La Maison Cocteau

Jean Cocteau (5. Juli 1889 – 11. Oktober 1963)

Jean Cocteau, französischer Schriftsteller, Filmemacher, Maler und noch vieles mehr, wurde heute vor 121 Jahren geboren (5. Juli 1889 bis 11. Oktober 1963).

Aus diesem Anlass weist der DANDY-CLUB auf die Eröffnung des Maison Cocteau hin:
Es liegt in dem charmanten kleinen Edel-Ort Milly-la-Forêt in der Essonne, etwa 50 Kilometer südlich von Paris. Das Museum ist das frühere Wohnhaus von Jean Cocteau. Der multitalentierte Künstler lebte ab 1947 in dieser Gegend, die bekannt für ihre vielen Privatschlösser ist. Das Haus war einst eine Dependance des Château de la Bonde aus dem 17. Jahrhundert. Die angrenzenden uralten Schlossmauern geben nun dem Museum aristokratophile Energie.

Der Geschäftsmann, der das Haus im Jahr 2002 für eine Million Euro Erwarb, möchte ungenannt bleiben. Er will Cocteau damit eine Ehre erweisen: „Ich hatte dieses Projekt schon lange vor. Für mich ist die Realisierung des Museums ein wichtiges Stück Erinnerungsarbeit“, sagte er zur Eröffnung. Verkauft hat ihm das Haus der 42-jährige Stéphane Dermit. Er ist Schauspieler, Künstler, Adoptivsohn, war Liebhaber und Universalerbe Cocteaus. Mit Dermit lebte Cocteau bis zu seinem Tod 1963 in Milly-la-Forêt zusammen.

Was man heute besichtigen kann, sind Cocteaus Salon, sein Arbeitszimmer und das Büro. Die drei Räume wurden rekonstruiert, um die Atmosphäre zu erzeugen, in der der Künstler einige seiner behanntesten Werke produzierte. Die drei Zimmer sind erstaunlich klein und präsentieren dem Besucher Cocteaus kolonial-exotischen Geschmack. Vom Bett aus konnte Cocteau das Château de la Bonde sehen. Lag Cocteau im Bett, hatte er Blick auf ein zweites Schloss: Jean Marais, Schauspieler und einer der vielen Liebhaber Cocteaus, hatte eine großformatige Wandmalerei für seinen Freund angefertigt.

http://www.jeancocteau.net