Nick Cave & Karl Lagerfeld… Inmitten von Wohlstandsplunder und Bildungsaccessoires. Manuskripte, Bücher, Magazine… Sie stehen mitten drin. Und doch darüber? Oder verliert man hier den Überblick?
Ist die Ähnlichkeit der beiden Aufnahmen Zufall???
Feb. 22
Feb. 19
Hausaufgabe für alle Leser unseres Blogs bis Montag, 8.00 Uhr: Ausschneiden und schauen, was einem am besten gefällt!
Gefunden:
http://www.cosmoworlds.com/Graphics/fashion/copenhagen_international_fashion_fair/dandy_manifesto/fashion_trends-2009_2010-dandy_manifesto-02.jpg
Feb. 19
„The lady dandy was Paul Smith’s inspiration“, schreibt Clique zur Früjahrskollektion des Labels.
Das muss man nicht kommentieren… Schauen Sie selbst:
Die Photos sind von hier:
http://joshuagiri.onsugar.com/Paul-Smith-SS10-5818819
Feb. 17
‚Aschermittwoch‘ heißt eine Szene – „Dem Klub ‚Zur Bethelnuß‘ gewidmet“ – in Otto Julius Bierbaums Die Haare der heiligen Fringilla.
Sie beschreibt das Leid des Dandys an diesem Tag – im 19. Jahrhundert…
„(Das Schlafzimmer des Dandy. In der Mitte ein enormes Himmelbett, das von weißen Mullvorhängen umgeben ist, die mit fallenden grauen Rosen in Seide bestickt sind. Ebensolche Vorhänge an den hohen Fenstern. Gegenüber dem Bett eine große Waschtoilette aus grauem Marmor. Die Wände haben grauseidene Bespannung; der durch das ganze Zimmer gehende Teppich zeigt hellrote Rosen auf grauem Grunde. An den Wänden hängen in weißen Lackrahmen Lithographien von Toulouse-Lautrec.
Es ist zwei Uhr nachmittags, aber im Zimmer herrscht vollkommene Dämmerung.)
Der Dandy (im Traum, hinter den Gardinen des Bettes, singend):
Bald links herum, bald rechts herum, doch stets am Liebesba . . a . . nde (Ein Gespräch [50] wiederholend, mit Nachahmung der Stimmen etc.) Kathi, die Welt ist eine Bethelnuß. … Was für’n Ding? … Eine Bethelnuß … Woaß i, was dös is? … Frag deinen Kunstmaler. A, der Fadian der schlaft ja scho’ … Kathi? … Wos is? … Die Welt ist eine Bethelnuß!
(Singend):
(Sprechend): Daran ist kein Zweifel erlaubt; man sieht’s am Ansatz. Aber dennoch:
Sekt kann sie trinken wie ein Fähnderich; sie war nicht umsonst Büffetmamsell.
(Erwacht, gähnt, ruft): Ka–simir!
Kasimir (der Kammerdiener erscheint im Schmucke seiner schwarzen Koteletten): Gnädiger Herr befehlen?
Der Dandy: Heute ist Dienstag?
Kasimir: Sehr wohl, gnädiger Herr, aber eigentlich …
Der Dandy (brüllend): Sie sollen sich das Wort „eigentlich“ abgewöhnen! Das Wort ist eine Impertinenz! Wollen Sie vielleicht behaupten, daß ich betrunken bin?
Kasimir (unerschrocken, aber flötend): Im allgemeinen ist heute Mittwoch. (Betont): A–scher-!
Der Dandy: Auch das noch! Auch das noch! Kann einem dieser verfluchte Kalender denn gar nichts gönnen? Kasimir, haben Sie gebeichtet? Haben Sie Ihr schlechtes Leben abgeschworen? Fühlten Sie das Kreuz von Asche auf Ihrer lasterhaften Stirne?
Kasimir: Ich hatte noch keine Zeit dazu heute, gnädiger Herr, aber …
Der Dandy: Kasimir, Kasimir, Sie sind ein Soolei von einem Sünder. So hart gesotten sind Sie! Ist es wahr, daß Sie in Frack und Lack und Claque, und zwar in meinem Frack und Lack und Claque, in den Blumensälen waren!? Ich reiße Ihnen die linke Kotelette ab, wenn Sie leugnen!
Kasimir (betroffen, aber schnell in Fassung, mit dem Tone des verdächtigten Unschuldsengels): Aber gnädiger Herr …
Der Dandy: Kasimir, Sie tremolieren, also sind Sie erkannt. Ich würde sagen: Schämen Sie sich! wenn ich ein Idealist wäre. Da ich das aber nicht bin, schenk ich Ihnen das Zeug.
Kasimir (zieht den Mund breit, so daß die Koteletten wie zwei Flügel auseinander gehen; murmelt): Ergebensten Dank, gnädiger Herr. Befehlen der gnädige Herr Tee oder Schokolade heute?
Der Dandy: Antipyrrhin.
Kasimir (ohne eine Spur von Erschütterung): In Gießhübler oder Biliner?
Der Dandy: In Sekt.
Kasimir (verdreht entsetzt die Augen und schlüpft unhörbar hinaus).
Der Dandy: Das war eine Inspiration. Gift mit Gift als Gegengift. Kombiniertes Verfahren. Ein begabter Morgen. (Ruft): Kasimir!
Kasimir (erscheint mit einer Tablette): Gnädiger Herr? (Reicht die Tablette hinter den Vorhang.)
Der Dandy: Welch’ Zeit ist’s?
Kasimir: Zwei Uhr vorbei.
Der Dandy: Sie sind ein Schwärmer! Ich bin ja erst um drei nach Hause gekommen.
Kasimir: Ich meine zwei Uhr nachmittags.
Der Dandy: Und Sie bestehen darauf, daß heut’ Mittwoch ist?
Kasimir: Aschermittwoch (…)“
Feb. 17
Zum 12. Todestag von Ernst Jünger zeigen wir den Schriftsteller mit Julien Gracq.
Feb. 16
Feb. 16
Ein Ladengeschäft, das viele Überraschungen bereithält: Arty Dandy in Paris. Der Name hält, was er verspricht, was ja leider meist nicht so ist. Verspielte Accessoires, viel Überflüssiges aber Witziges.
Adresse: Arty Dandy 1 rue de Furstemberg – 75006 Paris – +33 1 43 54 00 36.
Empfohlen sei auch ein Abstecher bei dem aesthetischen Blog der Pariser Kollegin Noémy:
http://noesland.blogspot.com
Danke und Gruß an annA-C. in S.
Feb. 16
Der Dandy-Style feiert fröhliche Urständ: In diesem Frühling 2010 schicken mehr Labels junge Dandys auf die Straßen der europäischen Metropolen als vielleicht jemals zuvor.
Wir zeigen einen Auszug aus der Früjahrs-Kollektion von Ermenegildo Zegna. Z Zegna bringt nicht nur den Zylinder zurück, – sondern auch die Gamasche!
Alle Photos: menstyle.it. All rights reserved.
Feb. 15
Es war die furiose Eröffnung der 60. Berliner Filmfestspiele: Die Premiere der neuen Version von Metropolis. Das Original ist von 1927. Nach über 80 Jahren waren in einem Filmmuseum in Buenos Aires verschollen geglaubte Szenen gefunden worden. So ist diese Version eine Annäherung an die Uraufführungs-Fassung. Diese wurde stark gekürzt, weil sich der damals sehr teure Film als totaler Flop erwies. Die Filmfirma erhoffte sich von der Kürzung eine bessere Annahme durch das Publikum.
Der Film, der einzige, der jemals von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, zog über 700.000 Zuschauer vor den Fernseher.
Mehr Infos zum neuen alten Meisterwerk:
http://www.metropolis2710.de/de/index.html
Der hier gezeigte kurze Film zeigt Ausschnitte aus Metropolis.
Feb. 15
http://www.lighter-site.ch/TA02.htm
Es ist verchromt und in der Original-Pappschachtel.