Juni 09
Who is Heidi Klum?
Juni 09
Der Spiegel rezensiert LÜGE
Nun hat auch Spiegel online den Band mit sämtlihen Erzählungen des russischen Décadent Viktor Hofmann rezensiert:
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,627408,00.html
„Als sich der russische Schriftsteller Victor Hofmann 1911 in Paris das Leben nahm, war er erst 27 Jahre alt. Seine wiederentdeckten Erzählungen zeigen einen beeindruckend modernen Autor“, schreibt Claudia Voigt in ihrer lesenswerten Buchvorstellung.
„Das alles liest sich erstaunlich modern. Und doch war Hofmann, der als Sohn eines österreichischen Vaters und einer halbdeutschen Mutter in Russland geboren wurde, vor allem ein Kind seiner Zeit, des Fin de Siècle. Seine Sprache zeugt von seiner Faszination für die Macht der Psyche, seine Sätze sind atmosphärisch aufgeladen von bildhaften, düsteren Adjektiven. Der Übersetzer Alexander Nitzberg hat dafür im deutschen einen sehr eigenen Ton gefunden“, urteilt die Autorin von Spiegel-online.
Photo: Lilienfeld Verlag
Juni 07
1778 Beau Brummell geboren
Juni 03
Pückler-Ausstellung in Weimar
Dandy, europäischer Gartenkünstler, Weltreisender
Sonntag, 07. Juni bis 31. August 2009.
Ort: Orangerie Belvedere.
Eintritt frei.
Juni 03
Flaneur- Kongress
In Frankfurt am Main findet am kommenden Freitag und Samstag ein sogenannter Flaneur-Kongress statt. Veranstalter ist das Schauspiel Frankfurt.
Oroginaltext:
„Flaneur – Der Kongress
KUNST, THEORIEN UND GESPRÄCHE IM GEHEN, SITZEN UND LIEGEN
Kuratorin: Claudia Plöchinger; Dramaturgie: Nadine Vollmer; Ausstattung: Jo Schramm, Birgit Kellner
5. JUNI: BEGINN 16.00 UHR SAMSTAG 6. JUNI: BEGINN 14.00 UHRIM SCHAUSPIELFRANKFURT, AUF DEM WILLY-BRANDT-PLATZ UND IM URBANEN LABYRINTH FRANKFURTS (TREFFPUNKT AUF DEM WILLY-BRANDT-PLATZ)
Der Flaneur protestiert. Gegen Eile und Effizienz. Gegen Arbeit und kapitalistische Verwertungslogik. Gegen Zeitökonomie. Er steht für Müßiggang, Nicht-Verwertbarkeit, Entzug und Risiko. Für Sich-Zeit-nehmen, Ziellosigkeit und für den Blick auf das Schöne. Der Flaneur ist eine Sehnsuchtsfigur. Und die Sehnsucht nach ihm befördert uns in ein Feld zwischen Beschleunigung und Entschleunigung, Gehen und Verweilen, Müssen und Nicht-Müssen, distanziertem Beobachten und teilnehmendem Denken und Handeln. Genau in diesem Zwischenraum werden wir uns zwei Tage lang gemeinsam mit Künstlern und Theoretikern auf die Suche nach dem Flaneur und den Taktiken seiner Alltagspraxis begeben.
Auf dem Willy-Brandt-Platz und im urbanen Labyrinth Frankfurts werden wir uns bewegen und innehalten, den Blick umher schweifen lassen, das Tempo verändern, die Perspektive wechseln, Gespräche führen und uns die Picknickkörbe teilen: It’s ok to hang around!?
TICKETPREISE: € 20 / erm. € 15 (inkl. Picknick-Set)€ 28 / erm. € 23 (inkl. Picknick-Set und Vorstellung)“
http://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stueckinhalt.asp?InhaltID=7513
Juni 02
A Rebours Originalausgabe
Kurzinfo:
Quatrieme Mille (4. Tausend), 8°, 294 S. (in französischer Sprache), Halbleder-Einband der Zeit mit goldener Rückenbeschriftung und -verzierung, Exemplar aus einer Frankfurter Lehrerbibliothek (Liebig-Realschule) mit einem Rundstempel und einem Ziffernvermerk auf Titels. sowie einem durchgestrichenen Ziffernvermerk auf Vorsatzseite, Einband und Einbandkanten stellenweise beschabt, oberes Kapital bestossen, minimal schief, Reste eines alten Rückenschildes auf Buchrücken, eine Seite mit zwei dezenten Randanstreichung, eine Seite oben angelockert, sonst altersgemäß gutes Ex. (büre).
Herr Thomas Orban & Ines Streu
Eckenheimer Landstraße
3660318 Frankfurt/Main
Deutschland
0049 (0) 69 / 94 41 55 70
E-Mail: info@orbanundstreu.de
Mai 29
Französische Jünger-Bio
Bei Editions du Roche erschien eine neue Biographie über Ernst Jünger:
176 Seiten. ISBN 978 2 268 06815 2.
(Dank an Tobias Wimbauer: www.waldgaenger.de.)
Mai 28
Die geölte Dandy-Matte
Kein Grund zu schmollen, Nick!
Die ersten vier Nick-Cave-Soloalben wurden soeben neu aufgelegt
Karl Fluch beschreitet den Kreuzweg zurück zu den Anfängen des Ausnahmekünstlers.
Manche Dinge verräumt die Erinnerung in Richtung Verklärung. Das zeitigt vage Gefühle. Manches kann sehr konkret bleiben, anderes liegt nur noch als dünne Witterung in der Luft. Konfrontiert man diese also aus Fakten und Privatmythen bestehenden Erinnerungen mit ihren Auslösern, kann es ein gutes wie böses Erwachen geben. Derlei Gedanken kommen einem beim konzentrierten Wiederhören der ersten vier Alben, die Nick Cave mit den Bad Seeds aufgenommen hat. Diese wurden soeben im De-luxe-Kostüm neu aufgelegt. Mick Harvey, drei Jahrzehnte das musikalische Mastermind, die rationale Konstante an Nick Caves Seite, hat die Alben From Her To Eternity (1984), The Firstborn Is Dead (1985), Kicking Against The Pricks (1986) und Your Funeral … My Trial (1986) neu gemastert. Dazu reicht das Label Mute, der Stall der bösen Samen seit ihrem ersten Aufkeimen, zu jedem Album eine DVD, die Interviews mit tatsächlichen oder den Australier auch nur emotional begleitenden Cave-Menschen zeigt…
Einem fröhlichen Sammelsurium aus Secondhand-Wahrheiten, Angelesenem, Kino sowie einer schattseitigen, von einem Heroin- abusus zusätzlich beeinflussten Fantasie.
Vielleicht hat sich die Zeitung einfach am Thema verhoben….-?
Mai 27
Portrait des Dandys als alter Mann

Die heutige Neue Züricher Zeitung rezensiert den Hugo von Hofmannsthal-Roman von Walter Kappacher (Walter Kappacher: Der Fliegenpalast. Roman. Residenz-Verlag, St. Pölten 2009. 171 S., Fr. 31.50.)
Resultat:
„‚Der Fliegenpalast‘ ist ein Roman von unauffälliger Schönheit, der vor allem von der wehmütigen Einsicht in die Nichtwiederholbarkeit erzählt. Diese muss in der Person Hugo von Hofmannsthals der Vertreter einer Generation lernen, die sich einst in schlürfender Nietzsche-Lektüre an der ewigen Wiederkehr des Gleichen berauscht hatte. „
Walter Kappacher erhält übrigens den Georg-Büchner-Preis 2009 verliehen. Der Preis gilt als die wichtigste deutsche Literatur-Auszeichnung und ist mit 40.000 Euro dotiert. Das hat die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung am Ende ihrer Frühjahrstagung in Berlin entschieden. Ihre Begründung: Kappacher habe über Jahrzehnte hinweg „ein höchst beachtliches, lange viel zu wenig beachtetes Œuvre geschaffen“, seine „leise, musikalische Prosa, voll melancholischer Unerbittlichkeit, klärt uns über uns selbst auf“.
Die Verleihung wird stattfinden am 31. Oktober 2009 in Darmstadt.
Mai 26
The Manic Street Preachers – Morrissey – Oscar Wilde
Morrissey – Oscar Wilde – diese Reihung küstlerischer Vorbilder macht Nicky Wire von den Preachers in einem Interview mit laut.de.
Ein Auszug:
laut.de: Andere Kunstformen waren euch immer wichtig. Schon im Booklet eures Debüts hattet ihr unzählige Zitate von Rimbaud bis Camus, dann das Jackson Pollock-Zitat bei „Everything Must Go“, der „Song for Willem de Kooning“ und so weiter. Immer wieder auch die Bildende Kunst …
Nicky Wire: Und Jeremy Deller, der Turner Prize-Träger, hat einige Videos für uns gemacht.
laut.de: Wo kommt die her, die Begeisterung für Kunst?
Nicky Wire: Das hat uns alle irgendwie angezogen. Wenn man mit 15 Vorbilder wie etwa Morrissey hat, der über Oscar Wilde redet, dann folgt man diesen Spuren. Manchmal kann ein Zitat oder ein Kunstwerk bestimmte Dinge einfach besser ausdrücken, als die Band dies könnte…
Das gesamte Interview: http://www.laut.de/vorlaut/feature/21933/



