Lǐ Tai-pe
(0699 - 0762)
Den chinesischen Dichter Lǐ Tai-pe (699–762) nennt Ernst Jünger in seiner frühen dandyistischen Novelle Sturm [http://webcritics.de/page/book.php5?id=1138] als eines von wenigen Vorbildern. Unverfrorenheit, Trunksucht, gepaart mit großem dichterischem Talent führten zu Anerkennung beim Adel und den einfachen Leuten. Kaiser Xuánzōng ernannte Lǐ zum Beamten der renommierten Hanlin-Akademie und damit zum Hofdichter. Eine von unendlich vielen Anekdoten, die Lǐs Ruf begründen: Bei Überbringung des Ernennungsschreibens soll sich Lǐ volltrunken in einer Schänke befunden haben. Eine kurze Erfrischung mit kaltem Wasser soll aber genügt haben, damit der Dichter auf Geheiß des Kaisers aus dem Stegreif ein Gedicht verfasste, das allgemeine Bewunderung hervorrief
|
|
