Paolo Roversi | Jean-Baptiste Huynh | CAMERA WORK Berlin

© Paolo Roversi,Kate , Paris 1994

 

 

 

Ab morgen, 26. November 2011 zeigt die Berliner Galerie Camera Work Arbeiten der beiden Photographen Paolo Roversi und Jean-Baptiste Huynh. Die Ausstellung zeigt erstmals neue Aktphotographien aus der Serie Nudi von Paolo Roversi sowie die noch nie zuvor ausgestellte Photoserie Monochrome von Jean-Baptiste Huynh.

Camera Work schreibt:

»Nudi« von Paolo Roversi
Seit über 25 Jahren zählt die Aktserie von Paolo Roversi mit dem Titel »Nudi« zu den inspirativsten und ästhetisch reizvollsten Aktserien in der zeitgenössischen Photographie. Dank einer klaren Komposition und eines zarten Einsatzes von Licht erscheinen die dargestellten Personen wie grazil gezeichnete Körperstudien, die das Bewusstsein des Betrachters auf die Form, Silhouette und Zierlichkeit des weiblichen Körpers lenken.

»Monochrome« von Jean-Baptiste Huynh
Die Photographien der 2010/11 entstandenen Serie »Monochrome« von Jean-Baptiste Huynh zeichnen sich durch ihre strenge und kompromisslose Reduzierung auf die Farbe Schwarz aus. Eine sparsame aber aufwendige Beleuchtung unterstützt dieses Charakteristikum, wodurch die schwarzen Objekte und Porträts in ihren tiefsten Nuancen erscheinen. Die von Schwarz umfassende Farbsymbolik der sublimen Eleganz und Rätselhaftigkeit sowie klagenden Subtilität und Undefinierbarkeit entfaltet sich eindrucksvoll in den Photographien – ein reizvolles Zusammenspiel, das durch die kompositorische Klarheit unterstützt wird und so dem Rezipienten das Werk und die Besonderheit der Farbe Schwarz erfahrbar werden lässt.

Paolo Roversi
Geboren 1947 in Italien, lebt und arbeitet Paolo Roversi seit über 37 Jahren in Paris. Seine Photographien sind sowohl in diversen Monographien als auch in zahlreichen Magazinen wie Harper’s Bazaar, Interview, Marie Claire sowie in der Vogue und im New York Times Magazine veröffentlicht worden. Das photographische Œvre von Paolo Roversi wird vom wiederkehrenden Stilmerkmal einer Aura des Grazilen, Fragilen, aber auch Mysteriösen und Unnahbaren durchzogen, die auch dank des virtuosen Umgangs mit der dem Medium wortwörtlich zugeschriebenen Technik des »Zeichnens durch Licht« erzeugt wird.

Jean-Baptiste Huynh
Jean-Baptiste Huynh wurde als Sohn einer Französin und eines Vietnamesen 1966 in Frankreich geboren. Sein umfangreiches photographisches Werk mit Landschaften und Porträts sowie Akten und Stillleben erschien bis dato in neun aufwendig und hochwertig gestalteten Publikationen und wurde in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, so im Moscow House of Photography und im European House of Photography (Paris). Der Louvre in Paris wird Jean-Baptiste Huynh 2012 eine Ausstellung widmen.

 

 

 

© Paolo Roversi, Guinnevere, Paris 1996

 

 

 

© Paolo Roversi, Stella, Paris 1993

 

 

 

© Jean-Baptiste Huynh, Monochrome – Masque, 2011

 

 

 

Paolo Roversi | Jean-Baptiste Huynh

26. November 2011 – 28. Januar 2012

Am Samstag, den 26. November um 15 Uhr, findet eine Signierstunde
mit Paolo Roversi in der Galerie statt.

 

 

Galerie CAMERA WORK
Contemporary Photography and Vintage Masterworks
Kantstraße 149 . 10623 Berlin
Tel: +49 30 31 00 77 – 3 | Fax: +49 30 31 00 77 – 50
info@camerawork.de | www.camerawork.de
Di – Sa 11-18 Uhr 

 

 

 

Karl Lagerfeld Künstlerportrait heute 23.00 Uhr

Heute abend lässt RTL den Geist von Karl Lagerfeld aus der Flasche
© DANDY-CLUB 2011

 

 

Wir erinnern noch einmal an die heutige Doku über Karl Lagerfeld auf RTL: 100 Prozent Lagerfeld – Künstlerporträt, 23.00 Uhr.

Der Sendr schreibt:
„Er gehört zu den bekanntesten Deutschen weltweit, eine lebende Stilikone. Seit rund 55 Jahren gibt er Impulse in Mode, Fotografie, Kunst. Zu sehen sind Highlights seiner Karriere; Frankreichs First Lady Carla Bruni, Modezar Valentino, Pop-Star Kylie Minogue plaudern aus dem Nähkästchen.

 




Klaus Kinski – Jesus Christus Erlöser in voller Länge

Klaus Kinski auf der Bühne bei seiner Jesus-Erlöser-Tournee

 

 

Zum 20. Todestag von Klaus Kinski bringt der DANDY-CLUB die vollständige Fassung von Klaus Kinskis Jesus – Erlöser Auftritt. In memoriam.

 

 





Klaus Kinski in der Talkshow Je später der Abend 1977





Aus Anlass des 20. Todestages von Klaus Kinski erinnert der DANDY-CLUB an den Schauspieler und Choleriker von Format mit einem Ausschnitt aus der Talkshow Je später der Abend von 1977. An seiner Seite auf der Couch der ebenfalls kettenrauchende Manfred Krug, der gerade erst aus der DDR ausgereist war…

Es ist der erste von vier Teilen.
Prädikat: Sehenswert!

Paul Smith auf Arte

Das britische Buch-Magazin Class Of Its Own interviewt in der ersten Ausgabe Paul Smith unter der Überschrift: Dandy Soul
© Class Of Its Own 2011

 

 

 

Der Fernsehsender Arte bringt heute, 22. November 2011 eine Dokumentation über den britischen Kult-Designer Paul Smith. Das britische Aesthetic-Magazin Class Of Its Own interviewt in seiner gerade erschienenen ersten Ausgabe Paul Smith unter der Überschrift: Dandy Soul.

Die französische Dokumentation von 2010 beginnt um 22.05 Uhr und endet um 23.00 Uhr.

Arte schreibt über den Film:
»Im Londoner Stadtteil Covent Garden besuchen ihn Mike Jagger, Franz Ferdinand, Tony Blair oder David Bowie in seinem Atelier, das gleichzeitig Firmensitz ist. Das Erfolgsgeheimnis des Marketing-Genies Paul Smith ist ein sehr eigener Stil: ‚classic with a twist‘ (zu Deutsch: klassisch mit dem gewissen Etwas) mit Anleihen aus der Popkultur, gepaart mit außergewöhnlichem Geschäftssinn und grenzenloser Fantasie. Smith schöpft aus allem, was als typisch britisch gilt: Humor, Pop, Dandytum und Punk, aber auch Konventionen, Kunst- und Kostümgeschichte. Die berühmte britische Exzentrik, bei der sich kaum zwischen Realität und Klischee unterscheiden lässt, regt ihn immer wieder zu einer glamourösen und ironischen Mode an.«

 

Klaus Kinski – Das Interview




Weil’s so schön polarisiert, bringt der DANDY-CLUB zum Gedenken an den morgigen 20. Todestag des cholerisch-genialischen Schauspielers Klaus Kinski hier noch einmal eines der legendärsten Interviews…

Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.



Kurt Wyss – Begegnungen

© Kurt Wyss, Andy Warhol, Zürich 1978
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

Die Berliner Photogalerie Johanna Breede präsentiert bis zum 14. Januar 2012 Photographien von Kurt Wyss. Der 1936 in Basel geborene Photograph
arbeitete seit Mitte der Sechziger Jahre für verschiedene Zeitungen. Neben Reportagen dokumentiert Kurt Wyss ab 1970 die Entwicklung der Art Basel.

 

Jean Dubuffet schrieb über Kurt Wyss:
“ (…) Die Kamera und sein Auge verschmelzen zu einem Ganzen, zu einer einzigen Handlung, die sich nicht in einzelne Vorgänge gliedert. Ganz plötzlich klettert er auf einen gerade verfügbaren Gegenstand, stellt einen Tisch auf eine Kiste, einen Stuhl auf den Tisch, stützt sich mit dem Fuß am Fenster ab, und schon steht er da, den Hals nach vorn gestreckt, den Kopf nach unten gebeugt, das Auge am Sucher und drückt fünf, zehn, nein zwanzig Mal hintereinander auf den Auslöser, greift geschickt nach einer anderen Kamera, dreht sich wie ein Kreisel um die eigene Achse und hat schon wieder zwanzig Mal ausgelöst. Er springt auf die andere Seite und beginnt von Neuem. Der Beobachter kann nicht umhin, an die Kosten für das Filmmaterial zu denken, aber darüber macht sich Kurt Wyss scheinbar gar keine Sorgen. Er ist völlig in Trance, ist nicht mehr Fotograf, sondern ganz Bild, losgelöst von allen Ketten, auf der Jagd in freier Wildbahn.
Und was geschieht dann? Ganze Nächte, stelle ich mir vor, verbringt er mit dem Entwickeln der Filme, der Prüfung der Negative, der Herstellung verschiedenster Abzüge – ein Spiel mit Kontrasten – auf unterschiedlichem Papier. Eine gewaltige Arbeit, stelle ich mir vor, deren Ergebnis sich in einer ungeahnten Vielfalt verblüffender, bewundernswert genialer, aus unerwartetem Blickwinkel aufgenommener Fotos von erstaunlicher technischer Perfektion widerspiegelt, die er in Alben zusammenfasst. In diesen Alben verschmelzen einige flüchtige Augenblicke, denen niemand außer ihm Beachtung geschenkt hätte, die er jedoch mit überraschender Schnelligkeit wahrzunehmen und einzufangen wusste, zu einem eindrucksvollen dramatisch wirklichkeitsnahen Gesamtbild.

22. Februar 1974

 

© Kurt Wyss, Pablo Picasso, 1967
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

© Kurt Wyss, Robert Doisneau
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

 

Kurt Wyss | Begegnungen

19. November 2011 bis 14. Januar 2012

Johanna Breede
PHOTOKUNST

Fasanenstrasse 69 D – 10719 Berlin
Telephon + 49 (0)30 886 83 123
Fax + 49 (0)30 886 83 124
www.johanna-breede.de
kunsthandel@breede.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18 Uhr und Sa 11-16 Uhr.

 

 

Franz Hessel – Heimliches Berlin

Franz Hessel (1880-1941)
© Sammlung Flügge

 

 

Zum heutigen Geburtstag des großartigen Flaneurs und Schriftstellers Franz Hessel (21. November 1880 – 6. Januar 1941) erinnert der DANDY-CLUB an den Freund von Walter Benjamin mit der Rezension von Hessels Roman-Wiederentdeckung Heimliches Berlin.

Franz Hessel: Heimliches Berlin, Roman. Mit einem Nachwort von Manfred Flügge. 160 Seiten, gebunden in Halbleinen, Lesebändchen, 19,40 Euro.

 

1955 ist der damals 23jährige, angehende Filmemacher François Truffaut bei einem Bouquinisten am Palais Royal. Er entdeckt ein Exemplar des Romans Jules et Jim von Henri-Pierre Roché, der zwei Jahre zuvor bei Gallimard erschienen war. Der Roman hatte das Publikum überfordert: Nicht nur handelte er von einer Dreiecksbeziehung, sondern auch noch von einer deutsch-französischen. Dafür war die Zeit so wenige Jahre nach dem Krieg noch nicht reif.

Truffaut dagegen war von dem Buch begeistert. Er kauft es sofort und besucht den Autoren, um mit ihm über eine Verfilmung zu sprechen. Erst 1959 jedoch hatte er das Filmprojekt finanziell gesichert. Eine Hauptdarstellerin zu finden, war für ihn leichter: Jeanne Moreau. Roché sieht ihre Photos und ist sofort begeistert: Sie ähnele der Protagonisten Kathe sehr. Im April 1959 – vier Tage vor dem vereinbarten Treffen mit der Schauspielerin – stirbt Roché.

Der Film wurde ein großer Erfolg und zog auch die Romanvorlage wieder ans Tageslicht, die nun neue Auflagen erlebte. Franz Hessels Roman Heimliches Berlin behandelt denselben Stoff, ebendiese Dreiecksbeziehung, ist jedoch kaum allgemein bekannt. Dabei hat die Erzählung das Gegenteil verdient. Aber was heißt eigentlich Erzählung. Der Text besteht aus 13 einzelnen Szenen, die kunstvoll verwoben werden. Dem Leser wird auf höherer Ebene bewusst, dass die eine Handlung weitergeht. Hessel legt seinen Figuren die Worte in den Mund; sprachgewandt, tiefgründig, manchmal skurril. Die wabernde Metropole Berlin der 1920er Jahre ist zugleich Bühne wie Hintergrund, der als Bühnenbild quasi un-anwesend ist. Die Handlung ist eine surrealistische; sie schreitet wie in Schwarz-Weiß-Bildern durch eine dunkle Regennacht.

Dem Leser fällt nicht auf, dass es nur »die Geschichte eines Abends, einer Nacht, eines Tages und wieder eines Abends« ist, wie Manfred Flügge in seinem wunderbaren Nachwort schreibt. Dies so genannte Nachwort ist ein eigenes Essay, ein Text von eigenem literarischem Rang, der Hessels Erzählung trüffelt.

Die Sprache Hessels ist das wohl Herausragendste an der Geschichte. Man kann manche Sätze mehrmals lesen, um das Raffinement ihrer Dramaturgie zu erfassen. Manfred Flügge nennt sie »genau und schwebend zugleich«. Zu Anfang beschreibt Franz Hessel seinen Protagonisten Wendelin mit bildmächtigen Worten:

»Er trank nur wenig, sah aber schon nach dem ersten Glase Menschen und Dinge in der flächigen Ferne, die ein glücklicher Rausch ihnen gibt, fühlte sich allen, die ihn ansahen, ansprachen, anfaßten, wunderbar und gleichmäßig hingegeben, sprach selbst leise und wenig und erwiderte die Berührungen der anderen kaum. So verging ihm der Abend in schöner Undeutlichkeit, und was mit ihm geschehen, erlebte er eigentlich erst, als er am nächsten Morgen erwachte.«

Heimliches Berlin ist ein paradoxer Roman. Ein Zeit-Roman, in dem die Zeit präsent ist als Gegenwärtigkeit des ungeheuren Augenblicks. Und zugleich völlig zu verschwinden scheint hinter der Kulisse des einnehmenden Geschehens.

Als literarische Wieder-Entdeckung ein Diamant!

 
 

 


Agent Provocateur – Les Fleurs du Mal





Die US-amerikanische Unterwäsche-Firma Agent Provocateur nennt ihre neueste Lingerie-Serie nach den verruchten Gedichten von Charles Baudelaire: (Les) Fleurs du Mal. Wir dokumentieren den Soiree-Film. Eine Mischung aus Domina-Punk und Rammstein – vor der Ikea-Version von Karl Lagerfelds Studio-Wänden….

Gisèle Freund – Künstler-Portraits

Gisèle Freund, Jean Cocteau, 1939

 

 

 

Die Pariser Galerie Lucie Weill & Seligmann zeigt eine Auswahl der bedeutenden Portraits Gisèle Freunds (1908-2000) von Künstlern aus St. Germain des Prés.

Über den Photo-Künstler wollen wir hier keine unnötigen Worte verlieren. Gisèle Freund war Pionier des französischen Photojournalismus und der Farbphotographie.

Er selbst sagte bescheiden: „Je n’ai jamais photographié que des auteurs ou des artistes que j’aimais et que j’avais envie de raconter.“

 

 

Gisèle Freund, Simone de Beauvoir, 1948

 

 

 

Gisèle Freund, Samuel Beckett, 1964

 

 

 

Gisèle Freund | portraits d’artistes à St Germain des Prés

3 novembre – 31 décembre 2011
November 3 – December 31 2011

Exposition dans le cadre de Saint Germain des Prés Photo Festival

Inauguration de l’exposition le jeudi 3 novembre à partir de 18h
Opening reception: Friday November 3, 6 pm

 

 

Galerie Lucie Weill & Seligmann
6 rue Bonaparte – 75006 Paris
T: +33 (0)1 43 54 71 95
contact@galerie-lws.com | www.galerie-lws.com
Tues-Sat 2 – 7 pm