 39,95 €.

 

 

 

Danny Fields hat als Musik-Manager maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Punk gehabt. Sein legendäres Photobuch My Ramones – bislang nur in einer limitierten Sammleredition aufgelegt und lange vergriffen – wurde nun von Reel Art Press neu aufgelegt.

 

 

 

Danny Fields und The Ramones – eine legendäre Zusammenarbeit. Nach seiner eigenen Schilderung sah Danny Fields die Ramones zum ersten Mal bei einem Auftritt 1974 und war nach 15 Sekunden in sie verliebt. Nach dem Konzert ging er zur Band und fragte sie, ob er sie managen dürfe. Die Musiker stimmten zu – unter einer Bedingung: 3.000 Dollar für ein neues Schlagzeug. Der neue Fan Danny flog umgehend zu seiner Mutter nach Florida und bat sie um das Geld: »Ich habe gerade diese Band entdeckt, die ich wirklich liebe«, sagte er zu seiner Mutter. »Sie werden einen lang laufenden Vertrag mit mir unterschreiben, und sie werden mich reich machen.« Mit einem Scheck über 3.000 Dollar flog er zurück nach New York.

 

 

 

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Apr
11

Michael Schindhelm – Walter Spies

Walter Spies mit Gela Forster Archipenko, Bali 1930
© Walter Spies Gesellschaft Deutschland, Köln

 

 

 

Michael Schindhelm, Walter Spies.
Ein exotisches Leben.
240 Seiten mit Abbildungen.
Gebunden mit Schutzumschlag und Leseband.
Hirmer Verlag 2018, € 19,90.

 

 

 

Walter Spies war nicht nur Maler und Musiker. Er war auch Tänzer, Komponist, Unterhalter, großzügiger Gastgeber – und Lebenskünstler. Auf Indonesien, wohin er 1923 auswanderte, wird er noch heute bewundert. Michael Schindhelm schrieb nun – endlich! – die erste deutsche Biographie.

 

 

 

 

Ein außergewöhnliches Leben

Walter Spies wurde 1895 in Moskau als Sohn einer seit mehreren Generationen ansässigen angesehenen Kaufmannsfamilie geboren. Sein Vater war Vizekonsul und Wirtschaftsberater des Deutschen Reiches. Dabei war die Familie sehr musisch. Einmal in der Woche spielten die Eltern vierhändig am Flügel Kammermusik. Seine Schwester wurde später Tänzerin, der Bruder Komponist. Schon als kleines Kind fertigte Walter Zeichnungen an. Als junger Mann pilgerte er regelmäßig in die berühmte Sammlung Schtschukin und bewunderte die naiven Urwald-Darstellungen von Rousseau, die seinen späteren Stil prägen sollten.

 

 

 

Durch den Ersten Weltkrieg wurde die Familie Spies – als Deutsche – in ihrer Heimat zu Feinden. Sie konnte der Internierung durch die Flucht nach Hellerau entkommen. Hellerau war damals eine bei Dresden gelegene Künstlersiedlung. Hier lernte Walter Spies die Maler Oska Kokoschka und Otto Dix kennen. Spies berichtete später, er verbrachte  »viele unvergessliche und lehrsame Stunden mit Oskar Kokoschka, den ich als Mensch ganz ungewöhnlich schätze, der aber zu meinem größten Kummer und Ärgernis meine Malerei niemals recht ernst nehmen wollte! Aber von Otto Dix, dem Merkwürdigen, wurde ich dagegen sehr angespornt.«

 

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Mrz
24

Vincent Peters

© Vincent Peters, Moa I, New York City, 2018

 

 

 

 

Die Berliner Photo-Galerie Camera Work zeigt ab 24. März 2018 eine Einzelausstellung von Vincent Peters. Die etwa 40 großformatige Werke umfassende Schau am Berliner Bahnhof Zoo beinhaltet Photos aus einer Schaffenszeit von über zehn Jahren.

 

 

 

Der 1969 in Bremen geborene Vincent Peters gehört zu führenden deutschen Model- und Akt-Photographen. Bekannt sind seine Portraits von internationalen Models wie Cindy Crawford, Laetitia Casta, Adriana Lima oder und Milla Jovovich. Sein Stil einer zeitlosen Melancholie hat weltweit Verehrer und Sammler gefunden.

 

 

Der schöne Photo-Band Vincent Peters Personal ist erschienen bei teNeues.

 

 

 

Vincent Peters

Ausstellung vom 24. März bis 20. Mai 2018
CAMERA WORK. Kantstraße 149. 10623 Berlin. www.camerawork.de
Öffnungszeiten: Di–Sa 11–18 Uhr. Eintritt frei.

Mrz
23

Irving Penn – Centennial – Der Jahrhundertfotograf

Das Bild wurde aus urheberrechtlichen Gründen nach Ablauf der Frist gelöscht.

 

Irving Penn, Girl with Tobacco on Tongue (Mary Jane Russell),
New York, 1951 © Condé Nast

 

 

 

C/O Berlin feiert den 100. Geburtstag des US-amerikanischen Photokünslers Irving Penn mit einer umfassenden Retrospektive: Irving Penn – Centennial – Der Jahrhundertfotograf präsentiert noch bis zum 1. Juli 2018 rund 240 Exponate. Zentrum der Schau ist die Schenkung von 180 Arbeiten der Irving Penn Foundation an das Metropolitan Museum of Art in New York.

 

 

 

In etwa 70 Schaffensjahren portraitierte Irving Penn (1917–2009) Persönlichkeiten wie Pablo Picasso, Marlene Dietrich und Alfred Hitchcock. Er schuf abstrakte weibliche Akte, exquisite Stillleben und anmutige Studien von Blumen und Zigarettenstummeln, die nun in Berlin zu sehen sind. Letztlich waren es wohl die über 160 Cover für die US-Vogue und andere renommierte Modezeitschriften, die seinen Ruf schufen.

 

 

 

Heute gilt Irving Penn als einer der einflussreichsten Photographen des 20. Jahrhunderts überhaupt. Sein Stil einer streng reduzierten Ästhetik hat weltweit über Jahrzehnte die Sehgewohnheiten der westlichen Welt geprägt. – Ein weiteres grandioses Ausstellungs-Highlight, dass C/O Berlin ans Land ziehen konnte.

 

 

 

C/O Berlin Foundation
Amerika Haus. Hardenbergstrasse 22–24. 10623 Berlin
Tel +49.30.284 44 16-0. info@co-berlin.org . www.co-berlin.org

Mrz
22

Sani – A naturally dazzling resort

© SANI RESORT, www.saniresort.gr,
Photo © Marina Vernicos. All rights reserved.

 

 

 

Sani – A naturally dazzling resort
128 Seiten mit 85 großformatigen Farbphotographien
Text Englisch
teneues Verlag 2018, 50 €.

 

 

 

Sani ist ein über 400 Hektar großes Urlaubs-Idyll im Ägäischen Meer, bei dem die Begriffe Exklusivität, Luxus und Nachhaltigkeit miteinander verschwimmen. Ein Coffee-Table-Book präsentiert dieses Paradies mit wahrlich atemberaubenden Photos.

 

 

Sani ist ein Fünf-Sterne-Resort mit einer Fläche von über 400 Hektar und fünf Hotels im griechischen Chalkidiki. Die familiengeführte Anlage ist so etwas wie ein gelebter Traum – der sich auch auf die Gäste überträgt.

 

 

Denn wahrer Luxus liegt heute nicht mehr in der Grenzenlosigkeit des Materiellen. Wahrer Luxus zeigt sich dann, wenn Nachhaltigkeit, wenn ein bewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen gelebt wird.

 

 

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