Nov
09

Ultimate Toys for Men

EMPERADOR, Imperiali Genève, Cigar Humidifier
Photo © www. imperiali-geneve.com; www.imperiali-geneve.com
© ULTIMATE TOYS FOR MEN by Michael Brunnbauer, published by teNeues, € 79,90, www.teneues.com

 

 

 

 

Michael Brunnbauer:
Ultimate Toys for Men
256 Seiten mit 170 Farbphotographien
Hardcover
Text: Deutsch, Englisch und Französisch.
teNeues 2017, 79,90 €.

 

 

 

Sie kennen einen Mann, der schon alles hat? Oder einen Gentleman und Connaisseur, der Wert legt auf perfekte Garderobe und auch in seiner Freizeitgestaltung seinen Anspruch nicht verlässt? Dann ist das Buch Ultimate Toys for Men das richtige Geschenk.

 

 

 

Natürlich kann Mann auch mit einem gewöhnlichen Sportboot den Sommer genießen. Ästhetischer ist das allerdings mit einer Riva. Diese heute legendären Boote aus Mahagoni wurden in den 1960er Jahren weltberühmt, als Weltstars wie Sean Connery, Brigitte Bardot oder Elizabeth Taylor mit ihnen an der Côte d‘Azur herumfuhren. Bis in die Gegenwart sind diese italienischen Boote ästhetischer Maßstab für Sportboote.

 

 

 

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Nov
01

Henri Focillon – Lob der Hand

Albrecht Dürer (1471-1528), Studie seiner Hände

 

 

 

Henri Focillon: Lob der Hand
Aus dem Französischen von Gritta Baerlocher.
48 Seiten, Leinen,
L.S.D. Verlag, Göttingen 2017, 12,80 €.

 

 

 

Unsere Hände führen alles aus, was wir tun. Dennoch widmet der Mensch fast ausschließlich seine Aufmerksamkeit den Sinnen. Der L.S.D- Verlag bringt nach 65 Jahren erstmals wieder die furiose kleine Schrift von Henri Focillon Lob der Hand.

 

 

 

»Seht, wie die Hände in Freiheit leben, ohne an ihre Funktion zu denken, ohne sie mit einem Geheimnis zu belasten«, schreibt der französisch-amerikanische Kunsthistoriker Henri Focillon in seinem fulminanten Essay über unsere Hände. Er erschien im Original erstmals 1934 und gilt heute als Beispiel für lebendig erzählte Kulturgeschichte wie klares Denken und eine fulminante Sprache.

 

 

 

Unsere Hände seien »beinahe beseelte Wesen«, liest man da und beginnt unwillkürlich sein bisheriges Verhältnis zu diesen beiden so ungeheuer wichtigen Körperteilen zu überdenken. Aber vielmehr ist es eigentlich die bisherige Ignoranz, die nun infrage gestellt wird. Haben wir unseren Händen zuvor die ihnen gebührende Aufmerksamkeit geschenkt?

 

 

 

Focillon lobt die Hände von Rembrandt, Gaugin und van Eyck. Ihre Hände hätten diesen Künstlern ihren Ausdruck verliehen. Zu Gaugin sagt Focillon: »An den Händen zieht ihn sein Schicksal in jene wilden Gegenden, wo noch die unbewegten Schichten der Jahrhunderte lagern, die Bretagne, Ozeanien.«

 

 

 

Unser Hände seinen weder blind noch stumm, schreibt Focillon und erzählt die Geschichte eines viele Jahre Erblindeten, der seine Hände zu einer derartigen Feinheit ausgebildet hat, dass er mit ihnen beinahe die Augen ersetzen konnte: Seine Hände konnten die feinsten Strukturen ertasten, und so war er in der Lage, sogar Gemälde durch Abtasten zu beschreiben.

 

 

 

Henri Focillon wurde 1881 in Dijon geboren und hatte vielschichtige kulturelle Interessen. Ursprünglich beschäftigte er sich ausschließlich mit der Moderne und wurde 1913 zum Professor für Moderne Geschichte an der Universität von Lyon berufen und gleichzeitig zum Direktor des Musée des Beaux-Arts ernannt. Focillons Dissertation über Piranesi war sehr einflussreich. 1925 wurde er an die Sorbonne berufen als Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Archäologie. Hier prägte er eine ganze Generation von Wissenschaftlern. 1938 wurde er am Collège de France auf den Lehrstuhl für Ästhetik und Kunstgeschichte gewählt und nahm zugleich einen Lehrstuhl in Yale an. 1940 emigrierte er in die USA und wurde an die renommierte Universität von Harvard berufen. Focillon starb 1943 in New Haven, Connecticut.

 

 

 

Programmchef beim L.S.D. Verlag ist übrigens Karl Lagerfeld.

 

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Okt
24

Daniella Midenge – Sex & Cigarettes

Photo © 2017 Daniella Midenge. All rights reserved. www.midenge.com

 

 

 

Daniella Midenge:
Sex & Cigarettes
192 Seiten, Hardcover
52 Farb- und 80 Schwarz-Weiß-Photographien
Text in Englisch. teNeues 2017, € 59,90.

 

 

 

Die schwedische Photo-Künstlerin Daniella Midenge steht vor und hinter der Kamera. Und das auch noch in einem einzigen Buch. Ihr erster Photo-Band Sex & Cigarettes vereint grandiose Aufnahmen erotischer Photographie von ganz eigenem Spirit.

 

 

Daniella Midenge ist Model. Daher weiß sie, wie es ist, vor der Kamera zu stehen und meist mehr erahnen zu müssen als zu wissen, was sich der Photograph genau vorstellt. Als Autodidaktin brachte sie sich selbst das Photographieren bei. Aber das ist noch nicht alles. Bei einigen Aufnahmen verantwortete sie auch das Makeup und das Hairstyling.

 

 

 

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Okt
17

Bruce Springsteen & E Street Band 1975

Bruce Springsteen auf der Bühne
© Barbara Pyle/ Photo aus Bruce Springsteen & The E Street Band 1975

 

 

 

Bruce Springsteen & The E Street Band 1975
Photographs by Barbara Pyle
Englisch, 228 Seiten mit 150 Abbildungen,
Reel Art Press, 50 €.

 

 

 

Barbara Pyle war die einzige Photographin, der Bruce Springsteen 1975 gestattete, die Studio-Aufnahmen seines Albums Born to Run mit der anschließenden Tour zu dokumentieren. Ein sehr gelungener Photo-Band präsentiert nun einige Dutzend ihrer berührenden Aufnahmen.

 

 

Häufig sind es kleine Zufälle, die später erst als grandiose Geschichte verstanden werden. Zu dem Zeitpunkt, wo sie geschehen, ahnt noch niemand von dem Ruhm, den sie später auslösen sollen.

 

 

Die Photographin Barbara  Pyle arbeitete Mitte der 1970er Jahre viel für das Time Magazine. Sie produzierte Photo-Reportagen und hatte in der Redaktion ein Standing. Doch als sie eine Geschichte über Bruce Springsteen und seine Band vorschlug, erntete sie zunächst die Antwort: »Bruce – wer?« Doch Gott sei Dank war sie zum Zeitpunkt des Durchbruchs von Springsteen bereits ein Fan und hatte die Gigs der Band so oft sie konnte besucht.

 

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Okt
12

Kiribati – Eine Inselwelt versinkt im Meer

Illustration von Andrea Angeli
Aus: Kiribati. Eine Inselwelt versinkt im Meer, Sieveking Verlag 2017

 

 

 

Alice Piciocchi (Text) und Andrea Angeli (Illustrationen):
Kiribati. Eine Inselwelt versinkt im Meer
128 Seiten mit 170 Illustrationen
Sieveking Verlag, München 2017, 29 €.

 

 

 

Der Inselstaat Kiribati droht als erstes Land der Welt aufgrund der Klimaveränderung vom Meer verschluckt zu werden. Doch was bedeutet das konkret? Das Künstlerpaar Alice Piciocchi und Andrea Angeli begaben sich auf die weite Reise…

 

 

Allenthalben wird vom Klimawandel geredet. Umweltschützer fordern die Politiker auf, endlich zu handeln und den Ausstoß von gefährlichen »Treibhausgasen« zu vermindern. Doch wie leben die Menschen in dem Staat, der nach Einschätzung von Wissenschaftlern als erster aufgrund der Erhöhung des Meeresspiegels verschwinden wird?

 

 

Das italienische Künstler- und Forscherpaar Alice Piciocchi und Andrea Angeli wollten es wissen und machten sich auf die Reise. Die war exakt 14.768 Kilometer weit. Kiribati wird heute der Inselstaat genannt, der ungefähr in der Mitte zwischen Hawaii und Australien liegt. Dabei verteilen sich die 726 km² Landfläche auf ein riesiges Seegebiet, das von West nach Ost etwa 5.000 Kilometer misst und von Norden nach Süden etwa 2.000 Kilometer (3,5 Millionen Quadratkilometer).

 

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Okt
07

Gianluca Galtrucco – For your Consideration

Gianluca Galtruccos Inszenierungen sind wahr – oder nicht?
© Gianluca Galtrucco/Hatje Cantz 2017

 

 

 

Gianluca Galtrucco
For Your Consideration

Text von Peter Frank, Gestaltung von Julia Wagner, Englisch,
108 Seiten mit 45 großformatigen Farb-Photos auf 170 g Magno Satin,
Hatje Cantz Verlag 2017, 50 €.

 

 

 

Der in Los Angeles lebende Künstler Gianluca Galtrucco bringt uns mit seinen surrealen Photos völlig durcheinander. Ist das nun inszeniert? Oder ist es die Realität?

 

 

Wir leben in einer Welt, in der dem aufmerksamen Beobachter so manchmal der Gedanke durch den Kopf schießt: Das gibt’s nicht. Oder: Das kann doch nicht wahr sein. Der in Los Angeles lebende Italiener Gianluca Galtrucco treibt in seinen Photo-Welten die Illusion Hollywoods auf die Spitze. Bei seinen Bildern weiß der Betrachter nicht mehr, ob es sich um die Realität handelt oder der Künstler eine Scheinwelt erschaffen hat.

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Okt
02

Francois-René de Chateaubriand – Erinnerungen von jenseits des Grabes

François-René de Chateaubriand (1768-1848); Gemälde von Anne Louis Girodet-Trioson

 

 

 

François-René de Chateaubriand, Erinnerungen von jenseits des Grabes.
Aus dem Französischen von Sigrid von Massenbach,
Matthes & Seitz Berlin Verlag 2017, 896 Seiten, Leinen, 38 €.

 

 

Der französische Schriftsteller, Diplomat und Lebemann François-René de Chateaubriand ist in Deutschland vor allem bekannt als Namensgeber eines Rinderfilets. In seinem Heimatland wird er dagegen nach wie vor verehrt als bedeutender Frühromantiker. Bei Matthes & Seitz Berlin erscheint nun die Neuausgabe seiner Erinnerungen von jenseits des Grabes.

 

 

François-René de Chateaubriand (1768-1848) kostete die Höhen und Tiefen, die ein Leben bieten kann, voll aus. Geboren als jüngstes von zehn Kindern einer alten bretonischen Adelsfamilie, wuchs er auf in der Hafenstadt Saint Malo und auf dem nahegelegenen Familiensitz Schloß Combourg. Nach sechsjähriger Studienzeit tritt Chateaubriand in ein Regiment ein, das unweit von Paris stationiert ist. Am 14. Juli 1789 ist er bei der Stürmung der Bastille dabei. Die rohe Gewalt der Revolutionäre stößt ihn ab. In diesen Jahren ist er Gast der bedeutendsten literarischen und gesellschaftlichen Salons von Paris.

 

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Sep
25

Frank De Mulder – Tribute

Frank de Mulder, The Perfect Play
Photo © 2017 Frank De Mulder. All rights reserved.

 

 

 

 

Frank De Mulder, Tribute
256 Seiten mit ca. 125 Farb- und Schwarz-Weiß-Photographien.
Texte in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Spanisch.
teNeues 2017, € 79,90.

 

 

 

Der Photograph Frank De Mulder gilt als der belgische Helmut Newton: Er ist einer der besten Erotik-Photographen unserer Zeit. Ein großformatiger Band mit dem Titel Tribute bringt nun seine Auswahl der besten Arbeiten aus 30 Jahren.

 

 

 

Frank De Mulder wurde oft mit Helmut Newton verglichen. Richtig daran ist, daß der 1963 in Gent geborene Photograph einer der besten Akt-Photographen der Gegenwart ist. Und ähnlich wie bei Newton, erzählen seine Photos Geschichten. Mulder möchte die Betrachter mitnehmen in eine Art von Film-Still, das er in dessen Kopf auslöst.

 

 

 

Mulders Aufnahmen sind hoch-erotisch, ohne dabei ins Voyeuristische abzugleiten. Die Schönheit der weiblichen Körper wird betont. Das Model ist eingebettet in die Landschaft, mithin ihre Grazilität in die Schönheit der Natur.

 

 

 

Ob in der Wüste, in einem Hotelzimmer oder am Pool: Stets steht die Frau im Mittelpunkt und wird vom Photographen künstlerisch auf Händen getragen. So ist der Buchtitel passend: A Tribute an all die schönen Frauen. Frank De Mulder widmet dieses ästhetische Buch auch all seinen bisherigen Wegbegleitern.

 

 

Dieses Best-Off von Frank De Mulder gehört in jede Photobuch-Sammlung.

 

 

Frank De Mulder, Nirvana
Photo © 2017 Frank De Mulder. All rights reserved.

 

 

 

 

Frank De Mulder – Tribute ist jetzt bei teNeues erschienen

 

 

 

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Sep
20

Anne Carson – Albertine – 59 Liebesübungen

Anne Carsons Aphorismen zu Marcel Proust sind das ultimative Geschenk für Proust-Leser
© Matthes & Seitz Berlin Verlag 2017

 

 

 

Anne Carson, Albertine – 59 Liebesübungen
+ Appendizes.
44 Seiten, Klappbroschur, 14 €, Matthes & Seitz Berlin Verlag 2017.

 

 

 

G. spricht Englisch. Doch ist G. dermaßen von Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit angetan, daß er alle sieben Bände in der französischen Originalfassung liest. Jeden Tag ein Stück. Sieben Jahre lang.

 

 

 

G. heißt eigentlich Geryon und ist eine Romanfigur der Kanadierin Anne Carson. In Rot. Ein Roman in Versen erzählte die Autorin von Geryons Kindheit und Jugend. Red Doc> setzte den Lebensbericht fort und beschreibt die mittleren Jahre des Proust-Fanatikers.

 

 

 

Nachdem sich Geryon durch den gewaltigen Jahrhundertroman gearbeitet hat, der je nach Ausgabe schon einmal deutlich über 5.000 Druckseiten haben kann, kommt nach der kurzen Freude, den Text bewältigt zu haben, – eine tiefe Depression: Nachdem Proust ihn täglich begleitet hat: Was nun tun? G. fällt in ein riesiges Loch der Leere.

 

 

 

Anne Carson beschreibt diese »Nach-Proust-Wüste« von G. in ihrer Fortsetzung Albertine so:

»Wer von Ihnen je Proust gelesen hat, weiß, wovon ich spreche, plötzlich tut sich eine Gletscherlandschaft vor Ihnen auf, weil Ihnen nichts mehr lesenswert erscheint, und Sie haben nur noch einen einzigen Wunsch, nämlich, dass dieser Proust noch einmal von vorn anfängt, aber natürlich kann er das nicht mehr, und so lesen Sie planlos alles über Proust, Kritisches, wie Biografisches, aber das ist nicht dasselbe, und so geben Sie es irgendwann wieder dran und stellen fest, dass Sie schon eine ganze Weile in einem Proust-Entzug stecken, und das Leben geht weiter, nur eben etwas grauer.«

 

 

 

Und so beschloß G., einen Essay über Proust zu schreiben, genauer über Proust und den Schlaf, dem er selbst so häufig nachgeht. Die interessanteste schlafende Figur in Prousts Roman-Labyrinth ist Albertine. So widmet er sich ihr…

 

 

 

Die 1950 geborene Anne Carson ist Klassische Philologin, Dichterin, Essayistin und Übersetzerin. Albertine setzt ihr freudvolles Spiel mit Proust intellektuell-frivol fort. Nicht nur für jeden Proust-Leser ist dies schmale Bändchen eine Bereicherung.

 

 

 

Aug
28

Barry Feinstein – Unseen McQueen

© Photogrph Judith Jamison/Barry Feinstein Photography, Inc.

 

 

 

 

Unseen Mcqueen: Barry Feinstein
Herausgegeben von Dagon James und Tony Nourmand
128 Seiten mit 100 Schwarz-Weiß-Abbildungen, gebunden, Reel Art Press, 19,95 €.

 

 

 

Die Freundschaft zwischen Steve McQueen und und Barry Feinstein ist ein Glücksfall, hat der US-Photograph doch unzählige hervorragende Aufnahmen des King of Cool geschaffen. Ein gelungenes Photobuch bringt nun 100 bislang unveröffentlichte Aufnahmen.

 

 

Der Ruf des Schauspielers Steve McQueen (1930-1980) ist noch heute legendär. Er galt als sehr verschlossen, hatte eine harte Kindheit hinter sich. Seinen wenigen Freunden allerdings galt er als Vertrauter. McQueen war kein Freund von vielen Worten.

 

 

Noch heute sind seine großen Filme hochgeschätzt: Bullitt, Le Mans oder Getaway haben Filmgeschichte geschrieben. Kaum einer verkörpert – bis heute – das coole Raubein so wie er.

 

 

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