Frédéric Mitterrand

Die Frankfurter Allgemeine portraitiert den französischen Kultusminister Frédéric Mitterrand, einen Neffen von Francois Mitterrand als „leicht dekadenten Dandy“.

“ (…) Im Frühsommer wurde Frédéric Mitterrand zum Kulturminister ernannt. Es war Sarkozys beste Personalentscheidung. Getestet hatte er ihn als Leiter des französischen Kulturinstituts in Rom, der Villa Medici. Mitterrand überzeugte mit guten Manieren. Genauso stilvoll wie in Rom empfängt er seine Gäste in Paris. Unter dem Esstisch im Ministerium ließ er eine Klingel installieren. So kann er dem Personal klarmachen, wenn es zu lange dauert (…)

Auch in anderen Illustrierten ist Mitterrand, der im Fernsehen die Hochzeiten und Begräbnisse an europäischen Königshäusern kommentiert hat, permanent präsent. Er hat die Bourgeoisie, die unter seinem Onkel ihre Enteignung und den Kommunismus fürchtete, mit der Kultur und Burens Kunst versöhnt. Als Überläufer entzückt er die bürgerlichen Politiker am rechten Seineufer. Selbst die allzu jungen marokkanischen Strichjungen, mit denen er in seiner Autobiographie kokettiert, werden ihm nicht übelgenommen (…)

Der leicht dekadente Dandy spielt seine Rolle des Kulturministers ohne ideologische Präferenzen mit spürbarer Lust und erstaunlicher Selbstsicherheit. Auf einem Titelbild raucht er sogar Zigarre! „Um nicht aufstehen zu müssen, wenn Gäste da sind“, denn das wäre unhöflich, rechtfertigt er die Klingel (…)“

http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E6FE4E5D408A6486FB7E92F9E1A0730D9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

2 Kommentare

    • morjanne auf 23. September 2009 bei 10:24

    Hallo, habe Ihren Kommentar erhalten – und in einem Blog-Eintrag berücksichtigt, falls Sie immer noch meine Meinung zu S. Horsley interessiert…
    Sehr interessanter Blog, by the way.
    Schönen Tag wünsch ich.

    • Matthias P. Lubinsky auf 24. September 2009 bei 08:10

    Danke!

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